Zu Hause weiter eine Macht: FCK knackt dezimierte Düsseldorfer durch späte Tore
- Jacob Rasmussen erzielte den wichtigen Führungstreffer für den FCK
- Foto: 1. FC Kaiserslautern
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FCK. Eine regelrechte Offenbarung war das Spiel des 1. FC Kaiserslautern gegen Fortuna Düsseldorf zwar nicht, aber der Rahmen für ein Duell zweier Traditionsvereine mit einem fast ausverkauften Betze und angenehmem Osterwetter passte definitiv.
Verdient war der 3:0-Heimsieg gegen harmlose Rheinländer natürlich allemal, aber es bedurfte gegen die von Ex-FCK-Coach Markus Anfang trainierten Fortunen einiger Geduld, bis der Bann gebrochen war. Es herrschte gute Stimmung auf den Rängen, aber es gab zunächst wenig Ertrag auf dem Platz. Die Roten Teufel begannen kontrolliert, fast abwartend. Düsseldorf stand tief, suchte Halt in der Ordnung – bis zu der Szene, die das Spiel kippen sollte: Nach gut 20 Minuten riss Sima Suso den durchstartenden Norman Bassette als letzter Mann zu Boden.
Rasmussen mit dem Dosenöffner
Die Rote Karte veränderte naturgemäß die Statik des gesamten Nachmittags. Doch wer nun einen wahren Sturmlauf erwartete, sah sich zumindest fürs Erste getäuscht. Der FCK hatte reichlich Ballbesitz und Raum, aber noch nicht die nötige Durchschlagskraft, um die Feldüberlegenheit auch in Tore umzumünzen. Die Fortuna nahm das 0:0 zur Halbzeit mit in die Kabine. Erst nach der Pause löste sich die Spannung.
In der 62. Minute war es Jacob Rasmussen, der nach einer Flanke von Marlon Ritter das erlösende 1:0 köpfte. Es war der berühmte Dosenöffner – für die Mannschaft und die Fans der Pfälzer. Danach spielte es sich für die Hausherren wesentlich leichter. Die Gäste bekamen keinen Fuß mehr in die Tür. Semih Sahin erhöhte in der 76. Minute mit einem trockenen Schuss aus 16 Metern auf 2:0 und sorgte so praktisch schon für die Vorentscheidung an diesem Nachmittag. Tief in der Nachspielzeit (90+6) war es letztlich Daniel Hanslik vorbehalten, mit dem 3:0 den Schlusspunkt.
FCK derzeit zwischen Baum und Borke
Die Roten Teufel beweisen ihre Heimstärke und bleiben wie schon in der Vorsaison auf dem Betze eine Macht. Zehn Siege im Fritz-Walter-Stadion sprechen eine deutliche Sprache – wäre da nur nicht das düstere zweite Gesicht auf des Gegners Platz, das bis dato alle Hoffnungen auf mehr zunichtemacht. Der FCK wirkt wie ein Team zwischen Baum und Borke: Zu stark, um nur schnödes Mittelmaß zu sein, aber noch nicht annähernd stabil genug, um ganz oben angreifen zu können. Die Suche nach den Ursachen für die eklatante Auswärtsschwäche der Lautrer läuft zwar fieberhaft, aber wo genau der Hase hierfür im Pfeffer liegt, bleibt nach wie vor ein Rätsel.
Ob ausgerechnet bei der Hertha aus Berlin am kommenden Samstag, 11. April, 13 Uhr, ein Schritt in die richtige Richtung auf fremdem Terrain gelingt, dürfte sich als äußerst schwierig erweisen. Nur allzu gegenwärtig ist noch die bittere 1:6-Klatsche im Achtelfinale des DFB-Pokals, bei der die Elf von Trainer Torsten Lieberknecht nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen wurde.
Nicht nur versuchen, sondern machen
Zudem hat sich die alte Dame in den letzten Wochen wieder an die Spitzengruppe der Liga herangepirscht und könnte angesichts eines verhältnismäßig leichten Restprogramms noch ernsthaft in das derzeitige Schneckenrennen um den Aufstieg eingreifen. Um im Olympiastadion zu bestehen, bedarf es einer erwachsenen Leistung am absoluten Limit und weit mehr als nur dem frommen Wunsch und „Versuch“, auswärts künftig besser spielen zu wollen. rav
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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