Gartenbauamt Karlsruhe setzt bei der Grünpflege künftig auf Tablets und Apps
- Wer im Park unterwegs ist, sieht künftig öfter Teams des Gartenbauamts mit Tablet oder Smartphone bei Kontrollen und Pflegearbeiten.
- Foto: Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin
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Karlsruhe. Wer in Parks, Grünanlagen oder auf Spielplätzen unterwegs ist, trifft künftig öfter Teams des Gartenbauamts mit Tablet oder Smartphone. Die Stadt führt ein neues digitales Grünflächenmanagementsystem ein, das die Pflege der städtischen Flächen schneller und einheitlicher organisieren soll.
Mitarbeitende erfassen und aktualisieren Daten direkt vor Ort. Pflegearbeiten, Kontrollen oder Veränderungen dokumentiert das Team sofort, damit berechtigte Beschäftigte die Informationen ohne Zeitverzug nutzen können. Nach Angaben der Stadtverwaltung entfallen damit doppelte Datenerfassungen und Medienbrüche.
Weniger Listen, bessere Planung, kürzere Fahrstrecken
Das System soll auch die Einsatzplanung verbessern. Das Gartenbauamt kann Pflegeeinsätze besser planen und zwischen den Bezirken abstimmen. Digitale Karten, Tourenoptimierungen und Auswertungen sollen helfen, Fahrstrecken zu reduzieren, Ressourcen gezielter einzusetzen und den Pflegeaufwand wirtschaftlich zu steuern. Gleichzeitig ersetzt das neue System zahlreiche bislang getrennt geführte Listen. Es schafft eine einheitliche Datengrundlage für das gesamte Gartenbauamt.
Perspektivisch sollen auch Bürgerinnen und Bürger profitieren. Die Stadt nennt als Beispiel, dass Baumfällanträge künftig online eingereicht werden können sollen.
Die Stadt Karlsruhe digitalisiert ihr Grünflächenmanagement nach eigenen Angaben seit vielen Jahren. Bereits vor rund 25 Jahren führte das Gartenbauamt ein Grünflächeninformationssystem ein. Es dokumentiert alle Grünflächen in der Zuständigkeit des Amts, erfasst Bäume sowie Ausstattungen wie Spielgeräte, Tore oder Abfallbehälter und unterstützt unter anderem Pflegeplanung, Vergaben und die rechtssichere Dokumentation von Baumkontrollen.
An der Einführung des neuen Systems arbeiten laut Stadtverwaltung das Gartenbauamt, das Liegenschaftsamt, das Amt für Informationstechnik und Digitalisierung sowie das Softwareunternehmen IP SYSCON zusammen.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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