Die weiße Weste gerade so bewahrt
KSK I hat beim 14:12 gegen den SV Friedrichsthal II große Mühe
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Nicht ganz optimal, aber immerhin erfolgreich sind die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs aus der langen Osterpause zurückgekommen. In einem spannenden Spiel beim Verfolger SV Friedrichsthal II taten sich die Krokodile lange schwer, behielten am Ende aber dennoch mit 14:12 (1:3/5:2/5:5/3:2) die Oberhand. In der Tabelle der Regionalliga Südwest – Gruppe A reichte dies haarscharf, um wieder die Spitzenposition zu übernehmen.
Schon im Vorfeld lief es – wie befürchtet – für die Lauterer nicht ganz optimal. Dirk Feddeck konnte die Fahrt ins Saarland erst gar nicht antreten, sein Bruder Jens war zwar mit an Bord, allerdings angeschlagen, weswegen er eigentlich nur zum Aushelfen auf der Bank Platz nehmen sollte. Doch dieser Plan musste schon Ende des ersten Viertels ad acta gelegt werden, da sich die Partie in eine völlig andere Richtung entwickelte, als dies noch im Hinspiel der Fall war. Auch wenn die Friedrichsthaler ebenfalls nicht in Bestbesetzung angetreten waren, merkte man ihnen vom Anpfiff weg an, dass sie sich unbedingt für die überdeutliche 6:20 Niederlage revanchieren wollten. Und da sie mit ihren Chancen weniger fahrlässig umgingen als der KSK, lagen sie verdientermaßen bis kurz vor der ersten Pause mit 2:0 in Führung. 14 Sekunden vor Viertelende gelang dem just zuvor eingewechselten Jens Feddeck der erste Lauterer Treffer, den die Gastgeber jedoch postwendend mit dem 3:1 beantworteten.
Trotz des Rückstandes konnte Trainer Karsten Schöniger seine Ansprache relativ ruhig gestalten, denn schlecht waren seine Mannen bis dahin nicht. Neben der mangelhaften Verwertung der gut herausgespielten Tormöglichkeiten war aber das Fehlen einer „ordnenden Hand“ durchaus bemerkbar. Immerhin: Im zweiten Abschnitt wurde es besser und die Krokodile konnten das Spiel an sich reißen. Garant für den Umschwung war abermals Jens Feddeck, der in den acht Minuten vier Treffer erzielte und somit fast im Alleingang dafür sorgte (4:3 durch Jordan Chatfield), dass die Lauterer die Partie bis zum Seitenwechsel gedreht hatten (6:5).
Als man zweieinhalb Minuten nach Wiederanpfiff auf 8:5 davongezogen war und diesen Vorsprung lange halten konnte (10:7 / 22. Minute), schien es, als sei man bereits auf die Siegerstraße eingebogen. Doch eine kurze Phase der Unaufmerksamkeit seitens der Lauterer genügte den Saarländern, um mit einem Doppelpack wieder zum Anschluss zu kommen und diesen dann auch bis in die letzte Pause mitzunehmen (11:10 aus KSK-Sicht – es trafen in diesem Abschnitt Björn Schlick (2), Marius Schuler, Niklas Birich und Jens Feddeck).
Im Schlussviertel ging es zunächst lange wild hin und her, ohne dass weitere Tore fielen und erst nach mehr als drei Minuten gab es wieder etwas Zählbares: Den 11:11 Ausgleich für Friedrichsthal. Coach Schöniger nahm eine Auszeit, um sein Team nochmals wach zu rütteln – doch dies fruchtete nicht direkt, sondern es dauerte weitere 150 Sekunden, ehe der KSK durch Abwehrchef Jordan Chatfield erneut in Führung ging. Eine weitere Minute später gelang Jan-Philipp Minges, der früh mit zwei persönlichen Fehlern belastet und somit im Folgenden kaum zum Einsatz gekommen war, in Überzahl das fast schon erlösende 13:11. Die bis zum Ende stark mitspielenden Gastgeber konnten zwar nochmal verkürzen – allerdings waren danach nur noch 18 Sekunden auf der Uhr. Anstatt diese ruhig auszuspielen, setzten die Krokodile mit dem 14:12 durch Jacob Schirra doch noch selbst den Schlusspunkt, der sich im Nachhinein auch als nicht ganz unwichtig für die Tabellenkonstellation erweisen sollte.
Mit je 21 Punkten und einem Torverhältnis von +60 steht der KSK1 nun nämlich zusammen mit der ersten Mannschaft des SV Friedrichsthal ganz oben in der Rangliste. Für die Lauterer sprechen im Vergleich mit den Saarländern allerdings 14 mehr geschossene Tore, sodass sie für mindestens drei Wochen wieder die Führungsposition innehaben. Dann kommt es am 30. Mai zum Spitzenspiel zwischen den beiden Meisterschafts-Kontrahenten, welches auch den Endspurt der Saison 2025/2026 mit sieben KSK-Spielen innerhalb von 28 Tagen einläuten wird. (sts)
So spielten sie: Illia Dmytriiev (im Tor), Jordan Chatfield (2 Treffer), Marius Schuler (1), Johannes Bröhl, Niklas Birich (1), Jens Feddeck (6), Björn Schlick (2), Jacob Schirra (1), Stefan Stranz, Jan-Philipp Minges (1), Leon Birich, Mattis Starck, Johann Lehmann
Autor:Stefan Stranz aus Kaiserslautern |
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