Betze pur: Leidenschaft, Emotionen – und ein hart erkämpftes 1:0 des FCK
- Die FCK-Fans sorgten für einen stimmungsvollen Heimauftakt in die neue Saison
- Foto: Ralf Vester
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FCK. Kampfspiel, dreckiger Arbeitssieg, den Gegner niedergerungen – all das trifft auf den Heimauftakt des 1. FC Kaiserslautern gegen Schalke 04 zu. Ein fußballerischer Leckerbissen oder gar Offensivspektakel war es beileibe nicht, aber das hatte auch keiner erwartet. Es war einfach Betze pur mit viel Leidenschaft und Emotionen und einem erfolgreichen Ende für die Roten Teufel.
Eigentlich war’s ein klassisches 0:0-Spiel, in dem beide Abwehrreihen dem Gegner nichts schenkten. Sowohl der FCK als auch die Königsblauen verteidigten bärenstark und ließen kaum Offensivaktionen zu. Die Dreierkette der Gastgeber mit Sirch, Gyamfi und Kim machte ihre Sache richtig gut und verteidigte souverän wirklich alles weg, was hätte gefährlich werden können.
Bärenstarker Defensivverbund des FCK
Im gesamten Defensivverbund agierten die Pfälzer von vorne bis hinten so, wie sich das Trainer Torsten Lieberknecht vorstellt. Fabian Kunze überzeugte erneut als starker Sechser. Auch Eigengewächs Mika Haas machte seine Sache über Links mehr als ordentlich und empfahl sich für weitere Startelfeinsätze.
Im Spiel nach vorne taten sich die Lautrer wie schon in Hannover schwer, auch wenn eine leichte Aufwärtstendenz durchaus erkennbar war. Ritter, Sahin, Emreli und Hanslik mühten sich redlich, blieben aber immer wieder im Abwehrbollwerk der Gäste hängen. Während Neuzugang Nataan Skyttä nach seiner Einwechslung aufblitzen ließ, was er an Dribbelstärke und Spielwitz mitbringt, hat sich Faride Alidou mit einem weiteren unglücklichen Auftritt wohl fürs Erste aus dem Team gespielt.
Hinten stabil, nach vorne bemüht, aber noch ohne Durchschlagskraft
Echte Torchancen waren angesichts der Defensivstärke beider Mannschaften absolute Mangelware. Daher resultierte das Tor des Tages in der 55. Minute auch aus einem Standard in Form eines Elfmeters. Dieser bedurfte ebenso eines minutenlangen VAR-Checks wie die Rücknahme einer vermeintlichen Roten Karte für Leon Robinson. Kapitän Marlon Ritter verwandelte den letztlich unstrittigen Strafstoß eiskalt zum 1:0 für den FCK.
Defensiv weitaus stabiler als in der Vorsaison und im Offensivspiel nach wie vor reichlich Luft nach oben – das ist das Zwischenfazit nach den ersten beiden Saisonspielen. An Letzterem lässt sich arbeiten, denn mit Ritter, Sahin und nun auch Skyttä hat man eigentlich das mit jeweils feinen Füßchen ausgestattete Personal dafür.
Seriöser Auftritt im DFB-Pokal vonnöten
Vielleicht platzt ja der offensive Knoten beim Pokalspiel gegen RSV Eintracht 1949 Stahnsdorf am kommenden Sonntag, 17. August, 15.30 Uhr, im Karl-Liebknecht-Stadion in Potsdam. Gegen den Oberligisten lässt sich im Optimalfall im Angriff weiteres Selbstvertrauen tanken. Allerdings bedarf es hierfür eines absolut seriösen, konzentrierten Auftritts des FCK, um nicht mit einer Blamage den zarten Aufwärtstrend wieder jäh abzuwürgen. rav
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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