Nach der Stechmückenplage dieses Sommers
Mehrheit der Germersheimer hält die Bekämpfung durch die KABS für alternativlos

Diesen Sommer kam es nach dem Ausfall beider KABS-Hubschrauber zu einer regelrechten Stechmückenplage.
  • Diesen Sommer kam es nach dem Ausfall beider KABS-Hubschrauber zu einer regelrechten Stechmückenplage.
  • Foto: Pixabay
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Germersheim. Nachdem im Frühjahr die beiden Hubschrauber der KABS unfallbedingt ausgefallen sind, hatte die KABS eine Umfrage zur Meinung der Bevölkerung zur Stechmückensituation vor Ort gestartet. Dazu wurde Ende Juni den Amtsblättern der Mitgliedsgemeinden ein schriftlicher Fragebogen beigefügt. Einige Gemeinden haben den Fragebogen auch online gestellt.

Insgesamt kamen fast 12.000 Fragebögen zurück, mehr als ein Drittel davon mit persönlichen Anmerkungen. In Germersheim hat die Befragung das folgende Ergebnis erbracht: 260 Personen, davon 157 Frauen und 98 Männer, haben den Fragebogen vollständig beantwortet. 88 Prozent dieser Menschen wohnen schon länger als zehn Jahre am Ort, 49 Prozent länger als 40 Jahre - also schon vor Beginn der Bekämpfung durch die KABS. Im Verhältnis haben mehr Frauen als Männer und besonders ältere Menschen an der Befragung teilgenommen.
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Fast 90  Prozent aller Befragungsteilnehmer (246 Personen) halten die Stechmückenbekämpfung für sehr wichtig,  vier Prozent  (elf Personen) halten sie für eher wichtig, eine Person hält sie für eher unwichtig.  Sehr empfindlich auf Stechmücken reagieren 76 Prozent aller Teilnehmer (196 Personen). 20 Prozent reagieren nicht sehr empfindlich (52 Personen) und knapp vier Prozent reagieren kaum (neun Personen).

89 Prozent der Teilnehmenden (236 Personen) fühlten sich diesen Sommer durch die Stechmücken stark belästigt. Knapp neun Prozent fühlten sich gering belästigt (22 Personen).  Für über 95 Prozent der 260 Teilnehmer verbessert die Stechmückenbekämpfung ihr persönliches Wohlbefinden (95 Prozent), ihre Wohnsituation (97 Prozent) und ihre Freizeitaktivitäten (97 Prozent).

Etwa 62 Prozent der Teilnehmenden, die diese Frage beantwortet haben, sind der Meinung, die KABS kümmere sich genügend um ökologische Aspekte der Bekämpfung (149 Personen). Etwa 13 Prozent (32 Personen) finden, die KABS sollte sich noch mehr darum kümmern, und 25 Prozent (61 Personen) meinen, sie könnten das nicht beurteilen.

130 Teilnehmer von insgesamt 260 haben zusätzlich persönliche Anmerkungen gemacht:  Etwa zwei Drittel der Teilnehmer bedankt sich in ihren Anmerkungen für die Arbeit der KABS und die Verbesserung ihrer Lebens-, Wohn- und Freizeitqualität. Sie sind der Meinung, dass die Bekämpfung alternativlos sei und fordern die KABS zum Weitermachen auf. Der Vergleich mit früheren Jahren ohne Bekämpfung zeige die Bedeutung der KABS. Vereinzelt wurde mehr Unterstützung für die KABS gefordert, aber auch die Beachtung ökologischer Aspekte bei der Bekämpfung angemahnt.

In etwa 46 Prozent der Kommentare wird darauf hingewiesen, dass es in diesem Frühsommer durch den Ausfall der Helikopter besonders schlimm gewesen sei, die Lebensqualität sehr gelitten habe und vereinzelt auch bei Betroffenen, insbesondere Kindern, allergische Reaktionen ausgelöst wurden. Vereinzelt wurde auch die Meinung geäußert, dass durch die Bekämpfung möglicherweise das ökologische Gleichgewicht gestört werden könnte. Auch wurde bemängelt, dass für die ausgefallenen Helikopter nicht umgehend Ersatz beschafft wurde.

Zum letzten Punkt merkt die KABS an, dass ihre Maschinen mit einer GPS-gestützten Sprüheinrichtung versehen sind, die das Granulat automatisch bei Überfliegen der Brutgebiete ausbringt. Solche Maschinen ließen sich nicht kurzfristig ersetzen, sondern müssten zeitaufwendig nachgerüstet beziehungsweise neu erworben werden. So sei der Totalausfall nach der Havarie zustande gekommen.

Autor:

Cornelia Bauer aus Bruchsal

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