Nach Toiletten-Vorfall an Grundschule: Beschwerde gegen Lehrkraft in Karlsruhe
- Mussten Erstklässler den Kothaufen eines Mitschülers beseitigen? (Symbolbild)
- Foto: Daniel Karmann/dpa
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Karlsruhe. Für Eltern und eine Schule in Karlsruhe hat ein Vorfall an einer Grundschule nun ein Nachspiel bei der Schulaufsicht. Nach Angaben des Regierungspräsidiums Karlsruhe wird eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen eine Lehrkraft geprüft.
Auslöser war laut der Behörde eine verunreinigte Toilette bei einem Besuch einer Grundschulklasse in einem Waldklassenzimmer. Nach dem bisherigen Kenntnisstand ließ die begleitende Lehrkraft die männlichen Erstklässler die Verschmutzung gemeinsam mit Toilettenpapier beseitigen, nachdem sich der Verursacher nicht gemeldet hatte.
Kritik der Schulaufsicht am Vorgehen
Zuerst hatten die „Badischen Neuesten Nachrichten“ über den Fall berichtet. Das Blatt berief sich auf zwei Väter von Grundschulkindern. Dem Bericht zufolge musste jeder Junge mit einem Stück Klopapier einen Teil des Stuhlgangs aufnehmen und in die Toilette werfen.
Das Regierungspräsidium bestätigte den Vorgang grundsätzlich und kritisierte das Vorgehen der Lehrkraft. Die zuständige Schulaufsicht habe dies gegenüber der Schule deutlich gemacht.
Beschwerde wird nun geprüft
Nach Angaben der Behörde ist inzwischen eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingegangen. Diese werde nun geprüft. Weitere Details nannte die Sprecherin nicht.
Eine Dienstaufsichtsbeschwerde kann unbegründet bleiben. Wird eine dienstliche Pflichtverletzung festgestellt, sind aber auch Maßnahmen wie eine Abmahnung oder ein Verweis möglich. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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