Karlsruher SC vor Pokalstart bei Preußen Münster
- Der Karlsruher SC startet im DFB-Pokal bei Preußen Münster.
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Karlsruhe. Der Karlsruher SC startet mit der Erstrundenpartie bei Preußen Münster in den DFB-Pokal. Nach Vereinsangaben wird das Spiel um 18 Uhr angepfiffen. Vor der Partie hat der KSC den Gegner aus Westfalen vorgestellt – mit Angaben zur Vereinsgeschichte, zum Trainerwechsel, zur Stadt und zum Stadion.
Preußen Münster mit neuem Trainer
Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga in der vergangenen Saison trennte sich Preußen Münster von Alois Schwartz, der früher auch beim KSC tätig war. Seit dieser Spielzeit steht Thomas Wörle als Cheftrainer an der Seitenlinie. Der 44-Jährige spielte unter anderem für den FC Augsburg, Kickers Offenbach und die SpVgg Greuther Fürth.
Nach seiner Spielerkarriere trainierte Wörle die Frauenmannschaft des FC Bayern München. Später wechselte er zum SSV Ulm 1846. Mit dem Verein schaffte er laut KSC den Aufstieg von der Viertklassigkeit bis in die 2. Bundesliga.
Verein wurde am 30. April gegründet
Preußen Münster wurde am 30. April von Schülern des heutigen Johann-Conrad-Gymnasiums unter dem Namen „FC Preußen“ gegründet. Der ursprüngliche Vereinsname hatte nach Angaben von Fußballhistorikern wohl patriotische Gründe. Münster war lange Hauptstadt der preußischen Provinz Westfalen.
Zu Beginn hatte der Verein keinen eigenen Platz. Gespielt wurde mit Sondergenehmigung auf einem Exerzierplatz der Armee an der Loddenheide. Das erste Spiel gegen den FC Osnabrück gewann Münster laut Vereinsdarstellung mit 5:0.
Stadtbild und Fußballgeschichte
Zu den bekannten Bauwerken der Stadt zählt der St.-Paulus-Dom. Die Kathedrale des Bistums Münster wurde auf dem Horsteberg an der münsterschen Aa errichtet und im Zweiten Weltkrieg durch Bombentreffer schwer beschädigt. Zusammen mit dem historischen Rathaus gilt der Dom als Wahrzeichen der Stadt.
In der Fußballgeschichte verweist der KSC zudem auf den sogenannten „100.000-Mark-Sturm“ von Preußen Münster. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte Josef Oevermann das Ziel, eine Spitzenmannschaft aufzubauen. Zu den bekannten Namen der damaligen Offensive gehörten Jupp Lammers, Rudi Schulz, Adi Preißler, Siegfried Rachuba und Felix „Fiffi“ Gerritzen.
LVM-Preußenstadion wird umgebaut
Seine Heimspiele trägt Preußen Münster im LVM-Preußenstadion an der Hammer Straße aus. Dort wurde der Verein Teil der deutschen Rundfunkgeschichte, als bei einem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld erstmals ein Radio-Livekommentator gesendet wurde. Aktuell umfasst die Kapazität des Stadions rund 14.000 Plätze. Nach Ende der Umbauarbeiten sollen über 19.000 Zuschauerinnen und Zuschauer im LVM-Preußenstadion Platz finden.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |