LLGler finisht virtuell 42,2 km
Hans-Joachim Berberich zeigt mentale Stärke

Hans-Joachim Berberich trotzte den ungewohnten Bedingungen Foto:  HJ. Berberich
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Landstuhl. Aufgrund der Covid-19-Pandemie konnte der diesjährige Boston-Marathon nicht wie üblich vor Ort ausgetragen werden. Es sollte die Premiere des ersten virtuellen Boston Marathons werden. Hierzu muss die Marathondistanz von 42,2 Kilometer gelaufen und ein entsprechender Beweis dafür erbracht werden. Hans-Joachim Berberich, der gerne Marathons in großen Städten läuft, war auch in Boston virtuell am Start.
Schon die Vorbereitung auf einen Marathon benötigt sehr große Disziplin, da die meisten Marathonprogramme bis zu drei Monate vor dem eigentlichen Laufevent starten. Da coronabedingt auch in Deutschland fast keine Laufveranstaltungen stattfanden, um die Tempohärte zu testen, waren die Trainingsbedingungen für den LLGler nicht optimal. Die wenigen Gelegenheiten, das heißt den zehn Kilometer langen Lauf in Lemberg und einen 5000 Meterlauf in Habach, nutzte Hans-Joachim Berberich als einzige Vorbereitungsläufe unter Wettkampfbedingungen.
Was ist die große Herausforderung bei einem virtuellen Marathon? Bei einem solchen Event fehlen die Getränkestationen, der Läufer muss sich also seine Verpflegung und Getränke selbst mitnehmen. Was auch fehlt, sind offizielle Kilometerschilder und selbstverständlich die Zuschauer. Schon das Laufen mit einem Rucksack ist gewöhnungsbedürftig, aber die Anfeuerungen der Zuschauer ab Kilometer 30, welche die Läufer trotz Schmerzen ins Ziel treiben, fehlen. Hans-Joachim Berberich trotzte dieser Herausforderung mit mentaler Stärke und seiner langjährigen Lauferfahrung und überquerte die virtuelle Ziellinie nach 4:10:11 Stunden. Als Belohnung wird ihm neben der Medaille auch das Teilnehmer T-Shirt sowie seine Startnummer zugesendet. ps

Autor:

Alexander Barnsteiner aus Landstuhl

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