FCK beendet Horrorwoche erfolgreich: Strohfeuer oder Wende zum Guten?
- Die FCK-Fans warteten wieder mit einer tollen Choreo vor dem Spiel gegen Dynamo Dresden auf
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FCK. Die Erleichterung stand den Spielern und dem Trainer des 1. FC Kaiserslautern nach der Partie ins Gesicht geschrieben. Nach einer bis dahin komplett verkorksten Englischen Woche mit desolaten Auftritten in Braunschweig und im Pokal bei der Hertha war der Druck vor dem Heimspiel gegen Dynamo Dresden gewaltig.
Bereits in Braunschweig bot das Team von Trainer Torsten Lieberknecht eine beschämend schwache Vorstellung und ging hochverdient mit 0:2 baden. Das 1:6 am Dienstag im Pokal gegen Hertha BSC Berlin schlug jedoch dem Fass den Boden aus. Die Roten Teufel wurden im Achtelfinale des DFB-Pokals von der „Alten Dame“ demontiert und in alle Einzelteile zerlegt.
Wehrlos ließen die Pfälzer das Debakel über sich ergehen, von einer Reaktion auf die Niederlage bei der Eintracht keine Spur. Die Mannschaft ließ ihren Coach komplett im Regen stehen und sorgte dafür, dass kurz vor Weihnachten auf einmal mächtig Druck auf dem Kessel war. Der Charakter des Teams wurde in Frage gestellt, und der ratlos wirkende Lieberknecht geriet nun auch selbst in die Schusslinie.
Mächtig Druck auf dem Kessel vorm Spiel gegen Dresden
Um die angespannte Situation nicht noch weiter eskalieren zu lassen, musste also gegen Dresden unbedingt ein Erfolgserlebnis her. Die Sachsen waren zwar in der Vergangenheit öfter mal ein dankbarer Gegner für den FCK, aber mit zwei Siegen im Gepäck reiste Dynamo nicht nur mit 3.500 stimmgewaltigen Fans im Rücken nach Kaiserslautern, sondern auch mit breiter Brust und der Zuversicht Optimismus, etwas Zählbares mit nach Hause nehmen zu können.
In der Anfangsviertelstunde merkte man den Hausherren auch durchaus noch an, dass ihnen die Verunsicherung noch in den Gliedern saß. Doch das 1:0 durch Nataan Skyttä in der 17. Minute war der erhoffte Brustlöser. Das vermeintliche 2:0 durch Daniel Hanslik (24.) kassierte der VAR wieder ein. Das Spiel blieb bis zur Pause ausgeglichen, die Roten Teufel waren noch nicht über den Berg.
Sehenswerte Treffer nach der Pause
Erst das 2:0 durch einen raffinierten Schuss von Kapitän Marlon Ritter in der 52. Minute stellte die Weichen auf Sieg. Beim 3:0 durch Mika Haas in der 70. Minute war auch wieder Spielfreude erkennbar. Skyttä bereitete es mit einem großartigen Dribbling gegen mehrere Dresdener Verteidiger äußerst sehenswert vor. Die Messe war gelesen und das 1:3 durch Jakob Lemmer (76.) nicht viel mehr als Ergebniskosmetik.
- Marlon Ritter erzielte nicht nur das wichtige 2:0 für den FCK, sondern ging als Kapitän auch mit Leistung voran
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Doch was ist der Heimsieg gegen Dynamo letztlich wert? War das schon die Wende zum Guten oder nur ein Strohfeuerwerk gegen einen dankbaren Gegner? Torsten Lieberknecht lobte den Umgang seines Teams mit dem aufgekommenen Druck, war aber keineswegs so vermessen, schon den endgültigen Turnaround zu proklamieren. Mit der Tatsache, dass mit Dion Hofmeister, Erik Müller und Owen Gibs drei Youngster statt gestandenen Spielern wie Tachie, Wekesser und Aremu im Kader standen und die beiden Erstgenannten auch noch zum Einsatz kamen, setzte der Trainer durchaus ein Zeichen.
Duell der Pokalfinalisten der letzten beiden Jahre
Der FCK-Trainer will jetzt endlich auch mal wieder eine ansprechende Leistung auf des Gegners Platz sehen. Am kommenden Samstag, 13. Dezember, 13 Uhr, haben seine Mannen die nächste Gelegenheit, zu beweisen, dass sie auswärts nicht nur harmlose Punktelieferanten sind. Auf der „Alm“ bei Arminia Bielefeld allerdings kein leichtes Unterfangen.
Der Pokalfinalist von 2025 hat sich nach dem Aufstieg schnell akklimatisiert in Liga 2 und dabei bereits den KSC und Elversberg mit glatten Heimsiegen das Fürchten gelehrt. Mit 17 Punkten stehen die Arminen deutlich überm Strich und steuern auf den Klassenerhalt zu.
Der FCK hält mit nun 26 Punkten auch nach der Achterbahnfahrt in dieser Woche den Anschluss an die Spitzengruppe. Gerade mal drei Punkte beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz. Kommen in den Spielen gegen Bielefeld und Magdeburg noch weitere drei bis im Optimalfall sechs Zähler dazu, wäre Weihnachten trotz des zwischenzeitlichen mächtigen Gerumpels gerettet. rav
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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