Saarbrücken ist Deutscher Tischtennis-Meister
- Saarbrücken ist Deutscher Tischtennis-Meister
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Region. Der 1. FC Saarbrücken TT hat sich auch den dritten Titel der Saison gesichert und damit erstmals in der Vereinsgeschichte das Triple gewonnen. In seinem letzten Spiel für den FCS führte Fan Zhendong seinen Klub am Sonntag zu einem 3:1 gegen Borussia Düsseldorf und der Meisterschaft in der Tischtennis Bundesliga (TTBL).
Mit der Coolness eines Superstars reagierte Fan Zhendong auf den nächsten großen Titel seiner Karriere. Ein anerkennendes Nicken zu seinem Kontrahenten Kanak Jha, ein Handshake, dann ein breites Grinsen, ehe der 29-Jährige zwischen seinen jubelnden Mitspielern versank. Insbesondere dem Olympiasieger verdankte der 1. FC Saarbrücken TT den 3:1-Triumph im Endspiel des Liebherr TTBL Final4 gegen Borussia Düsseldorf.
Zwei Wochen zuvor hatten Fan und der FCS bereits die Champions League gewonnen, im Januar zudem den Deutschen Tischtennis-Pokal. Für die Saarländer ist es das erste Triple der Vereinsgeschichte und die zweite Deutsche Meisterschaft nach 2020. „Ich bin sehr glücklich, dass ich dem Team mit zwei Siegen helfen konnte“, sagte Fan anschließend. „Auch wenn ich im Saisonverlauf mal nicht meine beste Leistung abrufen konnte, dann war das Team zur Stelle. Das zeigt, was für eine starke Mannschaft wir sind.“
Mit dem 3:1-Auftaktsieg gegen Dang Qiu legte Fan Zhendong den Grundstein für den Titelgewinn. Qiu zeigte starke Ansätze, hatte zwischenzeitlich gar die 2:1-Satzführung in Reichweite. Fan aber war letztlich zu stark. „Natürlich sind wir jetzt nach der Finalniederlage enttäuscht“, resümierte der deutsche Nationalspieler am Abend. „Wir haben ein super Spiel geliefert. Aber gegen so eine starke Mannschaft wie Saarbrücken muss eben alles perfekt laufen, und das war heute nicht der Fall.“
Ebenso wichtig wie die Leistung Fans war der Auftritt von Patrick Franziska. Nachdem Kanak Jha mit dem 3:0 gegen Darko Jorgic für den Ausgleich gesorgt hatte, wurde das Match auf Position drei zum Schlüsselspiel. Und Franziska lieferte ab: Nachdem er tags zuvor gegen Bremens Kirill Gerassimenko unterlegen war, trumpfte er gegen Anton Källberg groß auf und sorgte mit dem 3:1 für die erneute FCS-Führung.
Wäre das Match an Källberg gegangen, wäre das Finale womöglich in das Doppel gegangen – und dort hätte plötzlich Düsseldorf die Favoritenstellung innegehabt. Ob er Lust aufs Doppel habe, wurde Franziska nach seinem Sieg zum 2:1-Zwischenstand gefragt. „Nee“, antwortete er knapp und grinste. Düsseldorfs Manager Andreas Preuß wollte die Hoffnung zu diesem Zeitpunkt noch nicht aufgeben: „Im Tischtennis kann alles passieren“, sagte er am Hallen-Mikrofon.
Fan Zhendong erfüllte schließlich Franziskas Wunsch und tütete die Meisterschaft ein: Mit dem 3:2 gegen Jha war das Triple perfekt. „Ich bin unfassbar stolz auf die Mannschaft. Wir waren in allen Wettbewerben die Favoriten – aber es ist unglaublich eng. Wir haben es geschafft, mit diesem Druck umzugehen“, sagte Franziska. „Ich bin vor zehn Jahren nach Saarbrücken gewechselt. Hätte mir damals jemand gesagt, dass wir irgendwann das Triple gewinnen würden, hätte ich es nicht für möglich gehalten.“
Der Karlsruher Tischtennis-Bundesligist ASC Grünwettersbach war in dieser Spielzeit nicht in die Nähe des "Final 4" gekommen, hatte aber trotz sportlichem Abstieg Glück in diesem Jahr, dass Zweitliga-Meister TSV Windsbach auf seinen Aufstieg verzichtet - ist also in der kommenden Spielzeit wieder in der Ersten Liga.
Infos: Erstmals ist der Deutsche Meister in diesem Jahr im kompakten Final-Four-Format mit Halbfinals und Finale an einem Wochenende ermittelt worden. Auch die Fans nahmen das neue Austragungsformat begeistert an, rund 5.600 Interessierte strömten im Laufe des Wochenendes in die Süwag Energie ARENA. Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer waren extra aus China angereist, um Fan Zhendong live zu erleben.
Finale
1. FC Saarbrücken TT – Borussia Düsseldorf 3:1
Fan Zhendong – Dang Qiu 3:1 (11:5, 11:13, 12:10, 11:8)
Darko Jorgic – Kanak Jha 0:3 (7:11, 7:11, 7:11)
Patrick Franziska – Anton Källberg 3:1 (11:6, 11:6, 9:11, 11:6)
Fan Zhendong – Kanak Jha 3:2 (6:11, 11:6, 11:8, 9:11, 11:6)
Autor:Jo Wagner |
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