2 zu 1 in Karlsruhe: KSC mit Heimsieg über Schalke
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Karlsruhe. KSC. Spitzenspiel im Karlsruher Wildparkstadion am Samstag, 1. November 2025, natürlich wieder vor ausverkauftem Haus mit über 33.000 Zuschauern. Tabellenführer Schalke 04 im Wildpark, bei bestem Fußballwetter im Herbst, trocken, 15 Grad.
Aktuell machen sich die Fans warm; der KSC in blauem Dress, Schalke ganz in Orange.
Das Spiel
Die Aufstellung ist da: Keine Überraschung, KSC-Trainer Eichner ändert sein Team: Die Mannschaft des KSC sieht heute leicht anders aus, denn im Sturm fällt Egloff aus - und Müller (machte den frühen Fehler in Gladbach) fehlt auch, sitzt auf der Bank.
Im Tor steht Bernat, in der Abwehr sind Kobald, Rapp und Beifus, dazu Pinto Pedrosa und Herold – im Mittelfeld Burnic und Wanitzek – und vorne sollen Förster, Simic und Schleusener die Kisten machen.
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Geniale Karlsruher Choreo
Die Schalker gehen vor ihren Block, die Karlsruher vor ihren
Schalke hat Anstoß, Schiri Max Burda aus Berlin gibt das Spiel frei.
1. Ball zurück zu Karius, der schlägt ihn weit nach rechts vorne.
KSC geht links, Foul, Gelbe Karte für Ayhan, derSchleuse über die Klinge springen lässt, 30 Meter vor dem Schalke Tor, langer Ball von Wanitzek auf Schkeuse, doch der steht in der Mitte im Abseits
2. Wieder ein Foul von Schalke, diesmal am KSC-Strafraum; die langen hier gleich heftig hin!
4. Minute, wieder Foul Schalke, rechts, langer Ball kommt rein, Abseits - oder doch Elfer?
8. Der VAR checkt das - drei lange Minuten lang! kein Elfer, doch Abseits!
Das Spiel ist - drücken wir es mal freundlich aus - aktuell recht robust! Der KSC hat sich der "Körperlichkeit" angepasst.
10. erste Ecke Schalke, von rechts, kommt lang, da steht keiner beim Schalker Stürmer, der aber deutlich drüberhält aus 8 Metern
14. Schalke hat aktuell etwas mehr vom Spiel, hat schon 2 Ecken, spielt dazu körperbetonter, der KSC muss ordentlich dagegenhalten.
Zuchauer werfen Tennisbälle Richtung Schalke-Spieler an der Eckfahne, Ermahnung von Stadionsprecher
Der Ball kommt zentral, wird geköpft., doch KSC-Verteidiger klärt zur nächsten Ecke
17. Die kommt lang, doch der KSC-Verteidiger klärt, wird aber vom Schalker Stürmer dabei gefoult
20. Das hätte eine Chance für den KSC sein können, doch der Ball von Förster auf den zentralen Schleuse im 16er, doch der steht leider im Abseits
Halbzeit 0 zu 0
ein verdientes 0 zu 0!
Das Spiel des KSC wird immer wieder im Aufbau gestört, mitunter auch rustikal. Der KSC muss oft den Weg über den eigenen Keeper suchen, weil Schalke sehr früh mit allen Spielern attackiert – und so kommt der KSC kaum spielerisch in die Spitze, wenn, dann nur mit langen Bällen, die aber zu oft zu ungenau sind.
36. In der 36. Minute war die erste KSC-Chance da, als Wanitzek einen langen Pass von Kobald bekommt, noch 2, 3 Meter lief – und am 16er abziehen wollte, doch die Schalker haben sich mit Mann & Maus dazwischengeworfen!
40. Dann zweimal Dusel für den KSC, als in der 40. Minute nach der 4. Ecke ein Schalker alleine im 5er hochsteigt, Keeper Bernat schon geschlagen ist, doch Pinto Pedrosa auf der Linie klärt, und nur eine Minute später als Bernat im 1 gegen 1 den Schuss von Karaman mit einer tollen Parade im 16er klärt!
45. In der Nachspielzeit hätte Schleuse dann nach einem langen Ball das 1 zu 0 machen können, doch Karius, der Schalker Keeper klärte mit einem Reflex!
2. Halbzeit
46. Wechsel KSC, Franke kommt, Burnic bleibt draußen
Schalke macht weiter, geht früh drauf!
Der KSC nach hinten gedrängt!
66. Nach der 5. Ecke für Schalke gab es dann nach einem Halten von Franke im Strafraum in der 66. Minute einen Elfer für die Gäste
Gelb für Franke
0 zu 1, Karaman links neben den Pfosten, keine Chance für den KSC-Keeper
67. Wechsel KSC; Opitz für Simic
69. Förster nagelt das Ding an den Pfosten, doch vorher leider Abseits
72. Schalke spielt schon jetzt auf Zeit, braucht ewig für Einwürfe und geht bei jedem Kontakt theatralisch zu Boden
in der 76. der verdiente Ausgleich nach der zweiten Ecke des KSC: Die Kugel kam mustergültig rein, Beifus kommt frei im 5er an den Ball, köpft wuchtig ein! 1 zu 1
Schalke schaltete zwar sofort wieder um, ging früh drauf – aber jetzt war es auch spielerisch ein Topspiel, denn der KSC hielt mit
73. Wechsel KSC: Fukuda kommt für Rapp
Schalke geht früher drauf, der KSC hält aber dagegen - jetzt auch spielerisch!
84. Schleuse langt hin: Gelbe Karte
86. Herolf kassiert Gelb, er unterbindet einen Konter
5 Minuten Nachspielzeit
Solche Fehler wie in der 89. darf man sich nicht erlauben, als im Spielaufbau die Kugel im eigenen 16er hergeschenkt wurde – zum Glück ohne Folgen! Der Schalker schießt frei drüber!
Doch dann wieder der KSC; Konter Opitz, blitzschnell geht der, lässt seinen Gegenspieler stehen, legt die Kugel auch an Keeper Karius vorbei, doch die trudelt auch am langen Pfosten vorbei. Was für eine Chance.
94. Doch der KSC blieb weiter dran, langer Ball von links von Kobald kommt zu Schleuse – und der spitzelt ihn im 5er am Schalker Keeper vorbei! Gefüjlt geht das Ding in Zeitlupe rein!
2 zu 1!
Der Wildpark ein Tollhaus!
95. Wechsel: Scholl kommt für Schleuse! Standing Ovations
98. Noch eine Ecke für Schalke - Bernat fängt ... und dann
Abpfiff
Ein erkämpfter – und auch (glücklich-)verdienter Heimsieg des KSC über den Tabellenführer!
Fazit
Ein erkämpfter aber völlig verdienter glücklicher Heimsieg des KSC über Tabellenführer Schalke 04! Schalke machte früh Druck und bestimmte das Spiel, doch der KSC hielt engagiert dagegen! Nach dem 0 zu 0 in der Pause ging es in der 2. Halbzeit in die Vollen: Erst konnte Schalke per Elfer in Führung gehen, doch der KSC machte Druck konnte nach einer Ecke durch Beifus schnell ausgleichen – und machte weiter Druck im Topspiel! In der Nachspielzeit dann der Siegtreffer für den KSC – von links kommt ein langer Ball von Kobald zu Schleusener – und der spitzelt die Kugel über die Linie zum 2 zu 1!
Stimmen zum Spiel
"Etwas chaotische erste Minuten", so Schalke-Trainer Miron Muslic, "dann aber haben wir das Spiel kontrolliert, haben kaum Chancen zugelassen. Kommen zur Führung, bekommen aber nach einer Ecke den Ausgleich. Ein Gamechanger! Ein Glücklicher Sieg für den KSC durch ein Tor in der Nachspielzeit, das müssen wir besser verteidigen." Schalke habe richtihg stark gespielt, wenn man nun aber ohne Punkte die Rückreise antrete. Vor zwei Wochen, beim Spiel des KSC gegen Lautern hätte es mit dem KSC nur einen Sieger geben dürfen, doch Lautern punktete in der Nachspielzeit, doch heute sei es der KSC gewesen, der einen "Lucky Punch" zum Sieg brauchte.
"Es war ein kompliziertes Spiel für mein Team", so KSC-Trainer Christian Eichner: "Gegen Schalke aktuell zu spielen ist echt schwer. Der Gegner stand heute extrem hoch, doch 2, 3 lange Bälle, die ankommen, hätten ausgereicht, die Führung zu machen." Die Wechsel hätten dem KSC heute gut getan, zudem habe sein Team heute einen Schritt nach vorne gemacht. "Ohne Standards geht das Spiel vielleicht 0 zu 0 aus." Großteils sei es ein Spiel gewesen, "zwischen den beiden Endzonen, ohne Mittelfeld, aber ein unfassbar wertvoller Sieg!" Der Sieg sei wertvoll für die Kabine, für den Kader, den Verein, "doch es hätte auch ein Sieg für Schalke sein können. Der Elfer sei diskussionswürdig - und Schleusener ein wichtiger Faktor in der Mannschaft! Dreier brauche es indes, um in der Tabelle Sprünge machen zu können, "um sich auch festknabbern zu können im ersten Drittel der Tabelle."
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Vorbericht
KSC-Trainer Christian Eichner kann jedoch nicht auf den gewohnten Kader dabei zurückgreifen, sondern muss umstellen. Burnic und Franke sind zurück im Kader, Egloff fällt aber aus. „Alle anderen haben das Pokalspiel in Anbetracht der Tatsache, dass es auch ein intensives Spiel war, sehr gut überstanden, stehen für dieses Spiel zu Hause, auf das wir uns sehr freuen, zur Verfügung.“
Der Ausfall von Egloff schmerze, da er sich weiterentwickelt habe, sich dazu zu einem „absoluten Unterschiedsspieler“ entwickelt habe. Jetzt gelte es, dies zu kompensieren, auch wenn der KSC gerade auf dieser Position „nicht in Hülle und Fülle bestückt“ sei. Kreative Lösungen seien für den Trainerstab und das Team daher gefordert; zu schauen, was der eigenen Mannschaft guttue – und was dem Gegner nicht so gut dabei tue. Doch das sei im Verlauf einer Saison etwas normales, „trotzdem werden wir eine sehr gute Mannschaft auf dem Feld haben, die in der Lage sein wird, das Heimspiel zu gewinnen“, so Eichner.
Zum Gegner
Schalke 04, das könne man drehen und wenden, wie man wolle, das sei nach wie vor auch für KSC-Trainer Eichner ein sehr klangvoller Name, auch wenn das Team in der Zweiten Liga bislang etwas Zeit gebraucht habe. Doch wer den Wildpark kenne, werde wissen, dass es im Spiel gegen Schalke aus sportlicher Sicht brennen werde. „Doch dazu müssen wir einiges beitragen. Ich hoffe, dass die Mannschaft so viel Gier mitbringt, so viel Griffigkeit und Galligkeit, dass wir es schaffen, den zweiten Sieg in Folge zu landen.“ Denn nur, wenn man regelmäßig punkte, beiße man sich in der Tabelle im aktuellen Bereich auch fest – aber dazu müsse man auch seine Heimspiele gewinnen!
Besonders müsse der KSC am Samstag mit Tempo von der ersten Minute an spielen, auch im Kopf, das bemängelte Eichner auch im Rückblick auf das Pokalspiel: „Das Tempo im Kopf war nicht auf jeder Position in ersten 10, 15 Minuten da.“ Da gelte es, mit jedem Spieler das Thema positiv zu bearbeiten; da müsse man Dinge immer wieder angehen, schließlich beeinflusse der Kopf auch die Beine.
Bilanz
Von der ersten Minute an hellwach zu sein, sei gerade im Spiel gegen Schalke, das die vergangenen fünf Ligaspiele siegreich bestritten hat, wichtig. Der KSC hat gegen Schalke jedoch bei 55 Partien (Deutsche Meisterschaft, Bundesliga, 2. Liga, DFB-Pokal und Liga-Pokal) bisher mit 16/19/20 und 66:79 Toren keine positive Bilanz. Zwar hat Schalke im Pokal am Mittwoch deutlich in Darmstadt verloren, doch der KSC stelle sich auf einen Gegner ein, der „eine enorme Zweikampfschärfe“ aufs Feld bringe! Doch der KSC sei auch einen ordentlichen Weg in der Saison bisher gegangen ist, wolle am Samstag versuchen, den Abstand nach vorne weiter zu verringern, und näher ranzukommen an Schalke 04. Eichner erwarte daher ein Spiel auf Augenhöhe, bei der seinem Team die Pokalniederlage nicht mehr in den Kleidern stecke – auch wenn am Samstag zwei Teams aufeinandertreffen, die eine „Enttäuschung hatten in der Mitte der Woche“.
Der Schalker Blick
Schalke sei im Pokal verdient ausgeschieden, „weil wir es nicht geschafft haben, das, was uns in den letzten Wochen und Monaten so stark machte und auszeichnete, als Kollektiv aufzutreten“, so Schalke-Trainer Miron Muslic, auf der Pressekonferenz vor dem Spiel, die allerdings nicht in Gelsenkirchen, sondern auch im Karlsruher Wildpark stattfand. Die Gelsenkirchener sind nach dem Pokalspiel nicht nachhause, sondern nach dem Spiel nach Karlsruhe weitergereist, bereiten sich in der Sportschule und in einem Karlsruher Hotel vor.
Schalke sei zwar mehr gelaufen als Darmstadt, sei intensiv aufgetreten, habe auch deutlich mehr „Highspeed Runs“ gemacht, doch „wir haben es einfach nicht geschafft, dass wir an 100 Prozent kommen.“ Die nächste Gelegenheit, dies zu zeigen, sei aber am Samstag, „darauf haben wir uns vorbereitet“. Schließlich sei der KSC „die nächste Topmannschaft, die uns erwartet, eine Mannschaft mit klaren Abläufen, mit klarer Struktur“, so Muslic, „die im letzten Heimspiel unglücklich gegen Kaiserslautern verloren habe.
Der KSC sei damals dominant gewesen, sehr offensiv, hatte unglaublich viele Tormöglichkeiten – und Kaiserlautern habe dann den „Lucky Punch“ gehabt in der 92. Minute. Zudem habe sich der KSC auch im Pokalspiel nie aufgegeben – es sei eine Mannschaft, „die uns alles abverlangen wird!“ Deshalb müsse sein Team wieder voll da sein, in allen Phasen wieder an die Leistungsgrenze kommen!
Autor:Jo Wagner |
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