Mehr Fragen als Antworten: Gruseliger FCK-Heimsieg gegen Fürth
- Die Rückkehr von Ji-soo Kim war der einzige Lichtblick gegen Fürth
- Foto: 1. FC Kaiserslautern
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FCK. Ja, es hat vor der Partie des 1. FC Kaiserslautern gegen die SpVgg Greuther Fürth keiner ein rauschendes Fußballfest nebst Kantersieg erwartet. Und ja, dass es noch das ein oder andere Spiel dauern wird, bis sich auch die vier Winter-Neuzugänge auf ihre neue Mannschaft eingeschossen haben, ist ebenso unbestritten.
Aber was die Roten Teufel ihren Fans gegen die Kleeblätter servierten, war brutal schwere Kost, um es noch wohlwollend auszudrücken. Am Ende gab es ein glücklich zusammengemurkstes 1:0 gegen den Tabellenletzten, das mehr Fragen aufwirft als beantwortet.
Dabei gab es vor dem Spiel noch markige Ansagen à la „Nicht reden, sondern endlich machen“. Davon war jedoch die gesamten 90 Minuten über nichts zu sehen. Die durch die Transfers von Jacob Rasmussen und Atanas Chernev nominell verstärkte Defensive leistete sich von Beginn an haarsträubende Fehler, die Spitzenteams im Gegensatz zum verunsicherten Kellerkind aus Franken sicher gnadenlos bestraft hätten.
FCK-Abwehr mit haarsträubenden Fehlern
Besonders Chernev präsentierte sich derart durch den Wind, dass ihn schon nach 25 Minuten mit der Auswechslung gegen den wiedergenesenen Ji-soo Kim die Höchststrafe ereilte. Selbst der Führungstreffer durch Semih Sahins eher ungeplanten Kopfballlob in der 10. Minute brachte keine Ruhe ins Spiel. Die Hausherren zeigten sich in der Rückwärtsbegegnung durchweg fahrig und konfus, wenn auch Kim dem wackeligen Konstrukt wenigstens einen Hauch mehr Halt verlieh. Und vorne vergab Norman Bassette die seltenen Konterchancen mehrfach kläglich.
Auch nach der Pause waren die Gäste aus Fürth in einem weiterhin niveauarmen Spiel die bessere Mannschaft. Den vermeintlichen 1:1-Ausgleich durch Paul Will in der 49. Minute kassierte der VAR wieder ein. Der starke Branimir Hrgota beschäftigte die Lautrer Hintermannschaft fast im Alleingang. Doch auch die 70 Prozent Ballbesitz konnte das Schlusslicht nicht in Tore ummünzen.
Ein Sieg, der sich eher nach Niederlage anfühlt
Der Schlusspfiff war eine Erlösung nach einem gruseligen Match. Pfiffe hallten durch das Stadion, was man nach einem Heimsieg äußerst selten auf dem Betze erlebt. Das schmeichelhafte 1:0 fühlte sich an wie eine Niederlage. Nicht nur die Fans der Roten rätseln, warum sich spielerisch wenig bis nichts entwickelt. Lichtblicken wie gegen Hannover und Schalke folgen immer wieder rabenschwarze Vorstellungen wie etwa gegen Darmstadt und jetzt Fürth.
Ein Spielsystem, eine Handschrift oder automatisierte Abläufe sind beim besten Willen nicht zu erkennen. Die vor der Winterpause noch recht ordentliche Abwehr hat trotz vermeintlicher Verstärkung ihre Stabilität verloren. Der Sieg über Fürth hätte eigentlich Rückenwind geben und den Turnaround einleiten sollen. Aber er fühlt sich vielmehr an wie ein weiterer Rückschlag.
Nächstes "Schweinespiel" gegen Preußen Münster
Die nächste eklige Aufgabe wartet schon auf das Team von Trainer Torsten Lieberknecht. Die abstiegsbedrohten Preußen aus Münster werden am Sonntag, 22. Februar, 13.30 Uhr, im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles dafür tun, die Sorgenfalten beim nach wie vor instabilen FCK noch tiefer werden zu lassen. rav
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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