Hitze im Büro: Mit diesen Kühl-Tricks bleibt Arbeiten erträglich
- Tipps zum Kühlen im Büro und Homeoffice bei Hitzewelle.
- Foto: IONOS SE/ CHRISTOF MATTES
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Hitze im Büro. Wer bei Temperaturen bis 40 Grad arbeiten muss, bekommt mit ein paar einfachen Regeln oft schneller Erleichterung als mit ständigem „Mehr kühlen“, weil Wärmequellen reduziert und Luftströme klug genutzt werden.
Die Hinweise stammen vom Cloud- und Hosting-Anbieter IONOS SE, der in seinen Rechenzentren täglich mit Abwärme und Kühlung umgehen muss. Dort laufen tausende Server rund um die Uhr, und eine stabile Temperaturführung entscheidet über Zuverlässigkeit. Das Prinzip lässt sich auf Büro und Homeoffice übertragen, ohne dass dafür eine Klimaanlage nötig ist.
Im Alltag geht es dabei vor allem um drei Stellschrauben: warme und kühle Luft voneinander trennen, Kälte gezielt dorthin bringen, wo sie gebraucht wird, und zusätzliche Wärme im Raum vermeiden.
Die wichtigsten Kühl-Regeln aus dem Rechenzentrum für Büro und Homeoffice
- Warme und kühle Luft trennen. In Rechenzentren werden Luftströme so geführt, dass sich kalte Zuluft und warme Abluft nicht vermischen. Im Büro hilft das, indem Türen zu kühleren Räumen geschlossen bleiben, Sonneneinstrahlung konsequent abgeschirmt wird und Ventilatoren so stehen, dass keine warme Luft zurück in den Arbeitsbereich gedrückt wird.
- Gezielt kühlen statt den ganzen Raum. Im Rechenzentrum kommt die Kälte direkt an die Hardware. Übertragen auf den Arbeitsplatz bedeutet das: Ein Ventilator am Schreibtisch kann wirksamer sein als der Versuch, das gesamte Zimmer herunterzukühlen.
- Kühle Außenluft nutzen. Freiluftkühlung ist in Rechenzentren ein Effizienzhebel. Praktisch heißt das: morgens früh und nachts lüften, tagsüber Fenster geschlossen halten, damit die Hitze möglichst lange draußen bleibt.
- Sonnenwärme gar nicht erst reinlassen. Rechenzentren sind so gebaut, dass möglichst wenig Wärme eindringt. Im Büro sind geschlossene Jalousien auf der Sonnenseite und ein verschatteter Arbeitsplatz oft der einfachste, aber spürbare Schritt.
- Wärmequellen abschalten. Jede laufende Technik wird zur zusätzlichen Wärmequelle. Daher lohnt es sich, Monitore, Drucker, Ladegeräte und Stand-by-Geräte konsequent auszuschalten und alte Leuchtmittel durch LED zu ersetzen.
- Regeln festlegen, bevor die Hitze kommt. In Rechenzentren gibt es feste Abläufe für Extremtage. In Betrieben kann das ähnlich funktionieren, indem Lüftungszeiten, Verschattungsregeln und ein einfaches Gerätemanagement vorab geklärt werden, statt erst während der nächsten Hitzewelle zu improvisieren.
Hilfreich ist vor allem der Perspektivwechsel: Nicht „so kalt wie möglich“ macht das Arbeiten erträglicher, sondern möglichst wenig neue Wärme in den Raum lassen und vorhandene Kühle am richtigen Ort halten.
Autor:Meike Jakob aus Landau |