"Tag der Vereine" in Kaiserslautern: 100 Gruppen zeigen, wie vielfältig Ehrenamt ist
- Rund 100 Vereine, Initiativen und Organisationen präsentieren sich beim „Tag der Vereine“ in der Kaiserslauterer Innenstadt
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Kaiserslautern. Es ist ein Aufgebot, das sich sehen lassen kann: Rund 100 Vereine, Initiativen, Organisationen und Gruppen stellten sich am Samstag, 29. August, beim "Tag der Vereine" in der Kaiserslauterer Innenstadt vor. Im Jubiläumsjahr "750 Jahre Kaiserslautern" zeigten sie einen Querschnitt durch die Vielfalt des ehrenamtlichen Engagements.
Von Monika Klein
750 Jahre Kaiserslautern: Ehrenamt zeigt die Vielfalt der Stadt
Rund um die Fruchthalle, auf der Theaterwiese, auf dem Schillerplatz, an der Stiftskirche und in ihrem Innenhof, auf dem Stiftsplatz und in der Marktstraße sind Pagodenzelte aufgebaut. Menschen flanieren vorbei, sie bleiben hier und dort stehen, schauen genau hin und stellen Fragen.
- Zwei Tage lang dreht sich in Kaiserslautern alles ums Ehrenamt: Auf den "Tag der Vereine" am Samstag folgt der Landesweite Ehrenamtstag am Sonntag
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Viele der Ehrenamtlichen sind in Gespräche mit Vorbeikommenden vertieft. Sie geben Infomaterial an Interessierte aus, tauschen sich aber auch mit Gleichgesinnten aus. Zahlreiche Spiel- und Spaßangebote stehen für den Nachwuchs bereit. Glücksräder klackern, Kinder kicken oder nehmen am Bobbycar-Rennen teil.
Blaulichtmeile zeigt Einsatz der Hilfsorganisationen
Zwischen Theaterwiese und Fruchthalle ist die Blaulichtmeile aufgebaut. Die Kinderunfallkommission und mehrere Hilfsorganisationen stellen ihre verschiedenen Fachbereiche und Ausrüstungen vor, das Technische Hilfswerk ist mit schwerem Gerät vorgefahren.
- Auf der Blaulichtmeile zeigten Hilfsorganisationen, Feuerwehr und THW ihre Fahrzeuge, Geräte und Einsatzmöglichkeiten
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Die Malteser Westpfalz sind an diesem und am Folgetag, dem Landesweiten Ehrenamtstag, mit ihrem Besuchsdienst mit und ohne Hund, mit den Integrationslotsen, der Verpflegungseinheit, dem Sanitätsdienst, der Medizinischen Task Force und ihrer Jugend vor Ort.
Isabelle Canete, stellvertretende Leiterin dieser Gliederung, und Jacqueline Gallhuber von der Landesgeschäftsstelle in Mainz sehen in diesem Tag die Gelegenheit, die Vielfalt der Dienste aufzuzeigen. Aber auch das Knüpfen von Kontakten, das Netzwerken und das gegenseitige Kennenlernen erachten sie als wichtig. Deshalb würde sich Canete auch eine Wiederholung dieses Tages wünschen.
KlimaLautern zieht Bilanz zum Projekt „Lautrer Schatten“
Zwischen Tourist Information und Fackelbrunnen begeht der Verein "KlimaLautern" die Finissage des Projekts "Lautrer Schatten". Im Laufe des Tages werden die Wäschestücke nach und nach abgehängt. Passanten haben ein letztes Mal die Möglichkeit, ihre Ideen und Meinungen zu hinterlassen und mit den Initiatoren ins Gespräch zu kommen.
- KlimaLautern verabschiedete sich mit der Finissage des Projekts „Lautrer Schatten“ vom Standort zwischen Tourist Information und Fackelbrunnen
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Petra Neumahr, die das Projekt vorangetrieben hat, sagt: "Ich bin positiv überrascht, wie viele Leute sich für das Thema Hitzeschutz interessieren." Sie freut sich darüber, dass das Thema aufgegriffen und weitergeführt werde, merkt sie im Hinblick darauf an, dass das Citymanagement am Montag ein Sonnenschutznetz an dem bestehenden Gerüst montieren lässt. Dass Bürger eine Aktion anstoßen und damit Gehör bei der Verwaltung finden, ist für Annette Coen von „KlimaLautern“ ein Zeichen gelebter Demokratie.
"Kein Platz für Gewalt" lautet das Motto am gemeinsamen Stand der Frauenzuflucht Kaiserslautern und des Vereins Gemeinsam gegen sexuelle Gewalt Kaiserslautern. Ein Sitzplatz mit Sessel, Beistelltisch und Teppich ist aufgebaut. Hingucker sind aber die beiden Kissen mit den Aufschriften "Kein Platz für Gewalt" und "Nur Ja heißt Ja".
- Beim Stand von „Gemeinsam gegen sexuelle Gewalt“ und der Frauenzuflucht steht das Thema „Kein Platz für Gewalt“ im Mittelpunkt
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Meike Camby, Vorsitzende von Gemeinsam gegen sexuelle Gewalt Kaiserslautern, möchte bei den Gesprächen mit Vorbeikommenden den Fokus auf das Positive lenken, auf das Miteinander der Geschlechter, auf Mut und auf das Füreinander-Einstehen.
Vom Kinderhospizdienst bis zur Organspende
Schräg gegenüber stellt sich der Hospizverein Stadt und Kreis Kaiserslautern mit dem Kinderhospizdienst "Rückenwind" vor, für den sich Sarah Hertle ehrenamtlich engagiert und beim diesjährigen Stadtradeln als Stadtradelstar Spenden gesammelt hat. Geschäftsführerin Franziska Emrich freut sich über viel Zuspruch, über die Gelegenheit, sich der Öffentlichkeit zu zeigen, und zu netzwerken. "Da gibt es Schnittstellen, das hilft", meint sie im Hinblick auf die Vielfalt der anderen Vereine.
- Sarah Hertle (links) engagiert sich beim Kinderhospizdienst „Rückenwind“ des Hospizvereins Stadt und Kreis Kaiserslautern. Geschäftsführerin Franziska Emrich freut sich über den regen Zuspruch
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Zusammengetan haben sich auch die Landesinitiative Organspende Rheinland-Pfalz und Tanja Ayala als Gründerin der Selbsthilfegruppe für Organtransplantierte. Wer möchte, kann direkt am Stand einen Organspendeausweis ausfüllen oder sich rund um das Thema und die Treffen informieren. Mehrere Personen, die selbst oder deren Angehörige betroffen seien, haben großes Interessse gezeigt, berichtet Ayala.
Ehrenamt verbindet die Menschen
Vor der Stiftskirche hat ein Tierschutzverein seinen Stand aufgebaut, daneben ein Karnevalsverein und einige Schritte weiter der Seniorenbeirat, die Diakonie Pfalz, der Deutsche Alpenverein und die Stolperstein-Initiative.
- Der Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine Kaiserslautern hatte seinen Stand in der Marktstraße aufgebaut. Pflanzendoktorin Sabine Günther gab vielen Gartenfreunden Tipps
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Beim Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine waren die "Sameknepp" oder Samenkugeln zum Selbermachen bei Kindern wie Erwachsenen stark gefragt. Aber auch ganz unterschiedliche Gartentipps konnte die Vorsitzende Sabine Günther, Gärtnermeisterin und Pflanzendoktorin, geben. "Jung und Alt schauen vorbei", freut sie sich über das Interesse.
Vom Rettungswagen bis zur Samenkugel, vom Klimaschutz bis zum Kinderhospizdienst: Beim „Tag der Vereine“ hat das Ehrenamt viele Gesichter. Wer durch die Innenstadt schlendert, bekommt vor allem eines zu sehen: Engagement lebt davon, dass Menschen etwas bewegen wollen. Und vielleicht geht der eine oder andere nicht nur mit neuen Eindrücken nach Hause, sondern auch mit dem Gedanken, selbst aktiv zu werden.
Autor:Monika Klein aus Kaiserslautern |
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