Bahn nach Paris: Kaiserslautern fordert schnellere Verbindung durch den Pfälzerwald
- Kaiserslauterns Oberbürgermeisterin Beate Kimmel fordert gemeinsam mit ihren Amtskollegen aus Mannheim und Saarbrücken einen schnelleren Ausbau der Bahnverbindung nach Paris. Das Foto zeigt den Hauptbahnhof Kaiserslautern
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Kaiserslautern / Mannheim / Saarbrücken. Schneller mit der Bahn nach Paris: Dafür machen sich die Oberbürgermeister von Kaiserslautern, Saarbrücken und Mannheim stark. Sie fordern vom Bund, die Planung für einen leistungsfähigen Hochgeschwindigkeitskorridor voranzutreiben – und insbesondere den Engpass durch den Pfälzerwald zu beseitigen.
Deutschland müsse jetzt liefern und die Streckenengpässe auf der deutschen Seite der transnationalen Schienenachse beseitigen, teilten Christian Specht aus Mannheim, Beate Kimmel aus Kaiserslautern und Uwe Conradt aus Saarbrücken bei einer Pressekonferenz mit.
In einem gemeinsamen Papier fordern die drei Oberbürgermeister die entschlossene Umsetzung des „HGV-Korridors 2040“ (HGV = Hochgeschwindigkeitsverkehr) der Europäischen Kommission.
Warum die Bahnstrecke nach Paris derzeit ausgebremst wird
Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt: „Deutschland und Frankreich sind das wirtschaftliche und politische Herz Europas. Dazu gehören leistungsfähige Verbindungen. Frankreich hat sein Hochgeschwindigkeitsnetz weit nach Osten ausgebaut. Während die Züge dort mit bis zu 320 Stundenkilometer unterwegs sind, wird die Leistungsfähigkeit auf der deutschen Seite durch historische Trassenführung, Mischverkehr und die Topographie des Pfälzerwalds erheblich eingeschränkt.“
Basistunnel durch den Pfälzerwald als mögliche Lösung
Deshalb fordern die Oberbürgermeister die Prüfung verschiedener Optionen für eine schnellere Querung des Pfälzerwalds – darunter alternative Streckenführungen wie einen Basistunnel.
Kaiserslauterns Oberbürgermeisterin Beate Kimmel: „Zwischen Kaiserslautern und Mannheim liegt einer der entscheidenden Engpässe dieser europäischen Verbindung. Wir fordern, dass endlich untersucht wird, wie dieser Engpass dauerhaft überwunden werden kann.“
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau der Bahnknoten auf der Strecke.
Mehr Kapazität für Fern-, Regional- und Güterverkehr
Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht: „Mannheim ist einer der zentralen Knoten im deutschen und europäischen Schienennetz. Hier laufen wichtige Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen zusammen. Ein leistungsfähiger westlicher Zulauf aus Richtung Paris, Saarbrücken und Kaiserslautern stärkt deshalb nicht nur unsere drei Städte, sondern das gesamte Netz. Mehr Kapazität und zuverlässigere Verbindungen schaffen zusätzliche Spielräume für Fern-, Regional- und Güterverkehr.“
Bahnsanierung zwischen Forbach und Ludwigshafen steht bevor
Mit Blick auf die anstehende notwendige Sanierung der Strecke zwischen Forbach und Ludwigshafen fordern die Oberbürgermeister eine frühzeitige Abstimmung mit den betroffenen Kommunen. Dabei appellieren sie an die Deutsche Bahn, durch Teilstreckensperrungen die Erreichbarkeit der Städte aufrechtzuerhalten und so eine wirtschaftlich tragfähige Lösung zu finden.
Die Oberbürgermeister kündigten an, weitere Städte, Regionen, Wirtschaftsakteure und wissenschaftliche Einrichtungen entlang der Achse für die Initiative gewinnen zu wollen.
Städte fordern jetzt Planung für den Hochgeschwindigkeitskorridor
Abschließend erklärten Specht, Kimmel und Conradt: „Die Schnellzugtrasse ist schon heute eine wichtige Lebensader. Wenn man das Potential heben und 2040 deutlich schneller unterwegs sein will, muss heute mit der Planung begonnen werden. Verkehrsminister Bilger und die Deutsche Bahn müssen hierzu ihren Beitrag leisten.“
Der vollständiger Forderungskatalog zur deutsch-französischen Zukunftsachse ist online unter www.saarbruecken.de zu finden. red
Autor:Monika Klein aus Kaiserslautern |
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