Wochenmarkt Kaiserslautern: Stadt will Dienstagsmarkt auf Stiftsplatz sichern
- Oberbürgermeisterin Beate Kimmel (links) wurde bei ihrem Rundgang über den Dienstagsmarkt von Elisabeth Heid, Stadtratsmitglied und Mitglied im Marktausschuss, begleitet
- Foto: Stadt KL/gratis
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Kaiserslautern. Wie geht es mit dem Dienstagsmarkt auf dem Stiftsplatz weiter – und was brauchen Händler und Kundschaft, damit das Angebot stabil bleibt? Genau darum ging es beim Marktgespräch von Oberbürgermeisterin Beate Kimmel am Dienstag, 11. August 2026, auf dem Wochenmarkt.
Bei einem Rundgang über den Stiftsplatz sprach Kimmel direkt mit Marktbeschickern sowie mit Bürgerinnen und Bürgern. Sie nahm Anregungen und Kritik auf und bekam nach Angaben der Stadt auch wertschätzende Rückmeldungen zur Stadt Kaiserslautern.
Marktzeiten und ein klares Signal für den Dienstag
Kimmel unterstrich die Bedeutung des Wochenmarkts und erinnerte an die Standorte und Tage: dienstags und samstags auf dem Stiftsplatz sowie donnerstags in der Königstraße. „Unser regelmäßig stattfindender Wochenmarkt ist etwas Besonderes: Einkaufen unter freiem Himmel ist ein Erlebnis und gerade samstags ist der Markt ein beliebter Treffpunkt“, sagte sie.
Beim Dienstagsmarkt sieht die Lage laut den Gesprächen schwieriger aus. „Obwohl der Dienstagsmarkt etwas unser Sorgenkind ist“, stimmte Kimmel einem Standbetreiber zu, „möchten wir diesen gerne weiterhin bewahren.“
Ein Beschicker schilderte, dass samstags viele Familien für die Woche einkaufen und dabei auch die Gespräche mit Kundinnen und Kunden wichtig seien. Dienstags kämen dagegen deutlich weniger Menschen, vor allem Stammkundschaft; zusätzlich blieben an diesem Tag öfter Stände weg – und je kleiner das Angebot, desto weniger werde es genutzt.
Kimmel sagte zu, den Hinweis erneut mit der Marktverwaltung zu besprechen.
Parken, Innenstadt und neue Themen vom Rundgang
Auch die Frage nach kurzen Wegen mit dem Auto kam zur Sprache. Zur Kritik an fehlenden Kurzzeitparkplätzen verwies Kimmel auf extra eingerichtete Parkplätze am Stiftsplatz, die Kundinnen und Kunden des Markts für kurze Zeit nutzen könnten. Außerdem entstanden im Juli 2026 unter anderem in der Eisenbahnstraße am Kugelbrunnen neue Kurzzeitparkplätze.
Ein anderer Beschicker sprach den Zusammenhang zwischen Innenstadt-Geschäften und dem Kundenzulauf an: Viele kämen vor der Arbeit, in der Mittagspause oder beim Stadtbummel. Weil einige Geschäfte weggezogen seien, habe die dritte Möglichkeit nachgelassen; durch die Ansiedelung von Ärzten in der Innenstadt und die Verknüpfung von Praxis- und Marktbesuch könne es aber wieder besser werden.
Seit März dieses Jahres ist ein Stand mit Südtiroler Spezialitäten auf dem Wochenmarkt vertreten. Die Standbetreiberin zeigte sich begeistert von dem Kaiserslauterer Publikum. Ihr Stand laufe gut. Auch beim deutsch-französischen Bauernmarkt, der im März 2026 anlässlich des städtischen Jubiläumsjahres stattgefunden hatte, habe ihr Stand sehr großen Zuspruch erfahren. Die Oberbürgermeisterin freute sich sehr über die Würdigung der Stadt sowie ihrer Bürgerinnen und Bürger.
Weiteres Thema: Hitzeschutz in Kitas und Sicherheitsgefühl
Neben dem Markt selbst brachten Bürgerinnen und Bürger weitere Punkte vor: Eine Bürgerin bat darum, sich des Hitzeschutzes in Kindertagesstätten anzunehmen. Kimmel bestätigte, dass sich die Stadtverwaltung intensiv damit befasse; genannt wurden Ideen wie Sonnensegel, Baumpflanzungen oder Wasserspielmöglichkeiten, außerdem soll der Stadtrat demnächst über mögliche Sofortmaßnahmen informiert werden.
Zur neuen Stadtmitte berichtete ein Bürger, dass er dort zumindest tagsüber keine Unsicherheit verspüre. Kimmel betonte, dass alle Verantwortlichen die Situation immer wieder beobachten, um geeignete Maßnahmen zur Stärkung des allgemeinen Sicherheitsgefühls ergreifen zu können.
Elisabeth Heid, Stadtratsmitglied und Mitglied des Marktausschusses, die Kimmel begleitete, regte an, den Platz einfach zu nutzen, sich hinzusetzen und die neu gestaltete Stadtmitte um den Fackelbrunnen zu genießen.
Eine Schillerbüste für den Schillerplatz
Beim Rundgang traf Kimmel auch Annette Bernd, Enkelin des bekannten Kaiserslauterer Bildhauers Adolf Bernd. Bernd wird den Gipsabdruck für eine angedachte Schillerbüste auf dem Schillerplatz zur Verfügung stellen; beide tauschten sich über den Prozess der Denkmalaufstellung aus, den mehrere Referate der Stadtverwaltung begleiten.
Außerdem ging es um die Sauberkeit der neu sanierten Fußgängerzone, Neuansiedlungen von Industriebetrieben und den Internetauftritt der Stadtverwaltung. Angeregt wurde etwa, die städtische Website in mehr Sprachen als nur Deutsch und Englisch zugänglich zu machen.
Kimmel hob dazu die Integreat-App hervor, die derzeit in 13 Sprachen verfügbar ist und nicht nur neuen, sondern auch länger in Kaiserslautern lebenden Menschen helfen soll, sich in der Stadt zurechtzufinden. red
Autor:Monika Klein aus Kaiserslautern |
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