Abwehrsorgen beim KSC: Nürnberg-Spiel wird zum Prüfstein
- Zuletzt fehleranfällig: Christoph Kobald (r) und die KSC-Abwehr. (Archivbild)
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Karlsruhe. Für die Fans des Karlsruher SC wird das Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg am Samstag, 19. September, zum frühen Stimmungstest im Wildpark. Nach nur fünf Punkten aus fünf Partien und bereits elf Gegentoren ist die Euphorie um Neu-Trainer Maximilian Senft zunächst verflogen. Anstoß ist um 13 Uhr, übertragen wird die Partie bei Sky.
Defensive Fehler setzen KSC unter Druck
Das größte Problem bleibt die anfällige Abwehr. Senft sagte vor dem Spiel, man habe in dieser Trainingswoche den „Finger in die Wunde gelegt“. Das sei notwendig, „damit Entwicklung passiert“. Auch Torwart Hans Christian Bernat, sonst ein starker Rückhalt, leistete sich zuletzt auffällige Patzer, besonders beim 2:5 gegen Wolfsburg.
Beim jüngsten 0:3 gegen Energie Cottbus waren es Innenverteidiger Christoph Kobald und Flügelspieler Noel Eichinger, die mit Fehlpässen den Gegner zu Toren einluden. Der vom FC Bayern verpflichtete Deniz Ofli zeigt spielerisch gute Ansätze, muss defensiv aber noch zulegen. Die Spieler hätten sich das Thema „sehr zu Herzen genommen“, sagte Senft. Entscheidend werde aber der Samstag: „Am Ende des Tages wird die Wahrheit dann am Platz liegen.“
Ausfälle treffen den KSC in wichtigen Zweikämpfen
Senft fordert nach Ballverlusten mehr gemeinsame Arbeit gegen den Ball. Alle Spieler müssten zurücksprinten und Verantwortung übernehmen. Erschwert wird die Aufgabe durch personelle Probleme. Stürmer Moritz Broschinski fällt nach einer Operation am Sprunggelenk mehrere Monate aus. Auch der erfahrene Rechtsverteidiger Sebastian Jung fehlt. Senft nannte beide „zwei unserer besten Zweikämpfer“.
Systemfrage bleibt vor Nürnberg offen
Ob Senft wie sein Vorgänger Christian Eichner auf eine Dreierkette umstellt, ließ er offen. Das System spiele eine „untergeordnete Rolle“, sagte der 37-Jährige. Wichtiger sei seine Grundidee: intensiver Fußball im Kollektiv. Vor erwarteten 30.000 Zuschauern im Wildpark wird das gegen den Tabellenzweiten besonders anspruchsvoll.
Nürnberg kommt als Mannschaft der Stunde
Senft bezeichnete den von Miroslav Klose trainierten 1. FC Nürnberg als „Mannschaft der Stunde“. Die Franken haben 13 Punkte gesammelt und liegen nur hinter Hertha BSC. Besonders Mohamed Ali Zoma ist mit fünf Treffern gefährlich.
Für den dringend benötigten zweiten Heimsieg nach dem 2:1 zum Auftakt gegen Bielefeld muss der KSC auch im Angriff klarer werden. Louey Ben Farhat und Shio Fukudu vergaben zuletzt gute Chancen. Kapitän Marvin Wanitzek brachte die Lage nach dem 0:3 gegen Cottbus auf den Punkt: „Da, wo heute abgerechnet wurde, waren wir dann auch nicht gut genug.“ dpa/red
Autor:Fußball im Südwesten: Vereinsnachrichten & Ergebnisse aus Kaiserslautern |