Aufsteiger beim Karlsruher SC: Cottbus sucht mehr Fokus
- Claus-Dieter Wollitz von Energie Cottbus will nun auch in Karlsruhe punkten. (Archivbild)
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Karlsruhe. Für Fans des Karlsruher SC steht am Sonntag ein Heimspiel gegen einen Aufsteiger an, der trotz vieler Gegentore vor allem über seine Offensive sprechen will. Energie Cottbus tritt am Sonntag, 13. September, um 13.30 Uhr beim KSC an.
Wollitz verteidigt die Spielweise
Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz sieht seine Mannschaft nach der Aufholjagd in Wolfsburg auf einem Weg, den sie in der neuen Liga weiter verbessern soll. Dass nach seinen Worten vor allem die zwölf Gegentore im Mittelpunkt stehen, hält er für falsch. „Wir haben uns in den Spielen so viele Möglichkeiten erarbeitet, werden aber nur auf die zwölf Gegentore angesprochen. Das ist lächerlich“, sagte der 61-Jährige vor der Partie in Karlsruhe.
Der Trainer verwies auf die Offensivwerte seines Teams. Gegen Augsburg, den ungeschlagenen Tabellenführer der Bundesliga, habe Cottbus mehr Torabschlüsse gehabt. Auch gegen Fürth sah Wollitz seine Mannschaft nach vorn gefährlich. Ergebnisse brachten diese Eindrücke aber nicht. Im Pokal und in der Liga gab es Niederlagen gegen die beiden süddeutschen Gegner.
Fokus auf weniger individuelle Fehler
Beim KSC hofft Wollitz vor allem auf mehr Konzentration in entscheidenden Momenten. Viele Gegentore seien aus individuellen Fehlern entstanden. Unter der Woche wollte er deshalb „eine andere Konzentration und ein anderes Spannungsfeld“ für seine Profis aufbauen. Der Trainer hatte nach eigener Einschätzung erwartet, dass seine Spieler in diesem Prozess schon weiter seien.
Transferfenster sorgt für mehr Lockerheit
In Wolfsburg habe Wollitz bereits eine andere Grundstimmung erkannt. Nach dem Ende des Transferfensters sei bei einigen Spielern die Selbstsicherheit gestiegen. Energie holte mit dem jungen Dmytro Bogdanov von Union Berlin nur einen neuen Spieler. Wollitz sagte, man habe eine „andere Lockerheit gespürt“. Das sei nachvollziehbar, weil neue Konkurrenz weitgehend ausblieb.
Für Cottbus bleibt der Klassenerhalt das große Ziel. Wollitz betonte zugleich die Bedeutung des Mannschaftsgefüges, das in den vergangenen Jahren ein wichtiger Faktor für den Erfolg gewesen sei. Sollte Energie nach 34 Spieltagen über dem Strich stehen, wäre das für ihn „die Sensation der Sensationen“. Für den KSC bedeutet das Heimspiel damit auch ein Duell gegen einen Aufsteiger, der seine mutige Spielweise stabilisieren will. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |