Wildbienen in Germersheim
Brutplätze für Wildbienen

Germersheim. Vorweg gesagt: Es ist doch sehr erfreulich und anerkennenswert, dass nun auch die CDU und die AFD ein Herz für eine intakte Umwelt ( Wildbienen ) entdeckt haben. So haben doch die Grünen hervorragende Vorarbeit geleistet, dass das Umweltbewusstsein auch bis in diese Kreise vordringen konnte. Mit großem Erstaunen und Verwunderung fragt sich  allerdings der naturfreundliche Bürger, wie diese Heilsbringer der Wildbienen durch unsere Straßen gehen.
Wenn sie ab Mitte März bis Mai mal ihren Blick auf die Erde gerichtet hätten, hätten sie sich vor Verwunderung die Augen gerieben, dass an allen Ecken und Enden sich Wildbienen zu Tausenden in etwa 1/2 Meter über dem Erdboden tummeln, eifrig aus ihren Erdlöchern herauskommen, Nahrung für ihren Nachwuchs besorgen, ganz nebenbei unzählige Frühblüher bestäuben und sich damit in den Dienst von Germersheims Umwelt stellen. So gesehen in der Königsberger-Str., im Wredestadion, in naturbelassenen Gärten, auf Magerrasenwiesen und auf der Germersheimer Düne. Wenn sie dann genug für ihren Nachwuchs gesorgt haben, deckeln sie ihre Brutlöcher mit Wachs, versterben und dienen Vögeln als willkommene Eiweißquelle.   Das soll allerdings nicht heißen, dass alles im Lot wäre. 
Gilt es doch den Wildbienen ihren Lebensraum zu bewahren und zu erhalten. Wenn die Versiegelung der Böden durch Folien und Kies in den Vorgärten, die Versiegelung der Flächen im Innenstadtbereich, wo früher Grünflächen waren und Kastanien Schatten spendeten, weiter fortschreitet, wird das beschriebene Bild bald der Vergangenheit angehören. Da stellt sich doch jedem einigermaßen gesunden Menschenverstand die Frage, warum tut man nicht alles Mögliche, dieses kostbare Naturgut und diese Lebensräume zu erhalten, statt sie erst zu zerstören, um sie dann wieder umständlich mit großen Kosten wieder herzustellen, z.B. durch Errichtung von Wildbienenhügel oder durch Zerstörung anderer Lebensräume, z.B. Kenneldeich  oder Hochufer. Oder geht es nicht um den Erhalt der Wildbienen, sondern ganz provokant gesagt darum, sich in den verschiedenen Kuratorien einen Namen zu machen. Vielleicht sollten die Verantwortlichen der Stadt, bevor sie zu blindem Aktionismus greifen, sich vor Ort über die tatsächlich Lage informieren und zwar zur richtigen Zeit am richtigen Ort .

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