Nach Hitzewellen: Elternausschuss fordert Investitionen in moderne Kitas in Rheinland-Pfalz
- Immer häufigere Hitzewellen stellen viele Kitas vor große Herausforderungen – der LEA RLP fordert deshalb klimaangepasste Gebäude und Außenanlagen
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Rheinland-Pfalz. Angesichts immer häufiger auftretender Hitzewellen fordert der Landeselternausschuss der Kindertagesstätten Rheinland-Pfalz (LEA RLP), die neuen Bundesmittel gezielt in moderne und klimaangepasste Kitas zu investieren. Überhitzte Gruppenräume gefährdeten Gesundheit, Betreuung und frühkindliche Bildung, betont der Ausschuss.
Bundesprogramm eröffnet neue Investitionsmöglichkeiten für Kitas
Der LEA RLP begrüßt das neue Investitionsprogramm des Bundes. Von 2026 bis 2029 stellt der Bund den Ländern insgesamt vier Milliarden Euro für Investitionen in die Kindertagesbetreuung sowie die Hochschul- und Wissenschaftsinfrastruktur zur Verfügung. Gefördert werden unter anderem Neubauten, Sanierungen und moderne Ausstattung.
Rheinland-Pfalz müsse die auf das Land entfallenden Mittel konsequent und bedarfsgerecht in die Kindertagesbetreuung investieren, so der LEA Rlp. Viele Kitas seien baulich veraltet, unzureichend ausgestattet und nicht auf immer häufigere Hitzewellen
vorbereitet.
LEA RLP fordert konsequenten Hitzeschutz in Kindertagesstätten
„Die aktuellen Hitzewellen zeigen schonungslos, wie schlecht viele Kitas auf Extremtemperaturen vorbereitet sind. In überhitzten Gruppenräumen können Kinder weder unbeschwert spielen noch konzentriert lernen oder sich ausreichend erholen. Hitzeschutz ist kein Luxus, sondern Gesundheitsvorsorge und eine Voraussetzung für gute frühkindliche Bildung“, erklärt LEA-RLP-Vorsitzende Annegret Neugschwender.
Land, Kommunen und Träger sollen gemeinsam handeln
Der LEA RLP sieht Land, Kommunen und Kita-Träger gemeinsam in der Verantwortung, die darf auf keinen Fall zwischen den Beteiligten hin- und hergeschoben werden dürfe.
„Wer heute eine Kita plant, erweitert oder saniert, darf die klimatischen Bedingungen der kommenden Jahrzehnte nicht ausblenden“, betont Neugschwender. „Hitzeschutz darf kein freiwilliges Zusatzprojekt sein, das nur umgesetzt wird, wenn noch Geld übrig ist. Er gehört in jedes zeitgemäße Raum- und Baukonzept.“
Der LEA RLP fordert deshalb ein transparentes Landesprogramm mit klaren Förderkriterien und einer nachvollziehbaren Bedarfsabfrage bei Kommunen und Trägern. Finanzschwache Kommunen und Träger müssen gezielt unterstützt, die
Verfahren einfach und die Mittel schnell verfügbar gemacht werden. KitaLeitungen, Fachkräfte und Elternvertretungen sind von Beginn an einzubeziehen, denn sie wissen, wo die Belastung am größten ist und welche Maßnahmen tatsächlich
helfen.
Klimaangepasste Kitas als Investition in Gesundheit und Bildung
„Ob Kinder in einer sicheren, gesunden und gut ausgestatteten Kita betreut werden, darf weder vom Wohnort noch vom Träger oder der Finanzkraft einer Kommune abhängen“, so Neugschwender. „Der Bund schafft finanziellen Spielraum. Land, Kommunen und Träger müssen ihn gemeinsam nutzen. Unsere Kinder brauchen Gebäude und Außenflächen, die sie wirksam vor Hitze schützen.
Investitionen in klimaangepasste Kitas stärken Gesundheit, Bildungsgerechtigkeit und verlässliche Betreuung.“ red
Autor:Monika Klein aus Kaiserslautern |
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