Traum-Einstand: Der KSC-Sieg macht trotz spätem Zittern Mut
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Karlsruhe. KSC. Es war ein gelungener Start, der durchaus Luft nach oben hatte. Doch der KSC durfte vor knapp 30.00 Zuschauern verdient am Ende des Spiels gegen Bielefeld über drei Punkte zum Saisonauftakt jubeln, wenn es auch ein schweres Stück Arbeit war!
Der Mut zum Wechsel war nach der Hoffenheim-Pleite schon an der Startelf ablesbar - und dürfte in dieser Spielzeit beim KSC auch richtungsweisend sein: In der Startelf waren: Bernat / in der Abwehr Jung, Kobald, Franke, Ofli / davor Egloff, Zor, Pinto Pedrosa und Wanitzek / und im Sturm Broschinski und Eichinger. Trainer Maximilian Senft in seinem ersten Spiel für den KSC - nachdem Vorgänger Christian Eichner nach über sechs Jahren als Cheftrainer in Karlsruhe zum Saisonende aufhören musste - brachte gleich die Neuzugänge Ofli, Eichinger und Broschinski, zudem feierte der 19-jährige Zor sein Profidebüt
KSC mit Glück, Dominanz & Effizienz
Nach dem Anpfiff von Schiri Michael Bacher aus Rosenheim übernahm der KSC früh das Kommando, ließ den Ball gut laufen. Während Bielefeld seine ersten Chancen liegen ließ – der KSC hatte zweimal mächtig Glück mit dem Aluminium – zeigte sich der KSC eiskalt. Neuzugang Broschinski traf (35.) nach Vorarbeit von Wanitzek zum 1:0.
Druckphase nach der Pause
Erkennbar der Einfluss des Trainers in der Kabine, denn nach dem Seitenwechsel erhöhte der KSC den Druck, auch dank frischer Kräfte wie Scholl für Franke (Gehirnerschütterung) und Wiethaup (für Egloff). Denn Bielefeld offenbarte schon in der ersten Häfte einige Lücken in der Abwehr; die galt es nun, weiter zu erzwingen! Die für einen KSC-Fan recht frühen Wechsel waren jedoch aus Trainersicht notwendig durch Verletzung, Kraftmangel oder Kartengefahr. "Wir haben da schon etwas mutiger agiert", so der KSC-Trainer.
Wieder sorgten frische Kräfte von Außen für einen Schub: Väänänen und Bergh kamen in der 65. für Zor und Ofli: Der KSC legte nach - Stück für Stück verschob sich das Spiel Richtung Bielefelder Tor. Dann auch endlich in Sachen Ergebnis: Erst nagelt Wanitzek (77.) Berghs Flanke direkt an die Latte, dann kommt ein weiterer Impuls (78.) mit Civeja für Pinto Pedrosa - und dann ist Broschinski nach einer Ecke von Wanitzek am langen Pfosten mit dem Kopf da: 2 zu 0! Ein Einstand nach Maß!
Noch Luft nach oben
Drei Punkte sind final auf der Habenseite, doch es war erkennbar, dass sich der KSC etwas schwer tat, denn Bielefeld lief nun an, Welle nach Welle! Das Zittern in der Schlussphase muss nicht sein, denn das direkte Gegentor zum 2:1 durch Mehlem (80.) kam zu leicht und brachte unnötige Hektik rein. Da gibt es trotz des Erfolgs einige Ansätze für Verbesserungen in den kommenden Wochen. Denn am Ende konnte sich das Team wieder mal bei Keeper Bernat bedanken, der in der 84. Minute mit einem starken Reflex den Ausgleich verhinderte.
Blick auf die KSC-Bank
Dieses Mal saßen zum Abpfiff noch Ersatzkeeper Himmelmann, Ben Farhat, Meyer und Ponente-Ramirez auf der Bank.
Erfreuliches Fazit nach einem Teil-Umbruch
Die Ansätze stimmen, die Effizienz ist da – jetzt muss der KSC solche Spiele aber souveräner zu Ende bringen!
Stimmen zum Spiel
"Ein ausgeglichenes Spiel, bei dem wir die ersten Chancen hatten. Doch wir waren in der ersten Phase nach der Pause zu passiv, da haben dem KSC zu viele Chancen ermöglicht", so Gästetrainer Oliver Kirch, der sich besonders über das zweite Gegentor - ein Standard ärgerte: "Doch mit einem 2 zu 2 müssen wir nach Hause fahren! Aber wir haben zu viele kleine Momente hergegeben, da war der KSC konsequenter! Heute haben aber Kleinigkeiten entschieden!"
"In der ersten Hakbzeit haben wir uns schwer getan", so KSC-Trainer Maximilian Senft, "bei den Großchancen von Bielefeld hatten wir Glück! In der 2. Halbzeit haben wir mit toller Unterstützung der Fans weitergemacht. Das war auch für mich besonders. Wir haben dann mit Mann und Maus verteidigt, das hat Kraft gekostet. Wenn es auch final mit etwas Glück und unserem tollen Keeper war."
„Beim ersten Tor bietet es mir der Verteidiger an, weil er früh zur Grätsche ansetzt. Für mich war dann klar, dass ich noch einen Haken mache. Aus kurzer Distanz war es für den Torhüter schwer. Das Tor war schön, aber jedes Tor ist schön! Der Kopfball zum 2:0 auch. Die Standards haben wir trainiert, das soll uns starkmachen“, so der Doppel-Torschütze Moritz Broschinski.
"Beim ersten Spiel weiß man trotz Vorbereitung nie so ganz, wo man konkret steht. Vor allem, weil unsere letzten beiden Tests mit Inter und Hoffenheim gegen Mannschaften waren, die nicht in der 2. Liga zuhause sind. Deshalb war das für mich heute ein richtungsweisendes Spiel", so Marvin Wanitzek.
Ausblick: Der KSC muss nun am kommenden Samstag zum Abendspiel-Derby in die Pfalz. Volle Konzentration ist angesagt, denn da ist noch eine Rechnung offen!
Autor:Jo Wagner |