Südpfalz bringt Logistik und Energie an einen Tisch: So soll E-Laden vorankommen
- Beim Thema E-Lkw geht es für Betriebe in der Südpfalz vor allem darum, wo sie verlässlich laden können und wie schnell die nötigen Netze ausgebaut werden.
- Foto: V.l.n.r.: Landräte Seefeldt, SÜW, Brandl, GER und Landaus OB Dr. Geißler.
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Kandel. Wie kommt der elektrische Güterverkehr in der Südpfalz schneller voran. Darum ging es beim „Forum Ladeinfrastruktur für die Logistik“ in der Stadthalle Kandel. Knapp 100 Teilnehmende, vorwiegend aus der Logistik, diskutierten dort über Ladepunkte, Netze und konkrete Projekte.
Eingeladen hatten die Landkreise Germersheim und Südliche Weinstraße sowie die Stadt Landau im Rahmen ihrer Arbeitsgemeinschaft Wirtschaftsförderung Südpfalz. Im Auftaktgespräch der drei Verwaltungschefs wurde klar, welche strategische Rolle eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur aus ihrer Sicht spielt. Sie sieht die Region als Industrie- und Logistikstandort und bewertet Ladeinfrastruktur zunehmend als entscheidenden Standortfaktor.
Was Unternehmen für Investitionen brauchen
In Keynotes ging es unter anderem um Anforderungen an Ladeinfrastruktur aus Sicht von Fahrzeugherstellern und um die Rolle der Netze in der Energiewende. Anschließend machten Praxis- und Diskussionsformate das Thema greifbarer. Vertreter aus Logistik und Energiewirtschaft berichteten über Erfahrungen beim Depotladen am Firmengelände, neue Kooperationsmodelle sowie den Aufbau öffentlicher Ladeparks für den Fernverkehr.
Dabei zeigte sich laut den Beiträgen aus der Runde, dass viele Unternehmen vor allem Planungssicherheit und den Ausbau der Netzinfrastruktur als zentrale Voraussetzungen für Investitionen sehen. Ein abschließendes Podium bündelte Perspektiven aus Wirtschaft, Forschung und Politik. Es betonte, dass die Transformation nur im engen Zusammenspiel aller Akteure gelingt. Die Veranstaltung bot nach Angaben der Organisatoren über den gesamten Nachmittag Raum für Gespräche, neue Kontakte und konkrete Projektansätze.
Martin Brandl, Landrat des Landkreises Germersheim und Initiator des Forums, sagte: „Es gilt, konkrete Projektinteressen sichtbar zu machen, Investitionsbereitschaft zusammenzuführen und Kooperationen gezielt anzustoßen, um ins Handeln zu kommen.“ Dietmar Seefeldt, Landrat des Landkreises Südliche Weinstraße, erklärte: „Jetzt gilt es, diese Plattform zu nutzen, die Vernetzung weiter zu vertiefen und die unterschiedlichen Interessen dauerhaft zusammenzuführen.“ Dominik Geißler, Oberbürgermeister der Stadt Landau, forderte mehr Tempo beim Ausbau und sagte: „Wenn Deutschland beim klimafreundlichen Güterverkehr wettbewerbsfähig bleiben will, darf der Ausbau der Ladeinfrastruktur nicht länger im Klein-Klein erfolgen. Die Fördermittel des Bundes sind bislang eher ein Tropfen auf den heißen Stein. Wir brauchen den Mut, große regionale Lösungen zu entwickeln – bis hin zu gemeinsamen Ladezentren – und wir müssen den Druck auf Bundesebene erhöhen. Kommunen allein können diese Transformation nicht stemmen. Dafür braucht es deutlich mehr Tempo, Verlässlichkeit und Investitionsbereitschaft.“ Wie die Kreisverwaltung Germersheim mitteilt, soll der Austausch dazu beitragen, Projektideen und Kooperationen in der Region anzustoßen.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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