Zerstörtes Kreuz in Bann: Dorfgemeinschaft kämpft für Wiederaufbau bis Weihnachten
- Schwer geschändet: Vandalen legten die Christusfigur des Missionskreuzes kopfüber vor die Kirchentür in Bann. Dabei wurde ein Arm der Figur beschädigt.
- Foto: Richard Roschel
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Nach dem Vandalenakt an der St.-Valentinuskirche herrscht im Dorf noch immer Fassungslosigkeit. Jetzt setzen Bürger, Vereine und Gemeinde alles daran, das Kreuz bis Weihnachten 2025 wieder aufzurichten.
Von Erik Stegner
Bann. Die Schändung des Missionskreuzes an der St.-Valentinuskirche hat das Dorf Ende Juli tief erschüttert. In der Nacht vom 23. auf den 24. Juli rissen Unbekannte das über 100 Jahre alte Symbol nieder und legten die Christusfigur mit dem Kopf nach unten vor die Kirchentür. Noch immer ist unklar, wer hinter der Tat steckt. Während die Polizei weiter ermittelt, richtet Bann den Blick nach vorn: Das Kreuz soll bis Weihnachten wieder an seinem Platz stehen.
- Schockierendes Bild in Bann: Vandalen rissen das Missionskreuz nieder und legten die Christusfigur kopfüber vor die Kirchentür der St.-Valentinuskirche
- Foto: Richard Roschel
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Keine Hinweise auf Täter
Von den Ermittlern gibt es bislang keine neuen Erkenntnisse. „Die Polizei hat uns gegenüber bisher keine Angaben zum Stand der Ermittlungen gemacht“, erklärte Ortsbeigeordneter Richard Roschel auf Anfrage des Wochenblattes. Die Hoffnung, dass die Täter noch gefasst werden, bleibt in Bann groß. Da die Täter zudem in die Kirche uriniert haben, besteht die Hoffnung, dass die gesicherten Spuren wichtige Erkenntnisse liefern. Zwar liegen die DNA-Mengen nur in geringer Konzentration vor, doch sie reichen nach polizeilichen Angaben aus, um ein Profil zu erstellen.
- Das Missionskreuz an der St.-Valentinuskirche in Bann – so präsentierte es sich vor der Zerstörung.
- Foto: Richard Roschel
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Wiederaufbau hat Vorrang
Im Mittelpunkt steht inzwischen der Wiederaufbau. In enger Abstimmung zwischen Kirchengemeinde, Kommune und Vereinen laufen die Planungen. „Ein ortsansässiger Handwerker hat zugesagt, den Wiederaufbau zu übernehmen. Unser Ziel ist es, das Kreuz bis Weihnachten fertigzustellen“, so Roschel. Auch die schwere Christusfigur aus Gusseisen, deren Arm bei der Tat beschädigt wurde, wird restauriert.
Aufregung legt sich – Zusammenhalt wächst
Die ersten Tage nach dem Vandalismus waren von Empörung und hitzigen Diskussionen geprägt. Mittlerweile kehrt etwas Ruhe ein. „Die große Aufregung hat sich gelegt. Aber jeder hier wünscht sich, dass die Täter ermittelt werden – und dass so etwas nie wieder passiert“, sagte Roschel. Zahlreiche Bürger, Vereine und Parteien signalisierten Unterstützung und Hilfe. Die Gemeinde hält zusammen.
- Die St.-Valentinuskirche in Bann mit dem Missionskreuz: Das religiöse Symbol prägte über 100 Jahre das Bild des Gotteshauses.
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Symbol für Stärke und Werte
Für die Menschen in Bann bleibt das Missionskreuz mehr als ein religiöses Symbol. Viele sehen den Wiederaufbau als klares Zeichen gegen Zerstörung und Respektlosigkeit. „Wir lassen uns von so einer Tat nicht entmutigen. Das Kreuz stand über 100 Jahre an der Kirche – und es wird auch weiterhin dort stehen“, betont Roschel.
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |
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