Besuch der Partnerstädte: Kaiserslautern verschenkt individuell gestaltete Stadtfische
- Von links: Die gestalteten kleinen Fische für die Partnerstädte Guimarães (gelb), Bunkyô-ku (lila), Pleven (orange), Columbia (blau), Saint-Quentin (rosa) und Brandenburg an der Havel (rot)
- Foto: Stadt Kaiserslautern
- hochgeladen von Monika Klein
Kaiserslautern. Beim Partnerstädte-Wochenende zum 750-jährigen Stadtjubiläum bekamen Gäste aus sechs Partnerstädten ein besonderes Andenken: einen individuell gestalteten Stadtfisch im Kleinformat.
Überreicht wurden die kleinen Kunstwerke beim gemeinsamen Abendessen im „Twenty One“ hoch über den Dächern Kaiserslauterns. Oberbürgermeisterin Beate Kimmel sagte bei der offiziellen Übergabe: „Ich freue mich, wenn Sie diese Fische als persönliche Erinnerung an unsere gemeinsamen Tage hier in Kaiserslautern mit in Ihre Heimat nehmen und wenn diese kleinen Kunstwerke einen schönen Platz bei Ihnen finden“.
So erkennen sich die Partnerstädte in den Fischen wieder
Künstlerin Petra Janson-Peermann gestaltete die Fische passend zur jeweils vertretenen Partnerstadt. Die Delegationen konnten laut Stadt direkt erkennen, welcher Fisch zu ihnen gehörte.
Saint-Quentin bekam einen Fisch mit Art-Deco-Muster und üppigen Farben. Der Fisch für Columbia greift Elemente der Flagge auf, darunter die dunkelblaue Grundfarbe und den weißen Stern; außerdem ist eine Palme zu sehen, weil Columbia Kaiserslautern vor vielen Jahren eine Palme als Zeichen für South Carolina schenkte.
Für Bunkyô-ku, einen Stadtteil von Tokio, wählte Janson-Peermann ein dunkles Lila wie in der Flagge und ein stilisiertes Schriftzeichen für Literatur; dazu kommen viele Kirschblüten als Erkennungszeichen für Japan.
Der Fisch für Brandenburg an der Havel nimmt die Backsteingotik auf: Zu sehen ist das Muster des oberen Rands des Plauer Torturms. Weil Brandenburg von Wald umgeben ist, hat der Fisch einen grünen Bauch, und Paddel auf der Schwanzflosse verweisen auf die dortige Regattastrecke.
Pleven erhielt einen gold-gelben Fisch wie im Wappen. Er verbindet Museen und bulgarische schwarzrote Stickmuster: Ein eigens entwickeltes Stickmuster auf der linken Seite beruht auf dem Museums-Icon, das auf der rechten Seite groß dargestellt ist.
Beim Fisch für Guimarães stammt die gelbe Grundfarbe aus dem Inneren der Flagge. Weil Portugal und Guimarães für farbenfrohe Fliesen bekannt sind, wurde das Muster der Fliesenwand „Largo do Gremio“ auf den kleinen Fisch übertragen.
Wieder da: „Fishing for Fantasy“ – und Fische zum Mitnehmen
„Es hat mir große Freude bereitet, die Fische zu bemalen und mir Gedanken zu den Partnerstädten zu machen“, erklärt Petra Janson-Peermann. Sie grundierte die Fische, bemalte sie mit Acryllack und versiegelte sie anschließend mit einer zweifachen Schicht Klarlack.
Wie die Pressestelle der Stadt Kaiserslautern mitteilt, ließ die Stadt zum Jubiläum die Kunstaktion „Fishing for Fantasy“ aus dem Jahr 2001 wiederaufleben: Neben den Fischskulpturen im Stadtgebiet entstanden auch Kleinformate. Die BBSI Technik stellte sie per 3D-Druck her; in der Tourist Information gibt es die kleinen Fische in verschiedenen Farben für 7,50 Euro zu kaufen – für Zuhause, zum Verschenken oder auch zum Bemalen. [red]
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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