Karlsruher SC würdigt langjährigen Mannschaftsarzt
- Seit 25 Jahren ist Dr. Marcus Schweizer als Mannschaftsarzt für die Profis des Karlsruher SC im Einsatz.
- Foto: Anouar Touir
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Jubiläum. Beim Karlsruher SC steht am 1. Juli ein besonderes Dienstjubiläum im Blickpunkt: Mannschaftsarzt Dr. Marcus Schweizer ist seit 25 Jahren für die Profis des Vereins im Einsatz.
Der gebürtige Karlsruher begann seine Tätigkeit nach KSC-Angaben am 1. Juli 2001. Damals kehrte der Club nach einem Jahr in der Regionalliga in die Zweitklassigkeit zurück. Schweizer übernahm die Aufgabe zunächst an der Seite von Dr. Heinz-Walter Löhr, bevor er ab 2003 alleiniger Mannschaftsarzt wurde.
Vom Klinikalltag an den Adenauerring
Nach Vereinsangaben kam Schweizer über das Karlsruher St. Vincentius-Klinikum zum KSC. Der Orthopäde habe den Verein schon seit seiner Kindheit verfolgt und zudem selbst viele Jahre im Amateurfußball gespielt. Seine ersten Jahre beim KSC beschreibt der Arzt in der Vereinsmitteilung als eine Phase, in der er sich schrittweise in die besonderen Anforderungen der Arbeit im Profifußball eingearbeitet habe.
Prägendes Erlebnis im Wildpark
Als besonders einschneidend schildert die Mitteilung ein Bundesligaspiel des KSC gegen den 1. FC Köln in der Saison 2008/09. Damals brach Kölns Spieler Ümit Özat ohne Fremdeinwirkung auf dem Platz zusammen. Schweizer gehörte laut Verein zu den Ersten, die vor Ort Hilfe leisteten und die Wiederbelebung unterstützten. Özat überlebte den Herzstillstand.
Schweizer erinnert sich laut Mitteilung daran, dass der Vorfall dazu beigetragen habe, Defibrillatoren in Fußballstadien schneller zugänglich zu machen.
Medizinische Betreuung hat sich verändert
Nach Darstellung des KSC hat sich der medizinische Bereich in den vergangenen 25 Jahren deutlich weiterentwickelt. Während zu Beginn seiner Tätigkeit ein kleineres Team im Einsatz gewesen sei, arbeite die Abteilung heute deutlich spezialisierter. Auch der Schwerpunkt habe sich verändert: Neben der Behandlung von Verletzungen spiele die Prävention inzwischen eine größere Rolle.
Der 63-Jährige betreute beim KSC über die Jahre zahlreiche Profis. In der Vereinsmitteilung betont Schweizer vor allem die Bedeutung von Zusammenarbeit, Erfahrungsaustausch und Rückhalt im privaten Umfeld.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |