Leere Schwarzenbachtalsperre zieht Besucher an

Blick zur Staumauer | Foto: EnBW
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Karlsruhe. Region. Es ist für viele ein einmaliges Erlebnis - und viele kommen "auf einen Blick" vorbei: Zum vierten Mal in ihrer Geschichte wurde die 14 Millionen Kubikmeter Wasser fassende Schwarzenbachtalsperre bei Forbach im Schwarzwald vollständig entleert. Nach früheren Leerungen in den Jahren 1935, 1952 und 1997 folgte nun erneut eine Absenkung des Wasserspiegels, um Revisionsarbeiten an der Anlage durchzuführen. Die vollständige Trockenlegung wurde Anfang April erreicht, vorher wurde der Fischbestand in umliegende Gewässer umgesetzt.

Schwarzenbachtalsperre ist gut erreichbar
Wer den Anblick live vor Ort haben möchte: Die Schwarzenbachtalsperre ist auch gut per ÖPNV über den Bahnhof Forbach erreichbar, von wo aus die Buslinie 263 direkt zur Haltestelle „Schwarzenbach-Talsperre“ fährt. Alternativ verkehrt die Linie 263 auch von Bühl über Bühlertal und Sand/Hundsbach direkt zum Stausee.

Stausee bleibt bis Oktober trocken
Wer dieses besonderes Erlebnis haben will, schaut einfach mal vorbei, denn bis Oktober 2026 werden Verschlussvorrichtungen an der Staumauer erneuert, Beton- und Metallteile instandgesetzt und neue Strukturen im Uferbereich geschaffen, die Fischen als Lebens- und Rückzugsräume dienen sollen. So bietet sich ein ganz besonderes Bild. „Wir freuen uns über das große Interesse an diesem für die Stromerzeugung im Schwarzwald so wichtigen Ort“, sagt Ulrich Rost, Leiter Wasserkraft Süd bei der "EnBW". „Bei aller Begeisterung bitten wir die Besucherinnen und Besucher jedoch dringend, sich zu ihrem eigenen Schutz an die Absperrungen und Hinweise vor Ort zu halten.“

Vorsicht ist bei Spaziergängen geboten

Während der Arbeiten wird es auch zu temporären Sperrungen einzelner Uferwege sowie des Weges über die Talsperre kommen. Während der Bauzeit ist das Betreten des Beckens auf alle Fälle untersagt, denn der schlammige Untergrund ist nicht tragfähig – schon ein niedriges Einsinken kann dazu führen, dass man sich nicht mehr selbstständig befreien kann. Hintergrund: Große Bereiche bestehen aus sehr wasserhaltigen Sedimenten, in denen man einsinken kann! Hinzu kommen Abrisskanten, ungesicherte Böschungen, bauliche Anlagen sowie kurzfristige Veränderungen der Wasserstände, die zusätzliche Risiken bergen. Besucher werden daher dringend gebeten, die deutlichen Hinweise vor Ort zu beachten! Die "EnBW" hat deshalb viele Hinweisschilder und Absperrungen aufgestellt, ist zudem auch mit Kontrollen unterwegs. 

Anfallender Niederschlag und die Zuflüsse werden während der Baumaßnahmen übrigens über den Schwarzenbach und die Raumünzach umgeleitet.

Ertüchtigung im Zuge des Neubaus des Pumpspeicherkraftwerks

Als zentrales Oberbecken liefert die Schwarzenbachtalsperre, zusammen mit den Zuflüssen aus der Murg, seit jeher das Wasser für das Rudolf-Fettweis-Werk und wird dies auch nach Fertigstellung des neuen Pumpspeicherkraftwerks Ende 2027 tun. Die Genehmigung des neuen Kraftwerks reicht bis 1. Januar 2090 und sichert damit langfristig eine klimafreundliche Stromerzeugung aus dem Schwarzwald.

Infos: Nach Abschluss der Arbeiten wird die Talsperre wieder neu mit Fischen besetzt, www.enbw.com

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Jo Wagner

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