Batteriezellfertigung und 2000 geplante Arbeitsplätze in Kaiserslautern gefährdet
- Rund um das Opel-Gelände in Kaiserslautern sitzen mehrere Hochschulen und Forschungseinrichtungen, echte Argumente für den Standort, wie Befürworter des Werks betonen. (Archivfoto)
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Kaiserslautern. Die geplante Batteriezellfertigung in Kaiserslautern steht auf der Kippe, nachdem das Unternehmen ACC seinen Rückzug angekündigt hat. Dennoch setzen Politik und Wirtschaft in Rheinland-Pfalz weiterhin auf das Projekt und suchen nach neuen Investoren, auch außerhalb der Automobilbranche. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) betonte bei einem Runden Tisch in Mainz die Bedeutung von Batteriezellen als Querschnittstechnologie.
Fördergelder und Arbeitsplätze in Gefahr
Hinter ACC stehen die Konzerne Stellantis, Mercedes-Benz und Total Energies. Ursprünglich war geplant, dass das Werk in Kaiserslautern mit 1,3 Milliarden Euro Fördermitteln unterstützt wird und rund 2.000 Arbeitsplätze entstehen. Allein Deutschland wollte 437 Millionen Euro Steuergelder beisteuern. Doch die schwache Nachfrage nach Elektroautos in Europa gefährdet das Vorhaben.
Neue Perspektiven für Batteriezellen
Karsten Tacke, Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz, schlug vor, auch andere Einsatzmöglichkeiten für Batteriezellen zu prüfen, etwa in der Rüstungsindustrie oder bei der Energiespeicherung. Schweitzer hob zudem die Bedeutung für kritische Infrastruktur hervor: „Wenn wir jetzt den Zug verpassen, werden wir das in vielen Jahren in Deutschland bereuen.“
Plan B für Kaiserslautern
Die Oberbürgermeisterin von Kaiserslautern, Beate Kimmel (SPD), sieht trotz der Unsicherheiten weiterhin Potenzial für das Batteriezellwerk. Sie betonte, dass ein Plan B notwendig sei, falls ACC endgültig aussteigt. Die Bundesregierung müsse sich stärker engagieren und neue Partner gewinnen, um die Batteriezellfertigung in Deutschland zu sichern. dpa
Autor:Monika Klein aus Kaiserslautern |