So lernen Kita-Kinder in Kaiserslautern, sich vor Missbrauch zu schützen
- Jugenddezernentin Anja Pfeiffer (5. von rechts) sowie Vertreterinnen und Vertreter der sechs teilnehmenden Kitas begrüßen das Projekt "Starke Kinder Kiste"
- Foto: Stadt Kaiserslautern
- hochgeladen von Ralf Vester
Kaiserslautern. Kinder früh stärken, ihr Selbstbewusstsein fördern und sie besser vor sexualisierter Gewalt schützen: Mit diesem Ziel setzen mehrere Kindertagesstätten in Kaiserslautern auf die sogenannte „Starke Kinder Kiste“. Das Präventionsprojekt der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel wurde jetzt in der Kita „Kleine Strolche“ vorgestellt.
Jugenddezernentin Anja Pfeiffer informierte sich dort über die Materialien und Inhalte des Projekts. Die „Starke Kinder Kiste“ soll Kinder bereits im Vorschulalter dabei unterstützen, ihre eigenen Gefühle wahrzunehmen, Grenzen zu erkennen und sich in schwierigen Situationen Hilfe zu holen.
„Mit der ,Starken Kinder Kiste‘ können die Fachkräfte unter Einbezug der Eltern frühzeitig mit der Ich-Stärkung der Kinder beginnen. Das Projekt ist außerdem ein wichtiger Baustein für die Umsetzung unseres Schutzkonzepts“, betonte Anja Pfeiffer.
Kinder früh stärken und schützen
Die Stadt Kaiserslautern verfügt aktuell über zwei „Starke Kinder Kisten“, die von insgesamt sechs Kindertagesstätten genutzt werden. Die Materialien wechseln dabei zwischen den Einrichtungen, sodass möglichst viele Vorschulkinder von dem Angebot profitieren können.
Die Kisten enthalten unter anderem Fach- und Kinderbücher, CDs, Magnettafeln, verschiedene Lernspiele sowie die Handpuppe Katze „Kim“. Spielerisch lernen die Kinder dabei wichtige Themen wie Körpergefühl, Selbstvertrauen sowie den Umgang mit guten und schlechten Geheimnissen kennen.
„Die Materialien der ,Starken Kinder Kiste‘ sind hochwertig gefertigt und machen Lust auf nachhaltige Präventionsarbeit in den Kitas. So kann die Kiste die beteiligten Kinder stärken, ihnen mehr Selbstbewusstsein geben und sie besser schützen, ohne den Kindern die Verantwortung zu übertragen“, erklärte Pfeiffer.
Fachkräfte lernen, Warnsignale schneller zu erkennen
Zum Projekt gehört außerdem eine eintägige Fortbildung für die pädagogischen Fachkräfte. Dabei geht es unter anderem darum, Anzeichen von sexuellem Missbrauch frühzeitig zu erkennen, richtig auf Hinweise von Kindern zu reagieren und passende Unterstützungsangebote einzubeziehen.
Die „Starke Kinder Kiste“ ist Teil des „Echte Schätze“-Präventionsprogramms des Petze-Instituts und wurde von der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel entwickelt. Bundesweit sollen mit dem Projekt bis zu 5.000 Kindertagesstätten erreicht und rund 500.000 Kinder gestärkt werden.
Für Kaiserslautern ist das Projekt ein weiterer Baustein, um Kinder frühzeitig zu schützen, ihr Selbstbewusstsein zu fördern und ihnen wichtige Kompetenzen für einen sicheren Alltag mitzugeben. [red]
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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