Hertha BSC erinnert an Fanfreundschaft mit dem Karlsruher SC
- Hertha BSC blickt in einem Vereinsbeitrag auf die Entstehung der langjährigen Fanfreundschaft mit dem Karlsruher SC zurück.
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Sport. Hertha BSC hat die Entstehung der Fanfreundschaft mit dem Karlsruher SC aufgegriffen und an ihre Anfänge in den 1970er-Jahren erinnert. Grundlage ist ein Vereinsbeitrag, der nach Angaben der Berliner zunächst im Stadionmagazin „Blau auf Weiß“ erschienen war.
Demnach begann der enge Kontakt am 14. August 1976 beim Auswärtsspiel von Hertha BSC in Karlsruhe. Berliner Fans, darunter Mitglieder der Hertha-Frösche, trafen am Bahnhof auf Anhänger des KSC. Daraus entwickelte sich laut den zitierten Zeitzeugen ein gemeinsamer Spieltag, der mit einem Besuch im Karlsruher Stammlokal „Die Krone“ begann und später im Stadion fortgesetzt wurde.
Treffen am Bahnhof als Ausgangspunkt
Zu den in dem Rückblick genannten Zeitzeugen gehören auf Berliner Seite unter anderem Helmut Friberg und Manne Sangel, auf Karlsruher Seite Jürgen Ruthardt. Ruthardt und sein Freund Karl Glück, Gründer des Fanclubs Blau-Weiss ’75, wollten laut Hertha damals bewusst einen friedlicheren Umgang unter Fans fördern und die Berliner nach deren Anreise begrüßen.
Im Wildpark besuchten Fans beider Vereine nach Darstellung des Clubs zunächst auch den jeweiligen Block der anderen Seite. Auf dem Platz gewann Hertha BSC die Partie mit 3:0. Trotz der Niederlage sei der Kontakt danach freundschaftlich geblieben, heißt es in dem Rückblick. Vor der Abreise mit dem Interzonenzug wurden demnach Adressen ausgetauscht, um in Verbindung zu bleiben.
Kontakt blieb trotz großer Hürden bestehen
Der Beitrag schildert auch, wie schwierig regelmäßige Treffen damals gewesen seien. Genannt werden die deutsche Teilung, die Mauer, fehlende Handys und seltener verfügbare Telefonanschlüsse sowie kompliziertere Zugverbindungen. Hinzu kam laut der Darstellung, dass beide Vereine in den folgenden Jahren nicht dauerhaft in derselben Spielklasse unterwegs waren.
Trotzdem habe es immer wieder Begegnungen gegeben, etwa wenn Hertha in der Nähe von Karlsruhe spielte oder der KSC gegen andere Berliner Vereine antrat. Ein besonderes Beispiel ist aus Sicht der Beteiligten der 25. September 1982. Friberg erinnert sich laut Vereinsbeitrag daran, gemeinsam mit Pepe Mager per Fahrrad zu einem Auswärtsspiel nach Karlsruhe unterwegs gewesen zu sein. Im Wildpark habe es für die Berliner Fans damals sogar eine Ehrenrunde im Innenraum unter Applaus gegeben.
Wiederbelebung seit den 1990er-Jahren
Nach dem Wiederaufstieg von Hertha im Jahr 1997 gewann die Verbindung nach Angaben des Vereins erneut an Intensität. Sie beschränke sich inzwischen nicht mehr nur auf langjährige Fan-Gruppen, sondern werde über Generationen hinweg gelebt.
Als jüngere Beispiele nennt der Rückblick unter anderem ein Wiedersehen in Berlin, bei dem sich KSC-Fans im Olympiastadion auf der Gegentribüne positionieren durften, außerdem gemeinsame Fanmärsche und Choreografien bei jüngeren Duellen in Karlsruhe.
Auch die Vereine pflegen laut Hertha engen Kontakt
Nach Darstellung des Berliner Clubs findet die Verbindung inzwischen nicht nur auf Fanebene statt. Auch zwischen den Vereinen gebe es einen engen Umgang. In dem Beitrag wird zudem darauf verwiesen, dass diese Entwicklung durch Kay Bernstein zusätzlichen Schub bekommen habe.
Zum Ursprung der Verbindung sagte der langjährige KSC-Fan Jürgen Ruthardt laut Hertha, entscheidend sei gewesen, dass von Anfang an auf beiden Seiten große Sympathie vorhanden gewesen sei. Andere hätten diese Verbindung später aufgenommen und fortgeführt. Es passt einfach!
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |