Karlsruher Verein "Help4Nepal"
Engagement für eine Schülerunterkunft in Nepal
- Foto: Marcello Kutzner
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Karlsruhe/Nepal. Stück für Stück, Etage für Etage wurde das Engagement des Karlsruher Vereins "Help4Nepal" immer besser sichtbar - und nach knapp fünfjähriger Bauzeit wurde die Schülerunterkunft in Samundratar (Nepal, nördlich der Hauptstadt Kathmandu) fertiggestellt und der Schule übergeben. "Ende März konnten wir die Schülerunterkunft einweihen", so Vereinsvorstand Thomas Kappenberger und Vorstand Marcello Kutzner: "Ab dem kommendem Schuljahr können bis zu 48 Kinder in die Unterkunft, deren täglicher Schulweg ansonsten zu weit wäre."
Armut verhindert Bildung, Bildung verhindert Armut
Der gemeinnnützige Verein "Help4Nepal e.V." hat zur Finanzierung dieser Unterkunft etwas mehr als 100.000 Euro aus Spenden in diesem Zeitraum eingesetzt: "Ein Drittel davon stammt von der 'Schöck-Familienstiftung' in Baden-Baden", erläutert der Vereinsvorstand. Weitere Spenden in Höhe von 2.500 bis 5.000 Euro flossen und fließen jährlich zur Förderung von rund 100 Schülerinnen und Schülern der Rukmani-Schule, die damit Schulgeld, Schuluniformen sowie Schulbedarf bezahlen können. "Die steigenden Schülerzahlen zeigen, dass sich unser Einsatz lohnt", freuen sich Kappenberger und Kutzner: "Unser Motto dabei: Armut verhindert Bildung, Bildung verhindert Armut!" Vertreter vom Verein "Help4Nepal" waren während der Bauzeit auch vor Ort, konnten sich dabei ausführlich über die Verwendung der Spendengelder und den Fortgang des Projekts informieren. Kappenberger und Kutzner betonen aber, dass dabei Reisekosten und Spesen alle selbst von den Mitgliedern privat getragen wurden, "so kommen 100% der Spendengelder dem Projekt zugute!"
- Foto: Marcello Kutzner
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Der Name Rukmani stammt aus der hinduistischen Mythologie, auf die Figur von Rukmini, eine der Frauen des Gottes Krishna. Rukmani wird für ihre Hingabe und Loyalität verehrt. Der Name leitet sich übrigens von „Rukma“ und "Mani" ab, was etwa „glänzend“ und „Juwel“ bedeutet, was durchaus den Wert dieser Figur zum Ausdruck bringt.
Noch stehen Rest-Arbeiten an
Trotz der bereits erfolgten Übergabe an die Schule ist die Unterkunft in Samundratar noch nicht ganz fertig gestellt, teilt der Verein mit: Unter anderem fehlen noch drei Räume auf dem Dach sowie Fenster und Türen, die verhindern, dass Wasser und Schmutz in das Treppenhaus gelangen. Aus diesem Grund muss auch im Erdgeschoss noch eine Tür eingebaut werden, da das Gitter hierfür nicht ausreicht. An den Fenster- und Dachbrüstungen, die in Nepal traditionell niedrige 60 cm hoch sind, müssen noch Gitter angebracht werden, "damit kein Kind herunterfallen kann", so der Verein. "Außerdem fehlen noch sämtliche Betten, Schränke und Stühle in den zwölf Zimmern des Gebäudes." Dazu müsse auch die Küche noch mit Kochern, Gasflaschen, Geschirr, Besteck, Gläsern, Töpfen, Pfannen oder auch Waschschüsseln für 48 Kinder ausgestattet werden.
Autor:Jo Wagner |
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