Derby-Euphorie komplett verpufft: FCK mit peinlichem Auftritt beim "Glubb"

Die mehr als 5.000 mitgereisten FCK-Fans erlebten einmal eine bittere Enttäuschung in der Fremde | Foto: Hagen Leopold/gratis
  • Die mehr als 5.000 mitgereisten FCK-Fans erlebten einmal eine bittere Enttäuschung in der Fremde
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FCK. Nach dem Derbysieg gegen den Karlsruher SC herrschte noch pfälzische Glückseligkeit. Und wie so oft in dieser Saison folgte postwendend die herbe Enttäuschung. Beim 1. FC Nürnberg zeigte der FCK einmal mehr sein hässliches Auswärtsgesicht und kassierte eine vollauf verdiente 0:3-Schlappe, die sogar noch wesentlich bitterer hätte ausfallen können. Konstant inkonstant heißt es mal wieder.

Der Rückenwind aus dem Derby war schon nach gut einer Minute vollends aus den Segeln. Nach einer Ecke war Maxwell Gyamfi mit den Gedanken wohl noch in der Kabine, als sein Gegenspieler Luka Lochoshvili zum 1:0 für die „Glubberer“ einköpfte. Das Unheil nahm früh seinen Lauf, die Roten Teufel standen überhaupt nicht auf dem Platz.

Das Team von Trainer Miro Klose fackelte einen wahren Sturmlauf ab, dem die Mannen von Torsten Lieberknecht nichts entgegenzusetzen hatten. Die gegen den KSC noch so gefestigte Defensive war überfordert und geriet ein ums andere Mal in Verlegenheit. Nach einer halben Stunde hätten die Franken bereits mit drei, vier Toren führen können.

Nur für zehn Minuten zurück im Spiel

Erst zehn Minuten vor der Pause bequemten sich die Gäste dazu, auch mal mitzuspielen. Mergim Berisha und Nataan Skyttä hatten in dieser Phase des Strohfeuers sogar den Ausgleich auf dem Fuß. Wer nun dachte, dass die Pfälzer den für kurze Zeit gefundenen Faden nach dem Seitenwechsel weiter aufnehmen würden, sah sich getäuscht. Stattdessen ging es weiter mit dem Einbahnstraßenfußball auf das Tor von Julian Krahl.

Der Dreifachwechsel – Redondo, Emreli und Bassette kamen für Joly, Kunze und Ritter – der frischen Wind hätte bringen sollen, ging komplett nach hinten los. Die Unordnung in der Hintermannschaft wurde noch größer als ohnehin schon. Semih Sahin rannte Zoma im Strafraum völlig unnötig über den Haufen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Adam Markhiev in der 58. Minute zum 2:0, was den Roten Teufeln bereits endgültig den Stecker zog.

Ratlose Gesichter nach der Pleite

Der „Glubb“ machte es noch gnädig mit den Gästen und traf nur noch einmal in der 83. Minute durch Luka Lochoshvili zum 3:0. Der völlig indisponierte FCK hätte sich über ein Debakel nicht beschweren dürfen. Trainer und Spieler rangen nach der wieder einmal desaströsen Leistung auf des Gegners Platz nach Worten. Eine Erklärung für den Totalausfall nach dem überzeugenden Derbysieg hatte indes keiner.

Warum bekommt der Trainer einfach keine Konstanz in die Auftritte seiner Mannschaft? Hat das Team womöglich ein Charakterproblem und hängt sich nur auf dem Betze mit der Wucht der Fans im Rücken richtig rein oder wann es ihr eben gerade mal passt? Oder ist der qualitativ vermeintlich gute Kader doch überschätzt und einige Spieler genügen den Ansprüchen eben doch nicht? Fragen über Fragen – und kaum Antworten darauf...

Jekyll oder Hyde nach der Länderspielpause?

Mit diesem herben Negativerlebnis im Gepäck verabschieden sich die Roten Teufel nun in die zweiwöchige Länderspielpause. Danach geht es am Samstag, 4. April, 13 Uhr, zu Hause gegen die von Ex-FCK-Trainer Markus Anfang trainierte Fortuna aus Düsseldorf. Mal schauen, welches Gesicht das Team dann wieder zeigen wird – die gute Miene von Dr. Jekyll oder die Fratze von Mr. Hyde? rav

Der Betze bebt: Leidenschaftlicher FCK dominiert KSC im Südwestderby
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Autor:

Ralf Vester aus Kaiserslautern

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