Umbau der Durlacher Turmbergbahn geht voran
- Das war einmal die Talstation der Turmbergbahn
- Foto: Nicolas Lutterbach/KVV
- hochgeladen von Jo Wagner
Karlsruhe. Durlach. Die meisten Bäume auf dem freigelassenen Streifen der Bergbahnstraße sind weg, die alte Talstation ist ein Schuttberg, der ehemalige "Vereinskeller" an der Ecke Gymnasium-/Grötzinger Straße ist ausgeräumt, die Bergstation ist an der Seite der Turmbergterrasse entfernt, das direkt danebenliegende Häuschen abgerissen, die Gleiskörper der alten Trasse sind entfernt: Jetzt gehen die Baumaßnahmen an der Turmbergbahn in nächste Phase; es nach Pfingsten werden Versorgungsleitungen im Bereich der neuen Talstation (um)gelegt.
Dafür wird der Bereich der Gymnasium-/Grötzinger Straße (Bundesstraße B3) und Bergbahnstraße betroffen sein, denn die neue Bahntrasse läuft bis zur B3 runter:
- Die erste Bauphase beginnt am 1. Juni und dauert voraussichtlich bis Freitag, 3. Juli - Halteverbotsschilder stehen schon eine Weile. Hier finden Arbeiten im Bereich der Bergbahnstraße und „Am Steinbruch“ statt.
- Die zweite Bauphase wird voraussichtlich am Montag, 17. August, starten und soll bis Freitag, 9. Oktober, abgeschlossen sein. In der zweiten Phase liegt das Baufeld dann im Bereich der Bundesstraße B3 und der Bergbahnstraße.
Während der Arbeiten kommt es in den genannten Bereichn zu entsprechenden Einschränkungen für den Individualverkehr - Umleitungen werden eingerichtet! Betroffene Anwohner, innen und außen, werden, so die Verkehrsbetriebe von der ausführenden Baufirma gesondert über die Auswirkungen der Arbeiten (auch kurzfristige Trennung von der Gas- oder Wasserversorgung) informiert.
Verkehrliche Auswirkungen
Die Zu- und Abfahrt über die Bergbahnstraße ist ab dem 1. Juni für den Pkw-Verkehr eingeschränkt und im Laufe der Arbeiten nicht mehr möglich - Umleitung ist eingerichtet! Betroffene Gebäude bleiben in diesem Bereich jedoch fußläufig jederzeit erreichbar. "Es lässt sich jedoch nicht vermeiden, dass die Pkw-Zufahrt zu einzelnen Grundstücken zeitweise nicht möglich sein wird", schreiben die "Verkehrsbetriebe Karlsruhe". Dazu: Um eine dauerhafte Wendemöglichkeit für Verkehrsteilnehmer in der Bergbahnstraße
zu gewährleisten, ist auf Höhe der Hausnummer 4 eine Kopfwendestelle für Pkw und Lkw sowie für den Fuß- und Radverkehr bereits eingerichtet. Infos für Anwohner: Die Müllabholung in diesem Bereich wird durch das „Team Sauberes Karlsruhe“ (TSK) entsprechend organisiert.
Weitere Baumaßnahmen in Durlach starten in den Sommerferien
Behinderungen für ÖPNV, Radler, Pkw und Fußgänger: Parallel zu der geschilderten Maßnahme setzen die VBK ab dem 17. August umfangreiche Gleisbauamaßnahmen in Durlach um. Zudem finden in den Sommerferien und im Herbst weitere Infrastrukturarbeiten in der ehemaligen Markgrafenresidenz statt. Unter anderem nutzt das städtische Tiefbauamt die Baumaßnahmen der VBK, um auch die Fahrbahndecke im Bereich der Grötzinger/Gymnasiumstraße (Bundesstraße B3) zu erneuern. Der Individualverkehr muss großräumig Umleitungen (bis fast nach Grötzingen oder nach Aue) fahren, da der "Durlacher Stachus" dicht ist, Radler und Fußgängerströme werden umgeleitet - und die Straßenbahnlinien 1 und 2 fahren nicht mehr zu ihren gewohnten Zielen nach Durlach/Turmberg und Wolfartsweier. Das bringt aber ein weiteres Problem mit sich!
Keine Barrierefreiheit beim Schienenersatzverkehr
Die Linie 1 fährt zum Beispiel in den Durlacher Bahnhof: Problem dabei: Die Haltestelle ist nicht barrierefrei; Fahrgäste, die beeinträchtigt sind; Senioren, Menschen im ROllstuhl, mit Rollatoren oder Kinderwägen müssten Treppen steigen, um zum Schienenersatzverkehr (SEV) zu kommen. Ein eigenständiger "SEV" ist bislang nicht geplant, sondern lediglich eine "Verstärkung" der regulären Buslinie 31 vom Bahnhof Durlach bis Durlach/Turmberg (Bus fährt danach in die Waldstadt weiter), die aber in einem schlechteren Takt als die Straßenbahnlinie 1 (10 Minuten) fährt, nicht so lange wie die Straßenbahn und dazu die Menge der Menschen aus einer Straßenbahn in Doppeltraktion (zwei aneinandergehängte Züge) wohl kaum aufnehmen kann.
Infos: Über die Auswirkungen der verschiedenen Baumaßnamen auf den ÖPNV und den Individualverkehr wollen die Verkehrsbetriebe noch ausführlicher informieren.
Autor:Jo Wagner |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.