FCK weiter im freien Fall: Auch in Dresden null Tore und null Punkte
- Torsten Lieberknecht und sein Team bekommen das Ruder derzeit partout nicht herumgerissen
- Foto: Ralf Vester
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FCK. Man ist in den sportlich ernüchternden letzten Wochen bescheiden geworden beim 1. FC Kaiserslautern. Da wird das 0:1 in Dresden auch schon mal als Fortschritt angepriesen im Vergleich zu den noch schlimmeren Auftritten gegen Kiel und Braunschweig.
Ja, es war gegen Dynamo nicht ganz so peinlich wie in den Wochen zuvor, aber trotzdem weit, weit weg von den Ansprüchen einer nominell wahrlich nicht schlecht besetzten Mannschaft. Den abstiegsbedrohten Sachsen genügte eine durchschnittliche Leistung, um einen hochverdienten Heimsieg gegen die vor dem Tor nach wie vor erschreckend harmlosen Roten Teufel einzufahren.
FCK strahlt keinerlei Gefahr aus
Die erste Halbzeit war wieder einmal komplett zum Vergessen. Ängstlich, behäbig, ideenlos war das Spiel der Pfälzer, die Dusel hatten, dass es zur Pause noch 0:0 stand. Zwar war dem Team von Trainer Torsten Lieberknecht nach dem Seitenwechsel nicht abzusprechen, dass es etwas engagierter und mutiger zu Werke ging. Aber all das, ohne auch nur den Hauch von echter Gefahr auszustrahlen.
Nach dem 0:1 durch Vincent Vermeij in der 68. Minute konnte der FCK keinen großen Druck mehr aufbauen, um der Partie noch eine Wende zu geben. Drei Spiele gegen abstiegsbedrohte Vereine in Folge, drei hochverdiente Niederlagen – macht unterm Strich null Punkte bei obendrein null Toren. Spieler und Trainer hoben den minimalen „Fortschritt“ hervor, aber in den Durchhalteparolen schwingt Ratlosigkeit und wenig Überzeugung mit.
Der aktuell freie Fall der Lautrer macht den beiden letzten Gegnern, Bielefeld und Magdeburg, berechtigte Hoffnung, dass auch sie gegen in den Seilen hängende Rote Teufel noch wertvolle Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln können. Noch steht die sportliche Führung nibelungentreu an der Seite von Lieberknecht. Nach dem Hire and Fire der letzten Jahre soll nun auf der Trainerbank unbedingt Kontinuität Einzug halten.
Im letzten Heimspiel praktisch zum Erfolg verdammt
Aber wenn vor allem auch noch das letzte Heimspiel der Saison gegen die Arminen am Freitag, 8. Mai, 18.30 Uhr, ohne große Gegenwehr verloren gehen sollte, dürfte das Pfeifkonzert vom letzten Mal gegen Braunschweig nur ein müder Vorgeschmack auf das gewesen sein, was dann folgen dürfte. Dann gehen die Fans vermutlich so richtig auf die Barrikaden, denn so viel Liebe und Unterstützung sie ihrem FCK bei entsprechender Einstellung auch bereitwillig schenken, so scharf kann wiederum ihr Zorn sein, wenn es auf dem Platz zum wiederholten Mal kaum Gegenleistung in Form von Kampf und Leidenschaft gibt.
Sollte der 1. FC Kaiserslautern tatsächlich auch in den restlichen beiden Spielen sieglos aus der Saison gehen, wären Trainer und sportliche Leitung maximal beschädigt und ein „weiter so“ in der jetzigen Konstellation nicht zu verkaufen bzw. eine Aufbruchstimmung für die kommende Saison kaum zu erzeugen – so sehr sich viele auch wünschen würden, dass der „Pälzer Bub“ an der Seitenlinie mit „seinem“ FCK den größtmöglichen Erfolg hat. rav
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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