Bahnstrecke und Rheinbrücke: KPV diskutiert Mobilität im Kreis Germersheim
- Beim KPV-Forum im Kreis Germersheim standen die Bahnstrecke Germersheim–Landau und die zweite Rheinbrücke im Fokus.
- Foto: Kim Rileit
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Germersheim. Wie Mobilität in der Region künftig sicher, verlässlich und alltagstauglich funktionieren kann, stand beim KPV-Forum Verkehrspolitik vor Ort im Mittelpunkt. Diskutiert wurden dabei vor allem die Reaktivierung der Bahnstrecke Germersheim–Landau und die Planungen für eine zweite Rheinbrücke.
Die Kommunalpolitische Vereinigung Kreis Germersheim veranstaltete das Forum im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, ihre Fragen direkt an die politischen Entscheidungsträger zu richten.
Eröffnet wurde das Forum durch Staatssekretär Markus Wolf, den Landtagsabgeordneten Tobias Baumgärtner und den Bürgermeisterkandidaten für die Verbandsgemeinde Lingenfeld, Steven Köhler. Köhler hob die Bedeutung von Sicherheit und Verlässlichkeit hervor. Aus seiner Sicht muss Verkehrspolitik den Alltag der Menschen im Blick behalten, also sichere Straßen und Wege ebenso wie die gute Erreichbarkeit von Arbeitsplätzen, Schulen und Freizeitangeboten. Auch ein funktionierender und verlässlicher öffentlicher Personennahverkehr gehört für ihn dazu.
Direkter Austausch zu großen Verkehrsprojekten
Staatssekretär Markus Wolf erläuterte die Hintergründe des bisherigen Verfahrens und ging auf die weiteren Schritte ein. Dabei zeigte sich, dass bei großen Infrastrukturprojekten viele unterschiedliche Interessen, planerische Anforderungen und rechtliche Rahmenbedingungen berücksichtigt werden müssen.
Wolf sagte: „Bei Verkehrsprojekten dieser Größenordnung braucht es einen langen Atem. Politik und Verwaltung müssen erklären, wo ein Projekt steht, welche Schritte als Nächstes anstehen und wo es noch offene Fragen gibt. Und ich werde Ihnen hier nichts versprechen, was ich nicht halten kann.“
Auch Tobias Baumgärtner betonte, dass Landes- und Kommunalpolitik bei großen Infrastrukturfragen auf den kontinuierlichen Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern angewiesen sind. Gerade bei Projekten mit erheblichen Auswirkungen auf betroffene Gemeinden und Anlieger müsse deren Wissen und Erfahrung frühzeitig in die Diskussion einfließen.
Baumgärtner sagte: „Gute Verkehrspolitik entsteht nicht am Schreibtisch allein. Wir brauchen den direkten Austausch mit den Menschen, insbesondere mit den Anliegern. Sie erleben die Situation jeden Tag und wissen, wo die Probleme liegen. Dieses Wissen müssen wir aufnehmen und in die weiteren Planungen einbringen“.
Für die KPV ist genau dieses Format wichtig. Kreisvorsitzender Christoph Buttweiler sagte: „Wir wollen kommunalpolitische Themen nicht nur theoretisch behandeln, sondern dorthin bringen, wo sie wirken – zu den Menschen und in die Kommunen.“
Dem Verkehrsforum ging die Mitgliederversammlung der KPV Kreis Germersheim voraus. Dabei bestätigte die Vereinigung Christoph Buttweiler als Kreisvorsitzenden im Amt. Tobias Baumgärtner wurde zum Stellvertreter gewählt.
Als Beisitzer gehören dem neuen Vorstand Tobias Antoni, Gilda Moser, Julian Mießeler, Norbert Pirron, Benjamin Platz, Jürgen Welker und Patrick Redlingshöfer an. Thorsten Rheude wurde zum Mitgliederbeauftragten gewählt.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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