#briefwechsel
Was soll das ganze Klagen?

Sicherheit - auch so kann's gehen, ganz ohne Pflicht
  • Sicherheit - auch so kann's gehen, ganz ohne Pflicht
  • Foto: Adobe Stock/ Elizaveta
  • hochgeladen von Heike Schwitalla

Wertgeschätzte Kollegin,
liebe Frau Bauer... 

ehrlich gesagt, ich kann das Gemecker nicht mehr hören. Ich verstehe nicht, warum es so schlimm sein soll eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen – vor allem jetzt, da es Herbst wird und wir alle ohnehin nur noch mit Schal und dicker Jacke vor die Tür gehen. Es ist, wie es ist und was es ist – nämlich eine Pandemie, eine Krankheit, vor der wir besonders Risikogruppen schützen müssen, bei der wir aber auch selbst nicht ahnen können, was sie im Falle einer Ansteckung mit uns macht.

Ich kann und will nicht mehr über die Notwendigkeit dieser Maßnahme diskutieren. Stellt sie sich irgendwann als falsch heraus, so what? Viel schlimmer als eine Maske jemals sein könnte, ist das ewige Gejammer. Menschen, in den Megacitys dieser Welt, sind Masken ob der permanenten Luftverschmutzung seit Jahrzehnten gewöhnt, sie tragen sie sogar ganz ohne Pflicht - nur um ihrer Gesundheit willen - man stelle sich das vor. Aber man kennst dieses  deutsche Klagen ja auch aus anderen Diskussionen – etwa einer Helmpflicht für Radfahrer. Nur dass, wer keinen Helm trägt,  erst einmal nur sich selbst gefährdet. Also macht doch, wenn Ihr meint, es geht ohne.
Anders bei den Masken, die auch das gegenüber schützen sollen. Jedem, der sagt, der Mund-Nasen-Schutz störe ihn, frage ich gerne, ob er sich vorstellen könne, wie unangenehm das Tragen einer Sauerstoffmaske erst ist – von künstlicher Beatmung mal gar nicht zu reden. Ich weiß, wie sich das anfühlt und ich weiß, wie sich Ersticken anfühlt – darauf kann ich gut verzichten und ehrlich gesagt, wünsche ich es nicht mal meinem ärgsten Feind.

Das Tragen einer Maske ist in unserer Zeit nicht nur Selbstschutz und Schutz der anderen, es ist auch ein Symbol für Empathie geworden. Dafür, dass man sich sorgt – nicht nur um sich selbst, auch um Mitmenschen. Mit dem korrekten Tragen meiner Maske zeige ich meinem Gegenüber Wertschätzung: „Du bist mir wichtig. Ich möchte nicht, dass du krank wirst. Ob es nun nur eine stärkere Grippe ist oder akute Lebensgefahr, spielt keine Rolle, ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass Du gesund bleibst.“
Meine über 80-jährige Mutter hat mir übrigens erzählt, dass das Gejammer bei der Einführung der Sicherheitsgurtpflicht im Auto Mitte der 1970er Jahre ähnlich war, auch damals hätten ewig gestrige Dumpfbacken von Freiheitsverlust gesprochen. Während meine Eltern losgezogen sind und den ersten verfügbaren Kindersitz gekauft haben – für wen? Für mich. Warum? Weil sie mich im Ernstfall so gut als möglich schützen wollten! Kam es jemals zu diesem Ernstfall? Gott sei Dank nicht – in all den Jahren. Und trotzdem schnallen wir uns und unsere Kinder heute noch an.
Hinterfragen ist völlig OK, sich Gedanken machen natürlich auch, die sind ja bekanntlich frei - aber eines steht fest, je mehr Verweigerer und "halbherzige Maskenträger" es gibt, desto schlimmer der Verlauf der Pandemie, desto langanhaltender die Maßnahmen.
Ihrem Freund, der die Maske gerne wieder ablegen möchte, weil wir ja bisher so „gut“ davon gekommen sind hier in Deutschland, dem kann ich nur sagen: Sie schnallen den Fallschirm ja auch nicht auf halbem Weg zum Boden ab, nur weil er Sie bisher gut abgefangen hat….

In diesem Sinne, bleiben Sie gesund und lächeln Sie vorerst weiter mit den Augen 😉

Autor:

Heike Schwitalla aus Karlsruhe

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