In Sachen Mobilität: Karlsruhe startet ersten "Bürgerrat"
- Derzeit werden 5.000 Personen angeschrieben. Aus den dann eingegangenen Anmeldungen wird anschließend eine Gruppe von 50 Personen für die Teilnahme am Bürgerrat ausgelost
- Foto: Stadt Karlsruhe, Boris Burghardt
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Karlsruhe. Das Projekt "Integriertes Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2040" soll Stadt, Bürgerschaft und viele weitere Akteure zusammenbringen, um Karlsruhe fit für die Zukunft zu machen. Ein Fokusthema ist dabei die Mobilität: Angesichts des Klimawandels, eines steigenden Verkehrsaufkommens, dem Rückbau von tragfähigen Straßen in der Stadt und unterschiedlichen Mobilitätsformen der Bürger, soll das Thema Mobilität in Karlsruhe weiterentwickelt werden. Der Gemeinderat hat daher beschlossen, einen "Bürgerrat" zum Thema „Mobilität“ einzusetzen. Dieser soll sich mit der Fragestellung beschäftigen, wie Mobilität gerecht, sicher und zuverlässig für alle Bevölkerungsgruppen gestaltet werden kann, denn es mehrt sich über alle Mobilitätsformen hinweg die Kritik an der städtischen Planung.
Mobilität ist eine individuelle Sache
Das Instrument des "Bürgerrats" soll den Beteiligungsprozess ergänzen, so Einwohnern die Möglichkeit geben, sich aktiv an der Gestaltung ihrer Stadt zu beteiligen - da oftmals das Gefühl vorherrscht, dass Planungen an Wünschen und Notwendigkeiten der Bürger vorbeigehen. Der "Bürgerrat" soll letztlich Empfehlungen geben, die dem Gemeinderat übergeben werden.
Zufallsprinzip
Die Auswahl der Teilnehmer für den "Bürgerrat Mobilität" erfolgt in einem zweistufigen Verfahren: zunächst werden knapp 5.000 per Zufall aus dem Melderegister ausgewählte Karlsruherinnen und Karlsruher angeschrieben und eingeladen, sich für die Teilnahme am Bürgerrat zu registrieren. Die Einladungen dazu werden derzeit per Post versandt. Aus den eingegangenen Anmeldungen wird anschließend eine Gruppe von 50 Personen ausgelost, die die Karlsruher Bevölkerung möglichst repräsentativ ab Oktober 2026 abbilden soll. Die Stadt Karlsruhe erwähnt in diesem Kontext die Punkte "Alter", "Geschlecht" und "Bildungsstand". So sollen alle "auf Basis der eigenen Erfahrungen ihre persönlichen Sichtweisen auf das Thema Mobilität einbringen“, so Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup.
Im Prozess zur Erstellung des Integrierten "Stadtentwicklungskonzepts Karlsruhe 2040" seien neben dem Bürgerrat bis Mitte 2027 weitere Beteiligungsformate vorgesehen - wenn die Stadt auch noch nicht weitere Infos dazu gegeben hat - aber erwähnt, dass es gerade in Zeiten der angespannten Haushaltslage der Stadt notwendig sei, Prioritäten zu setzen. Auch mit Blick auf die kommenden 15 Jahre.
Infos: Mehr dazu unter http://www.karlsruhe.de/karlsruhe2040
Autor:Jo Wagner |