KSC vor Heimspiel gegen Nürnberg: Das ist der Gegner
- Der Karlsruher SC empfängt am 6. Spieltag den 1. FC Nürnberg im BBBank Wildpark.
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Karlsruhe. Am 6. Spieltag der 2. Bundesliga empfängt der Karlsruher SC den 1. FC Nürnberg im BBBank Wildpark. Der KSC stellte vor der Partie den aktuellen Tabellenzweiten aus Franken vor und blickte dabei auf Vereinsgeschichte, Trainer Miroslav Klose, frühere Europapokal-Auftritte und die Nachwuchsarbeit des FCN.
Warum Nürnberg „der Club“ genannt wird
Der 1. Fußball-Club Nürnberg, Verein für Leibesübungen e. V., wurde am 4. Mai 1900 gegründet und zählt nach Angaben des KSC mit mehr als 42.000 Mitgliedern zu den größten Sportvereinen Deutschlands. Die Vereinsfarben sind Rot und Weiß, die traditionelle Spielkleidung ist Weinrot und Schwarz. Bis 1955 wurden im Verein neben Fußball weitere Sportarten betrieben; die früheren Abteilungen sind inzwischen eigenständige Vereine, tragen aber weiterhin den Namen 1. FC Nürnberg.
Die Bezeichnung „der Club“ oder fränkisch „der Glubb“ geht laut KSC auf mehrere Gründe zurück. Historisch sei der FCN vor allem in seinen frühen Meisterschaftszeiten im 20. und 30. Jahrhundert häufig so genannt worden, als Nürnberg als führender Verein in Deutschland galt. Auch die Fans verwenden den Namen bis heute zur Identifikation mit dem Verein.
Miroslav Klose steht an der Seitenlinie
Seit der Saison 2024/25 ist Miroslav Klose Trainer des 1. FC Nürnberg. Für den Rekordtorschützen der deutschen Nationalmannschaft ist der FCN laut KSC erst die zweite Station als Cheftrainer im Profibereich. Nach seinem Karriereende als Spieler 2016 absolvierte Klose ein individuelles Ausbildungsprogramm und arbeitete im Umfeld der deutschen Nationalmannschaft sowie im Jugendbereich.
Zur Saison 2018/19 übernahm Klose die B-Junioren des FC Bayern München. Später war er eine Saison lang Co-Trainer von Hansi Flick beim FC Bayern. In der Saison 2022/23 wurde Klose Cheftrainer beim österreichischen Bundesligisten SCR Altach. Dort kam es vor der Qualifikationsgruppe zu einem Trainerwechsel. In Nürnberg folgte Klose auf Christian Fiél, beendete seine Premierensaison auf Tabellenplatz zehn und gab am 12. Februar seine Vertragsverlängerung bekannt.
Europapokal-Duelle mit Dublin, Istanbul und Lissabon
International war der 1. FC Nürnberg in der Saison 1961/62 erstmals vertreten. Im Europapokal der Landesmeister setzte sich der FCN zunächst gegen Drumcondra Dublin mit 5:0 und 4:1 sowie gegen Fenerbahce Istanbul mit 2:1 und 1:0 durch.
Im Viertelfinale traf Nürnberg auf Titelverteidiger Benfica Lissabon. Das Hinspiel gewann der FCN nach frühem Rückstand mit 3:1. Im Rückspiel im Estadio da Luz unterlag Nürnberg vor 70.000 Zuschauern mit 0:6. Laut KSC fand die Mannschaft von Trainer Widmayer vor allem gegen Benfica-Star Eusebio kein geeignetes Mittel.
Vereinslegenden und KSC-Bezug
Zu den vom KSC genannten Club-Legenden zählen unter anderem Andi Köpke, Stefan Reuter, Raphael Schäfer, Javier Pinola, Enrico Valentini und Marek Mintal. Valentini spielte von 2014 bis 2017 auch für den Karlsruher SC.
Mintal gewann 2007 mit Nürnberg den DFB-Pokal und spielte beim Bundesliga-Aufstieg 2003/04 eine zentrale Rolle. In seiner ersten Saison beim FCN wurde er mit 18 Treffern Torschützenkönig der 2. Liga. Neben Rudi Völler zählt Mintal laut KSC zu den Spielern, die zunächst in der 2. Liga und im darauffolgenden Jahr in der Bundesliga die meisten Tore erzielten. Nach seiner Zeit als Profi kehrte er nach Nürnberg zurück, arbeitete im Nachwuchsbereich und übernahm in diesem Sommer den Trainerposten der U19-Mannschaft des FCN.
Nachwuchsarbeit beim FCN
Der 1. FC Nürnberg bündelt mit dem Stiftungsfonds „Der Club. Die Zukunft.“ gemeinsam mit einem Partner Fördergelder für die Nachwuchsarbeit. Ziel ist ein Kapitalstock, dessen Erträge jährlich in das Nachwuchsleistungszentrum fließen sollen.
Nach Angaben des KSC sieht Nürnberg die Jugendarbeit als langfristige Investition. Der Verein wolle vor allem Talente aus der eigenen Region fördern und ausbilden. Unabhängig davon, ob sie den Sprung in den Profifußball schaffen, sollen die Spieler mit beiden Beinen im Leben stehen können.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |