Ausstellung: 700 Werbe- und Verlagskalender aus aller Welt sind bis 15. März 2019 zu sehen
„Schaufenster der Kreativwirtschaft“ in Karlsruhe

Foto: Regierungspräsidium Karlsruhe
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Fotografische Glanzleistungen, technische Überraschungen und Design-Highlights warten auf die Besucher der Internationalen Kalenderschau „gregor international calendar award 2019“, die am Donnerstag, 21. Februar 2019, von Regierungspräsidentin Nicolette Kressl eröffnet wurde. „In einer Welt, die von vielen als immer hektischer, kurzlebiger und reizüberflutet erlebt wird, schaffen Kalender optische Ruhezonen und erlauben den Augen und den Sinnen, sich ganz einem einzigen Motiv pro Monat zu widmen“, lobte die Karlsruher Regierungspräsidentin die Aspekte der „Entschleunigung“ und des „Innehaltens“, die durch gut gemachte Kalender ermöglicht würden. Nicolette Kressl bekannte: „Ich bin selber ein Fan von Kalendern, denn das Umblättern des Kalenderblattes macht anders als bei digitalen Kalendern bewusst und greifbar, wie das Jahr voranschreitet und Zeit vergeht.“

Die Regierungspräsidentin warb für das „konsequent analoge Angebot in einer zunehmend digitalisierten Welt“ – schließlich habe zwar das Angebot an Verlagskalendern von 2012 bis 2017 um fast 20 Prozent auf 8.365 Titel zugenommen, der Umsatz an Kalendern sank aber 2018 gegenüber 2017 um 4,8 Prozent.

Als Zeichen für die „besondere Innovationskraft des Landes“ und die Bedeutung der Kreativwirtschaft deutete Ministerialdirigent Norbert Eisenmann vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau die Tatsache, dass unter den Herausgebern der Siegerkalender auch viele baden-württembergische Unternehmen zu finden seien. Denn Baden-Württemberg sei mehr als Auto- und Maschinenbauindustrie: „30.000 Kreativ-Unternehmen mit 230.000 Beschäftigten und 24 Milliarden Euro Umsatz stehen für den Erfolg von Innovationstreibern und Problemlösern, die Neues schaffen und den Wandel zur Digitalisierung positiv gestalten“, erklärte Norbert Eisenmann für das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg. Daher sei die Förderung des calendar award durch Ministerium und Regierungspräsidium einer von vielen Ansätzen, die Kreativwirtschaft zu unterstützen. Dies sei nachweislich erfolgreich, denn der Umsatz je Kreativunternehmen liege in Baden-Württemberg um rund 24 Prozent höher als im bundesweiten Durchschnitt.

Norbert Eisenmann, der in diesem Jahr erstmals auch Mitglied der Jury war und den Part des Kalenderkäufers übernommen hatte, berichtete von seinen Eindrücken und den Marktüberlegungen, die bei der Bewertung auch eine Rolle spielten: „Wie würde sich dieser Kalender verkaufen? Will man die Motive wirklich einen ganzen Monat sehen?“

Die Einführung in die Ausstellung und in die Welt „kraftvoller Fotografie, erstklassigen Designs und beeindruckender Konzepte“ übernahm Anette Ahr vom Wirtschaftsministerium. Sie stellte die Preisträger vor und wies auf die zahlreichen gestalterischen und drucktechnischen Feinheiten hin, die Grundlage für die Preisverleihungen durch namhaft besetzte Jurys waren. Alle 54 Preisträger hätten sich, so Anette Ahr, in den Jurys durch Gestaltung, Originalität, Design und Druckqualität durchgesetzt.

Noch bis Freitag, 15. März 2019, können Anhänger der Kalenderkunst in die bunte und vielfältige Welt der Kalender eintauchen. Im Regierungspräsidium Karlsruhe am Rondellplatz warten mehr als 700 Werke auf die Besucherinnen und Besucher. Veranstaltet wird die Ausstellung vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg und dem Regierungspräsidium Karlsruhe in Zusammenarbeit mit dem Graphischen Klub Stuttgart e. V. und dem Verband Druck und Medien in Baden-Württemberg. Der gregor international calendar award 2019, bei dem auf über 550 Quadratmetern Werbe- und Verlagskalender aus aller Welt gezeigt werden, ist zugleich auch einer der bedeutendsten Wettbewerbe der Druck- und Medienbranche in Europa. Der gregor international calendar award 2019 ist noch bis Freitag, 15. März 2019, dienstags bis sonntags jeweils von 11 bis 18 Uhr im Regierungspräsidium am Rondellplatz, Karl-Friedrich-Straße 17, 76133 Karlsruhe, zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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Autor:

Jo Wagner

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