3D-Kunst auf der Baustelle: So wird die Königstraße zum Fotopunkt
- Mit einem Fotopunkt mitten in der Baustelle wird die Königstraße in Landau zum beliebten Motiv. Martin Messemer, Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Landau (v. l.), Lena Dürphold, Geschäftsführerin der Stadtholding Landau (h. l.), Manfred Stader, Straßenkünstler (2. v. l.), Nour Abboud, Vertreterin von Ralph Leibbrand, dem Ideengeber des Projekts (2. v. r.), Jana Schneider, Straßenkünstlerin (v. r.), und Nina Ziegler, Geschäftsführerin der StadtLeben (h. r.), werden selbst Teil des Kunstwerks.
- Foto: Stadt Landau
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Landau. Mitten in der Baustelle in der Königstraße sorgt jetzt ein 3D-Gemälde für staunende Blicke und jede Menge Handykameras. Auf Höhe des Kreuzgangs wirkt es so, als würde sich der Asphalt öffnen. Tatsächlich steckt dahinter ein 3D-Kunstwerk der Straßenkünstler Manfred Stader und Jana Schneider.
Die Illusion ist rund drei mal sechs Meter groß. Wer sich an den Fotopunkt stellt, wird selbst Teil des Motivs und scheint auf einem schmalen Holzbrett über einem tiefen Abgrund zu balancieren. Auch der Landauer Reiter und ein Straßenschild mit der Aufschrift Königstraße gehören zum Bild.
Baustellenmarketing soll die Königstraße in der Bauzeit beleben
Das Kunstwerk gehört zum Baustellenmarketing. Wie die Stadtverwaltung Landau mitteilt, möchten die städtische Wirtschaftsförderung und das Stadtmarketing in der StadtLeben Landau GmbH gemeinsam mit den Gewerbetreibenden der Königstraße zeigen, dass die Einkaufsstraße auch während der Baumaßnahme lebendig bleibt.
„Eine Baustelle bedeutet immer Veränderungen und bringt für Anwohnerinnen und Anwohner, Gewerbetreibende sowie Besucherinnen und Besucher Herausforderungen mit sich. Umso wichtiger ist es, die Königstraße auch während dieser Zeit positiv zu bespielen. Das 3D-Kunstwerk zeigt auf kreative Weise: Hier wird nicht nur gebaut, sondern die Königstraße bleibt auch während der Bauzeit lebendig“, betont die städtische Beigeordnete Lena Dürphold.
Die Künstler haben das Motiv innerhalb weniger Tage mit speziellen Betonfarben direkt auf den Asphalt gemalt. Viele Passantinnen und Passanten konnten die Entstehung laut Stadt bereits live verfolgen.
Die Idee stammt von Ralph Leibbrand vom Geschäft Leder Horn. Er reichte das Projekt über den Verfügungsfonds des Bundesförderprogramms Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren ein. Die Wirtschaftsförderung wählte den Vorschlag aus. Die Gesamtkosten liegen bei rund 6.000 Euro. 90 Prozent davon fördert der Bund.
„Mit unserem Baustellenmarketing möchten wir die Auswirkungen der Baumaßnahme für Handel und Gastronomie bestmöglich abfedern und gleichzeitig neue Besuchsanlässe schaffen. Das Kunstwerk ist dafür ein hervorragendes Beispiel: Es macht neugierig, sorgt für Aufmerksamkeit und lenkt den Blick auf die vielen Geschäfte und gastronomischen Angebote, die trotz Baustelle selbstverständlich erreichbar sind“, erklärt Martin Messemer, Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Landau.
„Solche Aktionen zeigen, was möglich ist, wenn Stadt, Handel und Stadtmarketing gemeinsam an einem Strang ziehen. Das Kunstwerk schafft Aufmerksamkeit weit über die Königstraße hinaus und macht Lust darauf, die Innenstadt neu zu entdecken. Genau solche positiven Erlebnisse brauchen wir während der Bauphase“, sagt Nina Ziegler, Geschäftsführerin der StadtLeben.
Das 3D-Kunstwerk ist Teil weiterer Aktionen zur Belebung der Innenstadt. In den vergangenen Wochen gab es in der Königstraße unter anderem ein Torwandschießen sowie eine Eisgutschein-Aktion. Weitere Projekte in der „Kingstreet“ bereitet das Team laut Stadt bereits vor.
Autor:Katharina Wirth aus Herxheim |