Süd-Derby: KSC fordert die „Mannschaft der Stunde“
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Karlsruhe. KSC. Die „Mannschaft der Stunde“ kommt in den Wildpark: Am Samstag, 19. September 2026, trifft der Karlsruher SC um 13 Uhr im traditionellen Süd-Derby gegen den Tabellenzweiten 1. FC Nürnberg an.
Es dürfte eine fast volle Bude werden, davon sind rund 3.600 Anhänger der „Clubberer“. Dass der 1. FC Nürnberg nicht ohne Ambitionen nach Karlsruhe kommt, dürfte klar sein, denn man könne Nürnberg durchaus als „Mannschaft der Stunde“ bezeichnen, so KSC-Trainer Maximilian Senft: „Sie hatten einen sehr guten Start in die Saison, haben sehr viel Offensivqualität, Tempo in der Offensive, haben dazu auch Qualität auf der Bank.“ Deshalb freue sich der KSC-Trainer auch auf das Spiel – und es sei eine Mannschaft, der KSC „unbedingt schlagen will“. Die Pleite gegen Cottbus sei gemeinsam mit der Mannschaft aufgearbeitet, dabei wurde auch der Finger in die Wunde gelegt – besonders in Sachen Abwehr. Dies sei notwendig, „damit Entwicklung passiert“. Es gehe da aber nicht um Schuldzuweisungen, sondern um eine Weiterentwicklung.
Neuzugang Heliton erstmals im Kader
In Sachen Aufstellung fallen drei Spieler sicher aus; Broschinski nach OP, Jung und Wiethaup jeweils mit Muskelfaserriss. Im Kader ist erstmals auch Neuzugang Heliton – und auch Egloff ist eine Option. Doch müssten wegen der Ausfälle nun eben andere auf dem Platz mehr Verantwortung übernehmen – ob auf taktischer oder spielerischer Ebene. Trainer Senft geht davon aus, dass die Spieler sich das zu Herzen genommen hätten. Dennoch müsse der KSC die Situation als Kollektiv auffangen.
Taktische „Adaptionen“: Steht hinten jetzt die Null?
Ob der KSC mit einer anderen Startelf gegen Nürnberg auflaufen wird, dürfte auch zu erwarten sein – wohl auch in Sachen Ausrichtung. Spekuliert wird, dass die Blau-Weißen einen Tick defensiver agieren werden – nach der Menge der Gegentore zuletzt. Ob zwei oder drei Stürmer, „falsche Neun“, drei Innenverteidiger, Änderung der Kette, der Ausrichtung: Das „Wie“ sei noch offen, doch Senft sei wichtig, dass sein Team die „richtigen kleinen Adaptionen“ finde, ohne die eigene Kernidee zu verlassen. „Dann bin ich zuversichtlich, dass wir das Spiel gewinnen können!“
Kopf durchlüften: Die Länderspielpause kommt zur rechten Zeit
Nach dem Spiel kommt eine länger Länderspielpause: Das komme dem KSC nach dem Umbruch im Sommer sicherlich entgegen, denn man könne auch Anpassungen vornehmen, dazu den „Kopf durchlüften“, „in die Reflexion gehen“ – insofern sei das ein guter Zeitpunkt. Gerade, da die Ergebnisse zuletzt nicht so erfreulich waren, da könne der Verein die Zeit nutzen, um es in Zukunft besser zu machen.
Tor-Garantie im Traditionsduell: Die historische Bilanz
Die beiden Teams standen sich bislang 98-mal gegenüber: 33/23/42 lautet die Bilanz aus KSC-Sicht in Bundesliga, Oberliga, 2. Bundesliga, 2. Bundesliga Süd, DFB-Pokal, Freundschaftsspielen und Regionalliga Süd – bei 135 zu 178 Toren! Zuletzt verlor der KSC mit 1 zu 5 in Nürnberg (13.2.26) Bei Spielen zwischen diesen beiden Vereinen gab es im Schnitt übrigens mehr als drei (3,2) Tore! Höchster KSC-Sieg war ein 4 zu 1 (16.11.23), höchste Niederlage war ein 0 zu 8 (8.12.1946).
Autor:Jo Wagner |