Kaiserslautern: Urteil nach Messerangriff auf Kind wird erwartet
- Das Urteil wird erwartet. (Archivbild)
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Kaiserslautern. In Kaiserslautern wird am Mittwoch, 4. März, um 11.30 Uhr das Urteil in einem Prozess erwartet, in dem ein 22-Jähriger ein zehnjähriges Mädchen mit einem Messer attackiert haben soll. Für Anwohner im Kreis Kaiserslautern geht es um die Frage, wie die Justiz einen Angriff auf ein Kind in einer Pflegefamilie bewertet.
Die Anklage wirft dem Mann versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung und sexuellen Missbrauch ohne Körperkontakt vor. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft wollte der Angeklagte angebliche sexuelle Kontakte vertuschen.
Warnung/Risiko: Angriff soll in Pflegefamilie im Kreis Kaiserslautern passiert sein
Die Tat soll sich im August 2025 in Schallodenbach (Kreis Kaiserslautern) ereignet haben. Der Tatverdächtige soll dem in derselben Pflegefamilie wohnenden Kind Geld geboten haben, damit es sich auszieht. Als die Zehnjährige sich geweigert und gesagt habe, alles der Pflegemutter zu erzählen, soll der 22-Jährige nachts mit einem Fleischermesser mehrere Stich- und Schnittbewegungen in Richtung des Kopfes und des Halses des Kindes ausgeführt haben.
Die Zehnjährige erlitt Verletzungen und musste operiert werden. Der Mann soll geflohen sein, als das Kind zu schreien begann, und wurde zwei Tage später festgenommen.
Warnung/Risiko: Staatsanwaltschaft fordert sechs Jahre Haft
Die Staatsanwaltschaft forderte im Plädoyer eine Haftstrafe von sechs Jahren. Der Verteidiger sprach sich für ein Urteil wegen versuchten sexuellen Missbrauchs und gefährlicher Körperverletzung aus - ohne konkretes Strafmaß.
Zur Einordnung: Bei Vorwürfen wie versuchtem Mord hängt das Strafmaß auch davon ab, wie das Gericht die Tatmotivation und die konkrete Gefährlichkeit des Angriffs bewertet. dpa.
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Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |