Kreise SÜW und Germersheim stärken Zusammenarbeit im Krisenmanagement
- Wenn im Krisenfall schnell Entscheidungen nötig sind, kümmern sich Verwaltungsstäbe um Organisation und rechtliche Fragen.
- Foto: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Austauschtreffens zum Thema Verwaltungsstäbe vor dem Kreishaus SÜW. KV SÜW
- hochgeladen von Heike Schwitalla
Südpfalz. Wenn Sturm, Hochwasser oder andere Lagen schnell Entscheidungen brauchen, arbeiten in den Verwaltungen spezielle Krisenstäbe. Genau darüber haben sich jetzt die Leiterinnen und Leiter der Verwaltungsstäbe aus den Landkreisen Germersheim und Südliche Weinstraße sowie aus den Verbandsgemeinden beider Kreise ausgetauscht. Das Treffen fand im Kreishaus der Südlichen Weinstraße statt.
Worum es bei den Verwaltungsstäben geht
Ein Schwerpunkt lag auf der Aufbauorganisation. Die Teilnehmenden sprachen darüber, wie die Verwaltungsstäbe in den Kommunen organisiert sind und wie sie im Krisenfall arbeiten. Als weitere Herausforderungen nannten sie die Personalgewinnung, die Alarmierung der Stäbe außerhalb üblicher Dienstzeiten und die Sicherstellung der Schichtfähigkeit.
Die Landräte Dietmar Seefeldt und Martin Brandl ordneten das Treffen im Nachgang so ein: „Das Krisenmanagement und der Katastrophenschutz sind gerade in der heutigen Zeit Kernelemente der Daseinsfürsorge und genießen bei uns in der Südpfalz absolute Priorität. Im Bereich der Verwaltungsstäbe sind wir grundsätzlich gut aufgestellt, haben aber auch noch einige Aufgaben, insbesondere bei der gegenseitigen Vernetzung der Stäbe im Krisenfall. Und man darf auch nicht vergessen, dass die Tätigkeit im Verwaltungsstab neben der eigentlichen Verwaltungsarbeit stattfinden muss, also eine Zusatzbelastung für die Mitarbeitenden darstellt. Daher gebührt diesem Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter größte Anerkennung."
Hintergrund ist auch eine Vorgabe aus dem neuen Landesbrand- und Katastrophenschutzgesetz. Es schreibt vor, dass jeder Landkreis einen Verwaltungsstab für Krisen und Katastrophen vorhalten muss. Dieser kümmert sich im Einsatzfall um verwaltungsrechtliche Fragen und Aufgaben. Zusätzlich muss jeder Landkreis einen Führungsstab als operativ-taktische Komponente haben, der die Arbeit der Einsatzkräfte koordiniert. Beide Stäbe müssen schichtfähig sein. Für jede Funktion braucht es also mehrere ausgebildete Personen.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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