Karlsruher SC vor Heimspiel: Was Energie Cottbus prägt
- Der Karlsruher SC blickt vor dem Heimspiel auf Energie Cottbus.
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Karlsruhe. Vor dem Heimspiel am 5. Spieltag gegen Energie Cottbus hat der Karlsruher SC den Blick auf den Gegner aus der Lausitz gerichtet. Der Verein ist nach zwölf Jahren zurück in der 2. Bundesliga. In der Vorstellung des KSC geht es unter anderem um Trainer Claus-Dieter Wollitz, die Herkunft des Vereinsnamens, sportliche Höhen und Tiefen sowie soziales Engagement.
Wollitz zum dritten Mal Cheftrainer
Claus-Dieter Wollitz ist seit der Saison 2021/22 zum dritten Mal Cheftrainer von Energie Cottbus. Mit mehr als 400 Pflichtspielen an der Seitenlinie ist er Rekordtrainer der Rot-Weißen. Seine Trainerlaufbahn begann 2002 beim KFC Uerdingen 05, für den er zuvor bereits als Spieler aktiv gewesen war.
Später arbeitete Wollitz zweimal beim VfL Osnabrück sowie jeweils beim FC Viktoria Köln und beim 1. FC Magdeburg. Bei seiner Rückkehr nach Osnabrück übernahm er zusätzlich die Aufgabe des Sportdirektors. Bekannt wurde der seit seiner Kindheit „Pele“ genannte Trainer durch einen emotionalen Führungsstil. Nach einer Wutrede im Anschluss an seinen zweiten Rücktritt beim VfL im Jahr 2013 wurde er wiederholt als „Kulttrainer“ bezeichnet.
Nach seiner Rückkehr zu Energie Cottbus führte Wollitz die Mannschaft zunächst in die dritte Liga. Kurz danach teilte der Verein mit, Wollitz werde als Trainer aufhören und die Funktion des sportlichen Leiters übernehmen. Laut KSC-Darstellung übernahm er entgegen dieser Ankündigung beide Aufgaben und führte Cottbus nach zwölf Jahren zurück in die 2. Bundesliga.
Name geht auf Leserwettbewerb zurück
Der Verein wurde 1963 als SC Cottbus gegründet und drei Jahre später in die Betriebssportgemeinschaft Energie Cottbus umformiert. Mit der Wiedervereinigung 1990 wurde die BSG aufgelöst, der Verein erhielt den Namen FC Energie Cottbus.
Der Namensbestandteil „Energie“ geht auf Bodo Krautz zurück. Er war einer von 450 Sportinteressierten aus der Lausitz, die an einem Leserwettbewerb der Lausitzer Rundschau zur Namensfindung teilnahmen. Der Name soll nach Vereinsdarstellung für die Identität des Klubs stehen und eine positive Wirkung haben.
Zwischen Bundesliga und Regionalliga
Die Rückkehr in die 2. Bundesliga folgte auf mehrere sportlich wechselhafte Jahre. Vor drei Jahren spielte Cottbus noch in der Regionalliga Nordost. Der Abstieg in die vierthöchste Spielklasse im Jahr 2016 wird in der KSC-Vorstellung als Tiefpunkt der jüngeren Vereinsgeschichte beschrieben.
Der direkte Wiederaufstieg gelang zunächst nicht. Zwei Jahre später kehrte Cottbus in die dritte Liga zurück, verpasste dort jedoch den Klassenerhalt und musste erneut in die Regionalliga. Dort blieb der Verein für die folgenden fünf Jahre. 2024 gelang wieder der Aufstieg in die Drittklassigkeit, nun spielt Energie Cottbus in der 2. Bundesliga.
Sportlich erfolgreichere Phasen erlebte der Verein zuvor in der Bundesliga. Von 2000 bis 2003 sowie von 2006 bis 2009 war Cottbus in der höchsten Spielklasse vertreten.
DFB-Pokalfinale als größter Erfolg
Als größter Erfolg der Vereinsgeschichte gilt der Einzug ins DFB-Pokalfinale 1997. Der damalige Regionalligist besiegte auf dem Weg nach Berlin unter anderem den VfL Wolfsburg mit 1:0 sowie den MSV Duisburg und den FC St. Pauli jeweils mit 5:4 im Elfmeterschießen.
Im Halbfinale setzte sich Cottbus im Schneetreiben mit 3:0 gegen den Karlsruher SC durch. Im Endspiel am 14. Juni traf Energie Cottbus auf den VfB Stuttgart. Der VfB gewann durch zwei Tore von Giovane Élber mit 2:0. In derselben Saison gelang Cottbus der Aufstieg in die 2. Bundesliga.
Soziales Engagement in Cottbus
In der KSC-Vorstellung wird außerdem auf das soziale Engagement des FC Energie Cottbus verwiesen. Der Verein veranstaltete demnach ein Fußballcamp für Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren, die akut von Armut und großer Benachteiligung betroffen waren und Interesse am Fußball hatten.
Die Kinder erhielten dabei unter Anleitung des Trainer- und Funktionsteams, Verantwortlicher aus dem Nachwuchsleistungszentrum sowie Spielern der ersten Mannschaft Einblicke in den Verein. Lokale Partner wie das SOS-Kinderdorf unterstützten das soziale Engagement.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |