Mit Rückenwind nach Münster: KSC bereit für den Rückrundenstart
- Pressekonferenz
- Foto: KSC Screenshot
- hochgeladen von Jo Wagner
Karlsruhe. KSC. Mit 1.700 Blau-Weißen im Rücken geht der Karlsruher SC den Rückrundenstart mutig an. Am 18. Spieltag gastiert der KSC bei Preußen Münster – ein Auswärtsspiel mit ordentlich Atmosphäre und einem klaren Signal aus der Kabine: Die Mannschaft ist bereit.
Ganz sorgenfrei ist die Personallage allerdings nicht. Vor allem in der Innenverteidigung drückt der Schuh. „Wir haben auf der Innenverteidigerposition schon einen großen Aderlass aktuell“, sagt Cheftrainer Christian Eichner offen. Marcel Beifus fällt mit einer schweren Knieverletzung aus, Nicolai Rapp plagen Sprunggelenksprobleme, Christoph Kobald laboriert an einer Wadenzerrung. Immerhin: Mit Marcel Franke und Paul Scholl sei die Position „erstmal abgedeckt“. Und Eichner blickt nach vorn. Die Rückkehr von Louey Ben Farhat und Lilian Egloff bezeichnete er als „sehr schöne Nachricht“ – ein echter Hoffnungsschimmer zum Ende der Winterpause.
Im Trainingslager lag der Fokus klar auf Technik und Taktik. „Laufen können sie“, so Eichner mit einem Schmunzeln, doch durch die vielen Ausfälle sei vor allem Struktur gefragt gewesen. Eine Dreierkette am Samstag ist daher durchaus denkbar – allerdings nicht klassisch interpretiert. Vielmehr könnten auch Spieler zum Einsatz kommen, die eigentlich eher auf den Außenbahnen zu Hause sind.
Die Vorfreude auf den Pflichtspielstart ist im Team spürbar. Der positive Eindruck aus dem letzten Spiel vor Weihnachten soll mit ins neue Jahr genommen werden. Große Systemexperimente wird es wohl nicht geben, dafür war die Vorbereitung mit rund 14 Tagen zu kurz. Trotzdem habe die Mannschaft „fleißig gearbeitet“, wirkte frisch, spielfreudig und „im Kopf und in den Beinen zurückgekehrt“.
Mit Blick auf mögliche Nachverpflichtungen bleibt Eichner besonnen. „Gründlichkeit vor Schnelligkeit“ lautet sein Credo – ein Neuzugang müsse sofort helfen. Schon die Rückkehr der Verletzten bedeute einen deutlichen Qualitätszuwachs, auch wenn der Trainer mahnt: „Das allein garantiert keine Siege.“
Gegner Münster wird dabei keinesfalls unterschätzt. Eine spielstarke Mannschaft mit klarer Handschrift, „wo es Spaß macht, zuzuschauen“. Dennoch traut sich der KSC einiges zu. Unabhängig von Formation und Personal sollen Elemente aus dem starken Auftritt in Bochum wieder auf den Platz gebracht werden. „Dann traue ich uns schon zu, das Spiel erfolgreich zu bestreiten“, sagt Eichner – und ist überzeugt, dass genau dieses Selbstvertrauen auch in der Kabine angekommen ist.
Ob der KSC ähnlich schwungvoll in die Rückrunde startet wie in der Hinserie, werden die kommenden Wochen zeigen. Eichners Eindruck nach Trainingslager und Gesprächen ist jedenfalls eindeutig: Der KSC ist mehr als bereit. Jetzt gilt es, das auch unter Druck zu zeigen.
Von insgesamt 14 Duellen zwischen der Karlsruher SC und Preußen Münster konnte Karlsruhe 9 Spiele gewinnen, während Münster 1 Sieg verbuchen konnte!
Autor:Jo Wagner |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.