FCK schockt Hertha: Auswärtssieg beendet Berliner Aufstiegsträume abrupt
- Torwart Julian Krahl war der Matchwinner auf Seiten des FCK
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FCK. Na also, es geht doch: Der 1. FC Kaiserslautern kann auch auswärts noch gewinnen – und das sogar bei der Mannschaft der Stunde in der 2. Liga, die sich zuletzt mit großen Schritten noch einmal an die Spitzengruppe herangepirscht hatte. Die Roten Teufel gewinnen mit 1:0 bei Hertha BSC und reißen die Alte Dame dadurch wohl endgültig aus allen zuletzt aufgekeimten Aufstiegsträumen.
Trainer Torsten Lieberknecht hatte seine Mannen in die Pflicht genommen, endlich auch auf des Gegners Platz wieder den Mumm und die Leidenschaft an den Tag zu legen, wie zu Hause auf dem Betze. Davon war allerdings in der ersten Halbzeit wenig bis gar nichts zu sehen. Die Fans im Olympiastadion sahen in den ersten 45 Minuten Einbahnstraßenfußball in Richtung Tor der Roten Teufel.
Die formstarken Berliner dominierten vor der Pause nach Belieben. Zahlreiche Angriffe rollten auf die FCK-Defensive zu. Schon vor dem Seitenwechsel war es vor allem der bärenstarke Keeper Julian Krahl, der die Pfälzer im Spiel hielt. Lediglich einmal kamen die Gäste kurz vor der Pause durch Kapitän Marlon Ritter gefährlich vor das Tor der Hausherren.
FCK nach der Pause wie ausgewechselt
Aber mit Beginn der zweiten Halbzeit packten die Lautrer die zuvor vermisste Courage und Spielfreude aus. Das frühe 1:0 durch Mergim Berisha in der 47. Minute spielte den Roten Teufeln freilich zusätzlich in die Karten. Plötzlich nahmen sie die Zweikämpfe an, waren bissig, griffig und angriffslustig.
Klar, die Hertha drängte in der Folge mit Macht auf den Ausgleich, aber der FCK war voll im Spiel, hielt dagegen und kam selbst zu aussichtsreichen Konterchancen, weil die Gastgeber hinten aufmachen mussten. Es war nun ein offener Schlagabtausch. Berisha und Skyttä vergaben beste Chancen auf das vorentscheidende 2:0. Die Alte Dame wiederum verzweifelte auch nach der Pause mehrfach am glänzend aufgelegten „Man of the Match“ Julian Krahl. Auch die Innenverteidiger Maxwell Gyamfi und Jacob Rasmussen verdienten sich Bestnoten.
Da den Pfälzern in der Schlussphase auch das Pfosten- und auch mal wieder das Spielglück hold war, brachten sie das 1:0 bei der Hertha erfolgreich über die Zeit. Und das aufgrund der enormen Leistungssteigerung nach der Pause gar nicht mal so unverdient. Natürlich wäre ein Sieg der Berliner oder ein Unentschieden genauso in Ordnung gegangen. Aber es war eben nicht gegen Laufkundschaft, sondern gegen das aktuell formstärkste Team der Liga. Eine kleine Revanche für die 1-6-Demütigung im DFB-Pokal ist somit gelungen.
Folgt in Kiel der dritte Sieg in Serie?
Der FCK verkürzt mit jetzt 46 Punkten den Rückstand auf die sechstplatzierten Berliner auf nur noch einen Punkt, selbst der Tabellenfünfte Darmstadt 98 ist nur noch vier Zähler voraus. Den frisch gewonnenen Auswärtsschwung gilt es, nun auch bei der abstiegsbedrohten KSV Holstein Kiel zu nutzen. Am kommenden Freitag, 17. April, 18.30 Uhr, gastieren die Roten Teufel bei den Störchen.
Falls dem Team von Torsten Lieberknecht im hohen Norden der dritte Sieg in Serie gelingen sollte, könnte dem FCK durch einen starken Endspurt noch ein versöhnlicher Saisonabschluss in Aussicht stehen. Mit einem möglichst guten Gefühl aus dieser wechselhaften Spielzeit herauszugehen, wäre nicht nur im Hinblick auf einen neuerlichen Angriff auf die Spitzenplätze im kommenden Jahr wichtig, sondern nicht zuletzt auch für den Trainer und dessen weitere Perspektive in der heimischen Pfalz. rav
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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