Pfalztheater: Märchenspiel für Kinder ab 5 Jahren
Zwerg Nase

Sophia Hahn (Gans), Robin Meisner (Zwerg Nase)
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  • Sophia Hahn (Gans), Robin Meisner (Zwerg Nase)
  • Foto: Pfalztheater / Girard de Soucanton
  • hochgeladen von Petra Rödler

Große, staunende Kinderaugen. Wenn das der Fall ist, heißt es am Pfalztheater: Es ist wieder Märchenzeit. Seit vergangenen Sonntag steht „Zwerg Nase“, ein Märchenspiel von Christian Martin frei nach Wilhelm Hauff, auf dem Programm des Pfalztheaters. 90 unterhaltsame, aber auch nachdenkliche Minuten sind beste Unterhaltung für Kinder ab 5 Jahren, die auf ganz zauberhafte Weise die Vorweihnachtszeit für Familien bereichert.

Die Geschichte ist einfach und kindgerecht und sie passt bestens in die heutige Zeit. Es ist aber nicht altes Märchen auf modern gemacht, sondern eine sehr schön Erzählung mit aktuellem Bezug. Da ist die verwöhnte und im Überfluss von Modelabels lebende Prinzessin (Sophia Hahn), die mehr mit ihrem Handy und Selfies beschäftigt ist, und Jakob (Robin Meisner), Sohn einer Gemüsehändlerin (Meike Anna Stock), der sehr respektos mit Menschen umgeht. Die Strafe der Hexe (Aglaja Stadelmann) folgt auf den Fuß: Aus der Prinzessin wird eine Gans und aus Jakob ein Zwerg mit einer viel zu großen Nase. Als "Zwerg Nase" verspottet muss er der Hexe in ihrem Haushalt dienen. Der Vorteil: Sie weiht ihn in die Geheimnisse der Kochkunst ein. Nach sieben Jahren entlässt sie ihn, aber weder Eltern noch Freunde erkennen ihn. Weil er jedoch so lecker kocht, wird er zum Oberoberküchenmeister des Herzogs ernannt, wo er die sprechende Gans kennenlernt und sich mit ihr auf eine abenteuerliche Suche nach dem Kräutchen „Niesmitlust" begibt, das ihn in den Jungen Jakob zurückverwandeln soll....

„Zwerg Nase" ist die Geschichte eines Außenseiters, der aufgrund von Äußerlichkeiten verhöhnt wird, der aber sein Schicksal beherzt in die Hand nimmt, sich seiner Stärken erinnert und schließlich alles zu einem glücklichen Ende führt. Ein Ende, bei dem niemand ständig auf sein Handy gucken und Klamotten und andere Konsumprodukte kaufen muss. Das Schauspielensemble des Pfalztheaters ist großartig und sprüht nur so vor Spielfreude - inklusive lustiger Gesangseinlagen, angefangen bei Sophia Hahn und Robin Meisener, über den großartigen, etwas durchgeknallten König (Stefan Kiefer) bis hin zum herrlich nicht zu Ende nießen könnenden Minister (Martin Schultz-Coulon) und der wunderbaren, fliegenden Hexe, die eigentlich eine gute Fee ist. Nicht nur optisch mit dem Bühnenbild sondern auch insgesamt ein genußvoller, lustiger und sehr unterhaltsamer Bühnenspaß für Klein und Groß.

Hier gibt es für die Vorstellungen Karten.

Autor:

Petra Rödler aus Kaiserslautern

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