Symposium im ZKM greift Thema aus vielerlei Perspektiven auf / Anmeldung möglich
20. Karlsruher Forum zu Sicherheit in digitalen Infrastrukturen

"Zwischen Selbstbestimmung und Fremdnutzung – Sicherheit in digitalen Infrastrukturen" ist Thema der 20. Tagung des Karlsruher Forums für Kultur, Recht und Technik am 29. November im ZKM. | Foto: PS
  • "Zwischen Selbstbestimmung und Fremdnutzung – Sicherheit in digitalen Infrastrukturen" ist Thema der 20. Tagung des Karlsruher Forums für Kultur, Recht und Technik am 29. November im ZKM.
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Karlsruhe. Leben wir noch selbstbestimmt? Oder bestimmen fremde Nutzer und Technologien über unsere gesammelten Daten? Mit diesen Themen beschäftigt sich unter dem Titel "Zwischen Selbstbestimmung und Fremdnutzung – Sicherheit in digitalen Infrastrukturen" das 20. Symposium des Karlsruher Forums für Kultur, Recht und Technik am Donnerstag, 29. November, von 10 bis 19 Uhr im Zentrum für Kunst und Medien (ZKM). OB Dr. Frank Mentrup und ZKM-Geschäftsführerin Christiane Riedel eröffnen die Tagung.

Worauf es bei digitaler Sicherheit ankommt, skizziert Dr. Constanze Kurz, Informatikerin und Sprecherin des Chaos Computer Clubs Deutschland. Sie ist bekannt durch ihr Engagement für den Datenschutz sowie Aufsehen erregende Aktionen von Europas größter Hackervereinigung. 2010 war sie Podiumsteilnehmerin der Karlsruher Verfassungsgespräche, 2013 wurde sie mit der Theodor-Heuss-Medaille für ihr vorbildliches demokratisches Verhalten ausgezeichnet. Prof. Dr. Klaus Gärditz von der Universität Bonn beleuchtet die digitale Sicherheit aus rechtswissenschaftlicher Perspektive: Was ist legal, wo sind Grenzbereiche und wo muss das Recht dringend erweitert werden? Risiken und Chancen digitaler Strukturen benennt Eberhard Oehler, Geschäftsführer der Stadtwerke Ettlingen GmbH. Spezialisiert auf Kryptografie als Kernelement der IT-Sicherheit ist der Vizepräsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, Dr. Gerhard Schabhüser.

Darf und kann Netz-Kunst Grenzen überschreiten? Nach Prof. Tilman Baumgärtels Ausführungen hierzu erläutern junge Künstler ihre Werke aus der ZKM-Schau "Open Codes". Wie es Estland gelungen ist, das digitale Vorzeigeland im Bereich Bildung und Verwaltung zu werden und auf welche Sicherheits-Strategien die Regierung dort gesetzt hat, erläutert der estnische Berater in Brüssel Luukas Ilves. Vor der abschließenden Podiumsdiskussion mit den Referentinnen und Referenten - moderiert von Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche - zur Frage "Wie viel Selbst bleibt?", geht Christian Lölkes vom Chaos Computer Club Karlsruhe der Frage nach, ob digitale Sicherheit offener Forschung entgegensteht.

Infos: Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos. Anmeldungen sind erbeten und per E-Mail unter info@karlsruher-forum.de sowie online unter www.karlsruher-forum.de möglich. Im Internet gibt es darüber hinaus ausführliche Informationen sowie das detaillierte Programm zum Herunterladen.

Hintergrund
Das Karlsruher Forum für Kultur, Recht und Technik e.V. wurde vor 20 Jahren gegründet. Es will den gesellschaftlichen Diskurs über die Zukunft der Gesellschaft auf den Gebieten der technischen Wissenschaften, des Rechts und der Kultur voranbringen. Tragende Institutionen der Technologie-Region Karlsruhe, zu denen auch die Stadt Karlsruhe zählt, fördern den Verein, dessen Kuratorium der Präsident des Bundesverfassungsgericht Prof. Dr. Andreas Voßkuhle leitet, www.karlsruher-forum.de

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Jo Wagner

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