„Man(n) tötet nicht aus Liebe“: Ausstellung in Germersheim zum Thema Femizid - verlängert bis 31.1.2026
- Man(n) tötet nicht aus Liebe
- Foto: KV Ger
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Germersheim | Landkreis. Vom 25. November bis 31. Dezember 2025 widmet sich die Gleichstellungsstelle des Landkreises Germersheim im Weißenburger Tor der eindrucksvolle Ausstellung „Man(n) tötet nicht aus Liebe – Femizide in Deutschland“. Diese wichtige Schau beleuchtet ein gravierendes gesellschaftliches Problem: Gewalt gegen Frauen, die in vielen Fällen bis zum Mord führt – einzig und allein, weil sie Frauen sind. Alle zwei Tage wird in Deutschland eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet.
Der 25. November, der weltweit als Aktionstag gegen Gewalt an Frauen und Kindern begangen wird, stellt einen bedeutsamen Anlass dar, um auf diese dramatische Realität aufmerksam zu machen. „Man(n) tötet nicht aus Liebe“ zeigt auf eindringliche Weise das Ausmaß von Femiziden in Deutschland und fordert die Gesellschaft auf, sich mit diesem Tabuthema auseinanderzusetzen.
Update - Ausstellung verlängert
Aufgrund der guten Nachfrage verlängert die Gleichstellungsstelle des Landkreises Germersheim die Ausstellung „Man(n) tötet nicht aus Liebe“ im Weißenburger Tor in Germersheim bis zum 31. Januar 2026. Die seit 25. November 2025 gezeigte Ausstellung thematisiert Gewalt gegen Frauen und dokumentiert die bekannten Femizide des Jahres 2025 in Deutschland. Ergänzt wird sie durch Informations- und Hilfsangebote sowie einen künstlerischen Beitrag von Susanne Wadle.
Etliche Schulklassen und Jugendgruppen haben die Ausstellung bereits besucht und aktiv daran teilgenommen. So gestalteten Schülerinnen und Schüler beispielsweise eindrucksvolle Werke aus Knete, in denen sie ihre Gedanken und Gefühle zum Thema ausdrückten. Auf vielen dieser Arbeiten waren klare Statements gegen Gewalt, für Respekt und Gleichberechtigung zu sehen. Die Werke der Schülerinnen und Schüler sind nun ebenfalls in der Ausstellung zu sehen und bereichern sie durch die persönliche und kreative Auseinandersetzung mit dem Thema.
„Gerade für junge Menschen ist es wichtig, früh über Gewalt, Rollenbilder und Hilfsangebote ins Gespräch zu kommen. Die Ausstellung bietet Schulen einen geschützten Rahmen, um zu sensibilisieren und Prävention zu stärken“, sagt Lisa-Marie Trog, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Germersheim. Schulen und Bildungseinrichtungen sind ausdrücklich eingeladen, die Ausstellung mit ihren Klassen zu besuchen.
Die Ausstellung im Weißenburger Tor, Paradeplatz 10 in Germersheim ist bis 31. Januar für Interessierte weiterhin montags bis donnerstags von 10 bis 17 Uhr sowie freitags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Mittwochs und freitags von 10 bis 11 Uhr ist die Gleichstellungsstelle vor Ort und steht für Fragen und Informationen zur Verfügung.
Femizid in Deutschland
Im Fokus der Ausstellung steht eine umfassende Dokumentation aller bislang bekannten Femizide im Jahr 2025 in Deutschland. Einzelne Schicksale werden anhand von Infobroschüren, Hintergrundinformationen und Hinweisen auf Hilfsangebote verdeutlicht. Besucherinnen und Besucher erhalten somit nicht nur Einblicke in die erschütternde Zahl an Femiziden, sondern auch in die gesellschaftlichen Strukturen und die Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene.
Ein besonderes Highlight ist der künstlerische Beitrag von Susanne Wadle, die das Thema mit eindrucksvollen visuellen und emotionalen Werken erfahrbar macht. Die Künstlerin wird während der Vernissage vor Ort sein, um ihre Werke zu erläutern und in den Dialog mit den Besucherinnen und Besuchern zu treten.
„Femizide sind keine Einzelfälle“, betont Lisa-Marie Trog. „Sie sind Ausdruck eines strukturellen Problems in unserer Gesellschaft. Mit dieser Ausstellung wollen wir nicht nur erinnern, sondern auch zum Handeln aufrufen.“ Christoph Buttweiler ergänzt: „Jede Form von Gewalt gegen Frauen betrifft uns alle. Wir brauchen eine klare gesellschaftliche Antwort darauf.“ Jeder, der sich mit dem Thema Gewalt gegen Frauen und Femizide auseinandersetzen möchte, ist herzlich eingeladen, diese eindrucksvolle und wichtige Ausstellung zu besuchen.
Interaktive Elemente:
Gästebuch: Ein Raum für die Gedanken und Reaktionen der Besucher, um die häufig erlebte Sprachlosigkeit gegenüber dem Thema sichtbar zu machen.
Postkartenaktion: Eine Möglichkeit für alle, sich aktiv an der Ausstellung zu beteiligen und die Botschaft weiterzugeben.
Partizipative Aktion: Schüler*innen können in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Susanne Wadle kreative Beiträge leisten, die das Thema in ihrer Perspektive weiterdenken.
Ziel der Ausstellung:
„Mit dieser Ausstellung möchten wir betroffenen Frauen Mut machen, die Scham zu überwinden und sich Hilfe zu suchen“, erklärt Lisa-Marie Trog, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Germersheim. „Wir wollen zeigen, dass es Hilfe gibt – im Landkreis Germersheim und darüber hinaus.“
Eröffnung der Ausstellung:
Die Ausstellung wird am 25. November um 14 Uhr feierlich eröffnet (Einlass ab 13:30 Uhr). Nach der Begrüßung durch Lisa-Marie Trog und Christoph Buttweiler, Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Germersheim, wird die Künstlerin Susanne Wadle um 14:30 Uhr eine Performance zur Thematik präsentieren. Anschließend ist die Ausstellung bis 17 Uhr für alle Interessierten zugänglich.
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag: 10 bis 17 Uhr
Freitag: 10 bis 13 Uhr
Wochenenden und Feiertage geschlossen
Gesprächsangebote:
Mittwochs und freitags, jeweils von 10 bis 11 Uhr, steht die Gleichstellungsstelle vor Ort für Fragen und weiterführende Informationen zur Verfügung. Schulen und Bildungseinrichtungen sind ausdrücklich eingeladen, die Ausstellung zu besuchen, um Schüler für das Thema zu sensibilisieren und auf vorhandene Hilfsangebote hinzuweisen.
Kurzinfo:
Ort: Weißenburger Tor, Paradeplatz 10, 76726 Germersheim
Zeitraum: 25.11.2025 – 31.12.2025
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag: 10 bis 17 Uhr; Freitag: 10 bis 13 Uhr; Wochenenden und Feiertage: geschlossen
Kontakt: Gleichstellungsstelle des Landkreises Germersheim
E-Mail: gleichstellungsbeauftragte@kreis-germersheim.de
Telefon: 07274/531109
- Adressliste - Ansprechpartner für weibliche Opfer von Gewalttaten
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Ausstellung „Man(n) tötet nicht aus Liebe – Femizide in Deutschland
Ort: Germersheim (Weißenburger Tot)
Beginn: 25.11.2025, 13:30:00
Ende: 31.01.2026, 17:00:00
Preis: kostenlos
Veranstalter: Gleichstellungsbeauftragte Kreis Germersheim
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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