Karlsruher SC: Shio Fukuda spricht über seinen Weg
- Der Karlsruher SC hat ein Interview mit Shio Fukuda veröffentlicht.
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Karlsruhe. Shio Fukuda hat in einem vom Karlsruher SC veröffentlichten Interview über seinen Saisonstart, seine Entwicklung und seinen Weg aus einer japanischen Schulmannschaft in den deutschen Fußball gesprochen. Der KSC-Profi traf nach Vereinsangaben in seinen ersten beiden Einsätzen gegen Wolfsburg und Hannover. Nach vier Liga-Spielen steht der KSC laut Interview bei einem Sieg, einer Niederlage und zwei Unentschieden.
Fukuda sieht Entwicklung im eigenen Spiel
Den Saisonstart bewertet Fukuda als „in Ordnung“. Die Mannschaft habe die neue Spielweise gut aufgenommen, sagte er. Dass er mit seinen Toren helfen könne, freue ihn. Zugleich verwies Fukuda auf muskuläre Probleme, durch die er den Start zunächst verpasst habe. Während dieser Ausfallzeit habe er im individuellen Training daran gearbeitet, körperlicher zu spielen und sich besser gegen größere Verteidiger zu behaupten.
Warum er beim KSC geblieben ist
Nach seiner Leihe in der vergangenen Saison ist Fukuda seit dieser Spielzeit fest beim Karlsruher SC. Als Gründe nannte er vor allem Mannschaft, Trainerteam und Betreuerstab, die ihn auf und neben dem Platz unterstützten. Auch Karlsruhe passe zu seiner Persönlichkeit, weil er dort Dinge ruhig und gelassen angehen könne.
Von der Schulmannschaft nach Deutschland
Fukuda spielte nach eigenen Angaben bis zu seinem 19. Lebensjahr in einer Schulmannschaft. In Japan sei es nicht außergewöhnlich, in Schulmannschaften statt in Profiakademien Fußball zu spielen. Ein großes High-School-Turnier werde landesweit übertragen und sei dort sehr beliebt. Über gute Leistungen in diesem Rahmen habe er Aufmerksamkeit in Medienberichten und in sozialen Netzwerken erhalten. Zum Abschluss seiner High-School-Zeit wechselte Fukuda zu Borussia Mönchengladbach. Die Anfangszeit in Deutschland beschrieb er als große Umstellung. Neue Kultur, ungewohnte Umgebung und eine fremde Sprache seien Herausforderungen gewesen; zeitweise habe er sich einsam gefühlt. Unterstützung aus seinem Umfeld habe ihm dabei geholfen, inzwischen sei er in Deutschland angekommen.
Sprache, Aufmerksamkeit und Pokalspiel
Fukuda erklärte, er liebe Fußball und empfinde unabhängig vom Gegner Freude an den Spielen. Dass er die Sprache noch nicht perfekt verstehe, sei wegen der Unterstützung seiner Mitspieler kein großes Problem. Deutsch lerne er nach eigenen Angaben Schritt für Schritt; als Lieblingsworte nannte er „Schade Marmelade“. Sein Weg werde auch in Japan verfolgt. Mehrmals pro Saison kämen japanische Journalisten zu KSC-Spielen, um über seine Entwicklung zu berichten. Fukuda sagte, das Interesse motiviere ihn, weiter fleißig zu trainieren und erfolgreich zu sein. Außerdem freue es ihn, den KSC in Japan bekannter machen zu können.
Ende Oktober kommt es im DFB-Pokal zum Wiedersehen mit Borussia Mönchengladbach, seiner ersten Station in Deutschland. Fukuda bezeichnete das Los als „toll“ und sagte, er wolle zeigen, warum er zum KSC gekommen sei und wie er sich weiterentwickelt habe. Er werde sein Bestes geben, um Tore zu schießen und dem KSC zum Sieg zu verhelfen. red/est
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |