Katastrophenschutz Rheinland-Pfalz: DRK stellt neue Landesverstärkung in Dienst
- Die neue DRK-Landesverstärkung unterstützt den Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz mit moderner Technik, Spezialfahrzeugen und geschulten Einsatzkräften bei Großschadenslagen
- Foto: Kim Rileit
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Rheinland-Pfalz. Beim Waldbrand in Traisen nahe Bad Kreuznach musste sich die neue DRK-Landesverstärkung erstmals im Einsatz bewähren – mit Erfolg. Nur wenige Tage nach ihrer offiziellen Indienststellung unterstützten Einsatzkräfte die Löscharbeiten mit Spezialfahrzeugen, Logistik und moderner Drohnentechnik. Der Einsatz zeigt, welche Rolle die neue landesweite Struktur künftig bei Waldbränden, Hochwasser oder anderen Großschadenslagen spielen soll.
Extremwetter, Waldbrände und Starkregen stellen den Katastrophenschutz vor immer größere Herausforderungen. Um auf solche Einsatzlagen schneller und gezielter reagieren zu können, hat der DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz seine neue DRK-Landesverstärkung offiziell in Dienst gestellt. Die modulare Einsatzstruktur soll Hilfskräfte landesweit unterstützen und den Bevölkerungsschutz nachhaltig stärken.
Neue Einsatzstruktur für Krisen und Großschadenslagen
Ob Starkregen, Hochwasser, Waldbrände oder andere komplexe Einsatzlagen: Die Anforderungen an den Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz nehmen seit Jahren zu. Vor diesem Hintergrund hat der DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz seine Einsatzstrukturen weiterentwickelt und mit der DRK-Landesverstärkung ein neues, landesweit abrufbares Unterstützungssystem geschaffen.
Die Landesverstärkung verfolgt das Ziel, als komplementäre Struktur, Materialvorhaltungen des Landes sowie das organisationseigene Hilfspotential aus Materialien des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz e.V. und der DRK-Bundesvorhaltung zu einem modularen System zu verbinden. Einzelne Module können individuell, unkompliziert, landesweit abgerufen werden.
„Resilienz entsteht nicht erst im Einsatz, sondern lange davor – durch moderne Technik, qualifizierte Ausbildung, engagierte Einsatzkräfte und vorausschauende Planung. Genau diesen Weg gehen wir konsequent weiter“, erklärt Manuel González, Vorstand des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz.
Moderne Technik und speziell geschulte Einsatzkräfte
Zur neuen DRK-Landesverstärkung gehören unter anderem ein Wechselladerfahrzeug mit Logistik-Abrollbehälter, eine moderne Kartierungsdrohne zur bildgebenden Fernerkundung, drei Behandlungsplätze für jeweils bis zu 50 Patienten, ein Betreuungsplatz für bis zu 500 Menschen, ein Einsatzleitwagen, fünf Kommandowagen, zwei Boote sowie weitere Spezialausrüstung für den Wasserrettungszug.
Neben der technischen Ausstattung setzt das Konzept auf entsprechend ausgebildete Einsatzkräfte. Alle Module können landesweit angefordert und je nach Schadenslage gezielt kombiniert werden.
Bewährungsprobe bereits kurz nach der Indienststellung
Ihre erste Bewährungsprobe absolvierte die DRK-Landesverstärkung bereits wenige Tage nach der offiziellen Indienststellung. Während eines Waldbrandes in Traisen bei Bad Kreuznach unterstützten die Einsatzkräfte die Arbeiten vor Ort unter anderem mit Logistikfahrzeugen und Spezialmaterial. Auch die neue Kartierungsdrohne kam zum Einsatz und lieferte der Einsatzleitung wichtige Informationen zur Lageentwicklung.
- Ihre erste Bewährungsprobe bestand die DRK-Landesverstärkung beim Waldbrand in Traisen, wo sie unter anderem mit Logistik und Drohnentechnik die Einsatzkräfte vor Ort unterstützte
- Foto: Kevin Schößler/dpa
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Vorbereitung auf die Folgen des Klimawandels
Nach Einschätzung des DRK werden Extremwetterlagen und andere Großschadensereignisse künftig weiter zunehmen. Mit der neuen Landesverstärkung sieht sich der DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz deutlich besser auf kommende Herausforderungen vorbereitet. Gleichzeitig soll der Katastrophenschutz kontinuierlich weiterentwickelt werden – passend zur aktuellen Jahreskampagne des Verbandes: „Menschlichkeit gestaltet Zukunft!“ red/lmo
Mehr Infos zum Waldbrand bei Bad Kreuznach:
Autor:Monika Klein aus Kaiserslautern |
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